Taldir

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Waldläufer - Taldir Cadèl

Intime

Steckbrief

  • Name: Taldir Cadèl
  • Alter: ca. 25
  • Herkunft: Balamar / Die Feen-Seen
  • Rasse: Halb Wolf, Halb Mensch
  • Regelwerk: DNZ
  • Klasse: Kampfbegabt
  • Kaste bei der Klinge: Krieger
  • Rang bei der Klinge: Knappe
  • Zugehörigkeit: Freie Gruppe N°23
  • Status: aktiv

Erfahrung

  • Gesamt: 100 EP
  • Ausgegeben: 90 EP
  • Contage: 0 Tage
  • Status Kämpfer: Lehrling
  • Status Kräfte: Lehrling

Fertigkeiten

  • Kämpferschutz 1 (angeboren)
  • Spurenlesen 1 (angeboren)
  • Regeneration 1 (30 EP)
  • Erste Hilfe (20 EP)
  • Lesen und schreiben (20 EP)
  • Fallen 1 (20 EP)

Vorteile

  • Geschärfter Hör-, Seh-, und Geruchssinn
  • Angeboren: Spuren 1, Kämpferschutz 1

Nachteile

  • Magie - Kraftimmunitäten sind 10 % teurer
  • Starker Beschützerinstinkt gegenüber dem eigenen Rudel
  • Angst vor Magie und Feuer
  • Anfällig für Feuerzauber

Geplante Cons

Bisher keine

Vergangene Cons

Bisher keine

Hintergrund

(Die hier stehenden Informationen sind auf einem Pergament im Turm der Klinge niedergeschrieben worden
und somit für nicht Klingen - Mitglieder, sowie den Leuten, die nicht explizit IT danach suchen, nicht ersichtlich.)

Hier will ich mein Leben niederschreiben, jedenfalls der letzte Rest an Erinnerung, der mir blieb. Ungeachtet der Tatsache, dass ich wenig zu erzählen habe, hoffe ich, dass falls ich ein weiteres Mal meiner Erinnerungen beraubt werde, ich sie so niedergeschrieben, mir wieder aneignen kann... Ansonsten berichten diese Zeilen von meinen Erlebnissen.

Tief im Osten verborgen, bei den Feen-Seen gelegen, liegt ein mystisches Gebiet. In dem Seengebiet in Balamar treiben sich die unterschiedlichsten Kreaturen herum. Allerdings weiß niemand genau, was sich in den Nebeln der Region so alles verbirgt. Die Landschaft ist geprägt von seinen kristallklaren oder manchmal auch blau-grünen Seen. Hohes Gras und Schilf erschweren manchmal das Weiterkommen und auch vor Mooren ist man hier nie gefeit. Gerade im Herbst und Winter ist diese Gegend oft mit dichtem Nebel verhangen, doch im Sommer lichten sich diese und die Seen wirken wie leuchtende Bergkristalle in dem satten Grün der Flora. Menschen trifft man in dieser Gegend eher selten, dafür aber die unterschiedlichsten Wesen. Bekannt sind die Seen für ihre Population an Feen. Die kleinen Wesen genießen die Ruhe der Seenplatte, aber erlauben sich gerade im Sommer auch gerne mal einen Streich mit den Besuchern dieser Region.

Tief verborgen in dieser Region, auf einer Lichtung, als sich der Dunst der Moore langsam über den Waldboden legte und der Schleier der Nacht zusammen mit den Schatten der Bäume ein malerisches und geheimnisvolles Bild webte, herrschte eine unheimliche Stille. Nur hin und wieder trällerten Eulen ihr Lied, hier und da knackten Äste und wenn man ganz genau hinhörte, bekam man vielleicht einen kleinen Einblick, von dem Artenreichtum dieses Gebietes. Eine fast Menschliche Gestalt lag sich windend auf dem kalten Waldboden, leise stöhnend, hin und her gerissen von einem Traum. Ein Traum, der mich immer wieder plagt und bis Heute nicht verschwand:

