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Die beiden einzigen echten Städte Wedaniens sind die Hauptstadt Storegard, und Vartha, an der Kreuzung der beiden Handelsstraßen. Daneben gibt es unzählige Dörfer und Höfe.<br>
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Die beiden einzigen großen Städte Wedaniens sind die Hauptstadt Storegard, und Vartha, an der Kreuzung der beiden Handelsstraßen. Daneben gibt es unzählige Dörfer und Höfe.<br>
 
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Storegard war der Hof des ersten Jarls der zum Herzog ernannt wurde. Dieser erkläre den Ort zur Hauptstadt, was, unterstützt durch die günstige Lage direkt an der großen Straße, was den gefahrlosen Besuch durch Händler und Reisende ermöglicht, zu Wachstum und wirtschaftlicher Stärke führte.
 
Storegard war der Hof des ersten Jarls der zum Herzog ernannt wurde. Dieser erkläre den Ort zur Hauptstadt, was, unterstützt durch die günstige Lage direkt an der großen Straße, was den gefahrlosen Besuch durch Händler und Reisende ermöglicht, zu Wachstum und wirtschaftlicher Stärke führte.

Version vom 26. Oktober 2016, 12:35 Uhr


Herzogtum Wedanien
Wappen Hzm Wedanien.png
Einwohner: ca. 350.000
Einwohnerverteilung: • 85% Menschen
• 6% Elfen
• 4% Zwerge
• <5% Sonstige
Regent: Herzog Knut II. Haraldson
Regierung: Wahlmonarchie
Wichtige militärische Stützpunkte: keine landesweite Armee
Wichtige Organisationen: -
Wichtige Städte: Storegard (Hauptstadt)
Besondere Orte und Regionen: Zahlreiche Dörfer und Gehöfte

Beschreibung

Wedanien ist ein Herzogtum im Norden Altragerias. Es grenzt im Norden an das Königreich Balamar, im Nordwesten an das Kristallmeer, im Osten an eine von einigen Nomaden bewohnte Ödnis und im Süden und Südwesten an mehrere kleinere unabhängige Länder. Wedanien hat keine nennenswerte Wirtschaft und lebt von Landwirtschaft, Fischfang und dem Verkehr auf der Straße die das Land von Balamar aus nach Süden durchquert. Es ist in mehrere Jarltümer unterteilt, die Jarls wählen aus ihrer Mitte einen Herzog.

Geographie

Das Herzogtum Wedanien liegt weitgehend auf von Erde und Sand bedecktem rotem Granit. Es ist nur mäßig fruchtbar und dominiert von einer stark hügeligen Landschaft, mit Wäldern und Grasflächen in den Tälern und an den Hängen, und großen Granitfelsen auf dem Erhebungen, die von Wind und Wetter frei gelegt wurden. An der Küste bildet der Granit Schären, und teilweise eine Steilküste. Um die Siedlungen herum wird ein wenig Ackerbau betrieben, so viel wie gerade zum Leben gebraucht wird.

Geschichte

Obwohl in Wedanien offiziell die altragerianische Zeitrechnung gilt, wird diese Liste nach balamarischer Zeitrechnung geführt.

  • 50n - Erste Siedler lassen sich im Norden des heutigen Wedaniens nieder. Weitgehend Balamare, die über die Grenze hinaus siedelten. Bis dahin war Wedanien praktisch unbewohnt.
  • 120n - In Folge der Orkkriege werden die Grenzen Balamars befestigt. Die sich bis dahin teils zu Balamar zählenden Ballungsgebiete bilden erste Jarltümer.
  • 201n - Die wedanische Bevölkerung ist stark angewachsen und hat ein rudimentäres Gemeinschaftsgefühl entwickelt. Einige Jarls tun sich zusammen und rufen ein Bündnis aus, um gegenüber Balamar, aber auch insbesondere den expansiven südlichen Nachbarn eine stärkere Position zu haben.
  • 225n - Balamar erlässt ein Gesetz, das die Aufnahme von Nachbarländern in das Reich de facto unmöglich macht. Bis dahin hatten viele Wedanier die Hoffnung, irgendwann zu Balamar zu gehören, zumal im Norden Wedaniens viele balamarische Wurzeln haben.
  • 228n - Die Jarls ver sechs nördlicheren Jarltümer beschließen ein eigenes Reich zu gründen und rufen das Herzogtum Wedanien aus. Die erste Amtshandlung des neuen Herzogs ist es, Zölle für die Benutzung der großen Straße zu erheben.
  • 345n - Wedanien ist auf zwölf Jarltümer angewachsen, als es bei der Wahl eines Herzogs zu einem Patt kommt, und die älteren und größeren nördlichen Jarltümer ihren Kandidaten zum Sieger der Wahl erklären. In Folge dessen bricht ein Bürgerkrieg aus, als sich einige Jarltümer von Wedanien trennen wollen.
  • 351n - Der Bürgerkrieg ist beendet, von den sechs südlichen Jarltümern wurden drei von ihren nördlichen Nachbarn vereinnahmt und zwei haben sich zu einem zusammengeschlossen. Wedanien hat jetzt nur noch acht Jarltümer, ohne Fläche eingebüst zu haben.
  • 400n - Angeblich werden die Separatisten im Süden Melantos durch den benachbarten wedanischen Jarl unterstützt. Der betreffende Jarl und seine Familie sterben bei einem verheerenden Brand am Ende des Jahres, ausgelöst durch einen Angriff von Banditen.
  • bis heute - Es kommen immer wieder neue Jarltümer hinzu, große Jarltümer teilen sich, kleine schließen sich zu einem zusammen, neue Gebiete an der Süd- und Ostgrenze werden erschlossen. Manchmal friedlich, meist jedoch durch Krieg. Heute hat Wedanien elf Jarltümer.


Politik

Politische Struktur

Wedanien hat kein Feudalsystem wie viele andere Reiche. Es ist ein Zusammenschluss von momentan elf Jarltümern, die von der Größe eines Ritterguts bis zu der einer Grafschaft oder eines kleinen Fürstentums reichen. Jeder Jarl ist auf seinem Land weitgehend souverän und kann nach gutdünken Gesetze erlassen und Recht sprechen. Die Jarls wählen einen aus ihrer Mitte zum Herzog, der das Land nach außen hin vertritt, zwischen den Jarls schlichtet, und in gewissem Rahmen Gesetze erlassen kann, um das Herzogtum zu verwalten. Er greift dabei so wenig wie möglich in die Souveränität der Jarls auf ihrem Boden ein.

Da Wedanien ein Bund von souveränen Jarltümern ist, kann es vorkommen, das sich die Zahl der Jarltümer verändert. Sei es das sich benachbarte kleinere Länder dem Bund anschließen, oder durch innere Vorgänge, friedlicher oder kriegerischer Art, sich Jarltümer zusammenschließen oder neue entstehen. Das sich ein Jarltum aus dem Bund herauslöst kommt nicht vor, die anderen Jarls würden Separatisten nicht dulden.
Die wenigen Gesetze, die der Herzog erlassen hat betreffen vor allem den Handel und die Grenzen Wedaniens.

Wird ein Jarl zum Herzog gewählt bleibt er Jarls seines Landes, ernennt aber einen Statthalter, meist seinen Nachfolger. Der Herzog regiert von der Hauptstadt Storegard aus. Die Jarls treffen sich einmal im Jahr auf neutralem Boden, um sich zu besprechen, zu verhandeln und gegebenenfalls den Herzog zu ersetzen.

In den Jarltümern selbst ist die Struktur sehr unterschiedlich. Während einige rudimentäre feudale Strukturen haben, haben andere gar keine Struktur unterhalb des Jarls. Allen gemein ist, das dem Jarl die Strafverfolgung, die Rechtsprechung und die Aufstellung eines Heeres obliegt.

Außenpolitik

Die Außenpolitik Wedaniens ist gemischt. Gegenüber seinen südlichen Nachbarn verhält es sich weitgehend neutral, und hat als Herzogtum keine expansiven Bestrebungen, anders als mancher Jarl im Grenzgebiet.

Die meisten Herzöge versuchten sich mit dem balamarischen König gut zu stellen. Das Königreich unterstützt Wedanien beim Schutz der Handelsstraße. Viele Jarls sehen die Übermacht Balamars sehr kritisch und fühlen sich wie Bittsteller behandelt, weshalb die wenigsten eigene Verhandlungen mit dem Reich führen.

Noch Osten hin grenzt Wedanien an ein weitgehend wirtschaftlich unbedeutendes Gebirge, hinter dem die südlichen Ausläufer des Nomadenlandes liegen, die ebenfalls wirtschaftlich uninteressant sind.

Militär

Wappen Wedaniens

Es gibt in Wedanien kein landesweites stehendes Heer. Die Jarls sind selbst für den Schutz und die Durchsetzung des Rechts auf ihrem Land zuständig. Kommt es zum Krieg, ruft der Herzog die Jarls zu sich, die ihm dann mit ihren Armeen zur Seite zu stehen haben. Der Heerbann ist nicht verpflichtend, schickt ein Jarl allerdings keine Leute, kann das schwere Konsequenzen für ihn haben. Oder für den Herzog, wenn sich ihm zu wenige Jarls anschließen.

Es ist für wedanier Jarls und den Herzog üblich, selbst an vorderster Front zu kämpfen, oft mit einigen oder allen ihren Söhnen, weshalb ein Krieg meist wechselnde Machtverhältnisse zur Folge hat. Und das die meisten es vorziehen, entweder eine Übermacht aufzustellen oder Konflikte diplomatisch zu lösen.

Das Wappen

Das Wappen Wedaniens zeigt einen nach vorn steigenden roten, blau bewehrten, Löwen auf goldenem Schild.
Die Bedeutung des Wappens ist unklar. Es wird angenommen, das es ohne konkrete Bedeutung geschaffen wurde. Die Jarls pflegen keine Wappen, sondern lediglich farbige Banner und Schilde zu führen.

Recht

Der Herzog erlässt Gesetze, in Bezug auf Landesgrenzen, Außenpolitik, Handel, Handelsstraßen und Zölle.

Für alle anderen Gesetze, sowie Gerichtsbarkeit und Strafverfolgung sind die Jarls zuständig, und in der Gesetzgebung souverän. So kommt es, das es teils sehr unterschiedliche Gesetze gibt. Während in manchen Jarltümern die Leibeigenschaft nicht existiert, ist in anderen gar regelrechte Sklaverei im Gange.

Verglichen mit anderen, fortschrittlicheren Reichen, ist die wedanische Rechtsprechung als rückständig zu betrachten. Meist ist der Jarl nicht nur Gesetzgeber, sondern auch Richter. Die meisten Jarls erlassen nur wenige feste Gesetze und schlichten bei Streitigkeiten lieber individuell. Es ist nicht unüblich, sich von einer höheren Strafe freizukaufen oder sich gar in die Leibeigenschaft eines Gläubigers zu begeben um eine Schuld zu begleichen oder ein Verbrechen zu sühnen.

Totenbeschwörung, Schwarze Magie und böse Hexerei werden sehr hart bestraft, nicht selten durch Verbrennen.

Bevölkerung

Gesellschaft

Alle Wedanier haben gemein, das sie oder ihre Vorfahren eingewandert sind. Im Norden haben viele balamarische Wurzeln, im mittleren Wedanien hat sich das namensgebende Volk der Weden niedergelassen, deren Siedlungsgebiet derzeit in drei Jarltümer aufgeteilt ist. In den anderen Regionen ist die Herkunft sehr gemischt. Viele kommen aus den Nachbarländern Wedaniens. Und wieder andere haben sich dort niedergelassen, nachdem ihre Einwanderung nach Balamar gescheitert ist, oder sie gar nicht erst nach Balamar eingelassen wurden. Durch die Vielzahl an Völkern und Menschentypen, ist die wedanische Bevölkerung sehr heterogen, und leidet unter daraus resultierenden Spannungen.

Feudalen Adel gibt es in Wedanien nicht, es gibt die Jarls und den Herzog, und deren Günstlinge, die bisweilen Titel wie Thane, Huskarl, Hetman, und dergleichen verliehen bekommen, die aber als Amt zu betrachten sind, und üblicherweise nicht vererbt werden. Es ist regional eine Art der Leibeigenschaft üblich, in der Form das das Gesinde reicherer Bauern diesem zu besonderer Treuer und Gehorsam verpflichtet ist, und er über deren Wohnung, Wechsel des Arbeitgebers und sogar private Angelegenheiten wie Besitz und Heirat in gewissem Rahmen entscheiden kann. Bisweilen hat diese Art der Leibeigenschaft den Charakter von Zwangsarbeit, etwa um eine Schuld zu bezahlen, oder als Strafe für ein Verbrechen. Nach Begleichen der Schuld endet die Leibeigenschaft.

Städte und Siedlungen

Die beiden einzigen großen Städte Wedaniens sind die Hauptstadt Storegard, und Vartha, an der Kreuzung der beiden Handelsstraßen. Daneben gibt es unzählige Dörfer und Höfe.

Storegard war der Hof des ersten Jarls der zum Herzog ernannt wurde. Dieser erkläre den Ort zur Hauptstadt, was, unterstützt durch die günstige Lage direkt an der großen Straße, was den gefahrlosen Besuch durch Händler und Reisende ermöglicht, zu Wachstum und wirtschaftlicher Stärke führte.

In Storegard liegt der Volksthing, ein großer Thingplatz mit dazugehörigem Herzogspalast, der als neutraler Boden gilt, und auf dem jeder frei sprechen darf. Der Volksthing gilt als Regierungssitz Wedaniens. Hier treffen sich die Jarls und von hier aus werden Gesetze und Beschlüsse des Herzogs verkündet.

Die meisten Herzöge bevorzugen allerdings, von ihrem Hof aus zu regieren, auch wenn sie im Herzogspalast wohnen könnten. Allein weil sie sich damit de facto in einen neutralen Flecken Land begeben müssten, der völlig vom Land eines anderen Jarls umgeben ist.

Wirtschaft

Wedanien hat so gut wie keinen Export, und nur begrenzten Import, hauptsächlich durch fahrende Händler auf den Handelsstraßen. Ebenfalls gibt es kaum Binnenhandel, die meisten Erträge dienen der Selbstversorgung, seien es Landwirtschaft, Fischerei, Jagd oder Raub.

Die meisten Wedanier sind recht arm, und auch wenn nur Wenige Hunger leiden, werden Viele nicht richtig satt. Die dünne Erdschicht über massiven Granit ist nur bedingt fruchtbar, und die ständigen Auseinandersetzungen zwischen den Jarls, deren marodierende Handlanger und raubende Banden verhindern einen wirtschaftlichen Aufschwung.

Wegen der Gefahr, abseits der Handelsstraßen überfallen zu werden, findet der meiste Handel zwischen Reisenden und Einheimischen eben dort statt.

Gerade Küstenbewohner bereiten den Seefahrern und Bewohnern der Küsten des Kristallmeeres ein erhebliches Piratenproblem. Die Langboote der Wedanier sind schnell, und obwohl hochseetauglich wegen ihres geringen Tiefganges auch für Flussfahrten geeignet, und können sehr nah an einen Strand heran fahren. Die balamarische Kriegsmarine, wie auch einige private Handelsgesellschaften betreiben aktiv Jagd auf Piraten, weshalb diese sich meist von balamarischen Gewässern fern halten, und die wedanischen, südlichen und westlichen Gewässer des Kristallmeeres bevorzugen. Die typische Bootsbauweise der Wedanier, und die Assoziation ihrer Schiffe mit Piraterie bereitet ehrlichen seefahrenden Händlern erhebliche Probleme mit Vorurteilen und Angriffen durch Piratenjäger.

Kultur

In Wedanien gibt es keine einheitliche Religion. Die meisten Siedler sind aus dem südlichen Altrageria zugereist, und haben verschiedene Glauben, die sich mit der Zeit zu lokalen Religionen vermischt haben, die teils nur auf einzelne Dörfer begrenzt sind.

In vielen Regionen reicht der eigene Ertrag gerade aus um zu überleben, weshalb es sich vor allem in der Küstenregion etabliert hat, auf Raubzüge in entfernte Gebiete zu gehen. Dabei tun sich oftmals die jungen Männer eines oder mehrerer Dörfer zusammen, und befahren mit ihren Langschiffen das Kristallmeer, um Schiffe und Küstenstädte im südlichen und westlichen Kristallmeer zu überfallen. Daraus hat sich eine regelrechte Seeräuberkultur entwickelt, die weiter im Landesinneren dazu geführt, das Reisende und Händler riskieren, ausgeraubt zu werden wenn sie abseits der großen Straße unterwegs sind, was den ohnehin schwachen Handel noch mehr erschwert.

Begräbnisriten

Wedanier werden nach ihrem Tod begraben, nach 10 Jahren wieder ausgegraben, ihre Überreste verbrannt und ihre Asche ins Meer, einen Fluss oder von einem hohen Berg in den Wind geschreut.

Es heißt, ein Leichnam müsse ganz sein, damit die Seele den Körper verlassen könne. Einen Teil der Leiche zu verstecken würde die Seele verfluchen und zu ewiger Rast- und Ruhelosigkeit verdammen, bis ihr Körper wieder zusammengefügt ist. Daher gilt als höchste aller Strafen, die üblicherweise Hexen, Schwarzmagiern und Totenbeschwörern vorbehalten ist, die Verbrennung bei lebendigem Leib. Niemand könne die vom Wind davongetragene Asche je wieder zusammentragen, und der Geist des Opfers wäre einzig und allein von der Gnade der Götter abhängig.

Zeitrechnung

Wedanien hat keine eigene Zeitrechnung, sondern verwendet die altragerianische und teilweise die balamarische Zeitrechnung.

Siehe auch

Altrageria
Balamar