Stets lichten sich merkwürdige Schleier, die langsam dem Konstrukt einer Höhle weichen. Massive Wände, aus kargen schwarzen Stein, runden das bedrohliche Bild ab. Die Augen aufgerissen, mit meinen Händen tastend, der Versuch zu fliehen, von der immer gleichen Steinplatte weg zukommen, auf der ich stets gebunden, fest geschnürt und hilflos da liege. Merkwürdige knurrende Geräusche nähern sich, aus der Ferne dringen Schmerzensschreie an meine Ohren. Meine verzweifelten Versuche mich loszureißen werden stärker, obwohl meine bisherigen Versuche stets zum Scheitern verurteilt waren. Dunkle Silhouetten zeichnen sich im Schein von einigen Fackeln ab, nähern sich aus jeder Richtung, bis ein Kreis entstanden ist. Viele Dunkle Schatten, die auf meinen Körper herunter starren, einige knurren, andere scheinen zu sabbern und doch scheinen sie eines gemein zu haben, vielleicht das reine Verhalten, das Animalische. Dieser Moment scheint ewig an zu dauern, niemals zu vergehen, bis sich endlich eine Gestalt aus dem Kreis hervortut und sich der Kopf langsam zu mir hinunter beugt. Die Kapuze wird zu einem Teil zurückgezogen und im schwachen Schein der wenigen Fackeln, wird ein merkwürdig entstelltes und Grausames Wölfisches Gebiss sichtbar, eine vorgeschobene Schnauze, die aus einem menschlichen Gesicht zu entspringen scheint. Tödliche Fänge sind zu erblicken, während die Panik nun gänzlich die Überhand gewinnt, mein Körper sich windet. Langsam kommt dieses „Etwas“ näher, bis schlussendlich ein Kuss entsteht. Stets fühlt sich der Kuss so wundervoll an, beruhigend und auf eine Art und Weise so, als wenn das was geschieht Richtig sei. Der Körper beruhigt sich, merkwürdig dahin schwelgend, trotz des abstruse Erscheinung, der Kuss wird inniger, bis sich die Raue und lange Zunge zärtlich zwischen meine Lippen schiebt, mein Mund sich öffnet. Plötzlich scheint eine merkwürdige Flüssigkeit in meinen Mund zu dringen, sich nach unten in den Körper stürzend. Eiskalt ist diese Flüssigkeit, metallisch schmeckend ergießt sie sich in den Magen. Schnell weicht das kalte Gefühl einem unglaublichen Brennen, als hätte man flüssiges Feuer geschluckt. Husten, gar Erbrechen will ich, während mein Körper hin und her gerissen wird und doch scheint dieses Gemisch nicht ausgestoßen werden zu können. Das Brennen und die Schmerzen wandern langsam durch meinen Ganzen Körper, ehe die Dunklen Silhouetten, die den Kreis gebildet haben, zurückweichen und mit den Schatten der Höhle zu einem schwarzen und unheimlichen Nebel werden, der sich nun über die Gesamte Situation legt und mir die unsagbaren Schmerzen und Qualen nehmen wird, bis nur noch Dunkelheit herrscht...

Mitten im Wald wachte ich wie all zu oft jaulend auf, nass geschwitzt und am Ende meiner Kräfte. Und wieder dauerte es etwas, bis die Kräfte zurückkehrten und sich ein erholsamer und guter Schlaf einstellte. Wie immer, blieb die Bedeutung des Traumes verborgen. Nur Ungewissheit und endlos viele Fragen blieben zurück, in meinem geschundenen Geist. Ich gab mich nur langsam wieder dem Schlaf hin und doch zwang mich die Müdigkeit zu Ruhen, an diesem Mystischen Ort, wo ich vor etlichen Tagen erst, genau so erwachte mit diesem merkwürdigen Wolfs - ähnlichen Ohren und einem buschigen Schweif am Steiß. Vergessen hatte ich, was vor diesem Zeitpunkt geschehen war, wie ich heiße, wer ich bin, einzig der Traum begleitet mich von nun an, mit den Zeichen der sonderbaren Verwandlung. Lange dauerte es, bis ich mich mit der Situation anfreundete, das Wesen in meinem Inneren mehr und mehr an nahm, die Vorzüge der Wandlung genoss, mit all den neuen Eindrücken...

Umherstreichend in diesem Mystischen Gebiet, mit all diesen Arten und Rassen, gingen die Monde ins Land, die spärliche Kleidung eines Jägers, die ich die ganze Zeit schon trug, wurde mehr und mehr abgenutzt, bis es mehr mein Fell war, das mich wärmte, als die Stofffetzen, die ich trug. Meine Hauptbeute wurden mittelgroße bis große Säugetiere, die ich am liebsten Roh fraß und schön blutig.

Irgendwann wurde der Drang, ein neues Revier zu erschließen und ein Rudel zu finden größer, zumal die Einsamkeit mich plagte. Irgendetwas in meinem Inneren treib mich weiter, diese Vertraute Umgebung und gute Nahrungsquelle verlassen. So verließ ich einst die Feen-Seen, als ein kalter Wind über Balamar zog, Schneebedeckte Täler und Felder, wo hin mein Auge blickte. Und mitten drin, in diesem Schauspiel der Natur, meine Einsame und merkwürdige Gestalt. Müde kämpft ich mich vor ran, durch Dünen aus Schnee und Eis, weiter einer ungewissen Zukunft entgegen und doch Abseits aller Wege, fern ab der Zivilisation. Zu groß war meine Angst, auf einem Scheiterhaufen zu landen oder gejagt zu werden, für das, was ich nun geworden war. Ich fand hin und wieder Unterschlupf in Höhlen, so dass ich nicht erfror, obwohl die Kälte so sehr an mir nagte. Irgendwann auf dieser Reise, östlich der Stadt Anur´Thal, fand ich einen gewaltigen Turm vor mir liegen, so groß und wunderschön anzusehen, in den letzten Strahlen der Abendsonne. Irgendwie stellte sich auch ein leicht Vertrautes Gefühl ein, als ich diesem Bildnis näher kam. Auch der Hunger und die Kälte trieben mich weiter, hatte ich doch so wenig Nahrung gefunden, seit dem Beginn meiner Reise. Bestaunend näherte ich mich langsam dem Turm, mich wundernd über ein solch prächtiges Bauwerk. Im Hof vor dem Turm angekommen, nahm ich die Witterung auf, schaute mich um, lauschte den Geräuschen. Stimmenwirrwarr drang an meine Ohren, fröhlich redende Menschen, der Geruch eines leckeren Mahls. Die Fahnen des Turms, mit ihrem Zeichen, diese merkwürdige Feder, interessierten mich zunächst nur wenig, zu stark beherrschten meine Tierischen Instinkte mein Handeln.

Schnell wurden die Wachen auf mich aufmerksam, traten hervor und musterten mich mit gezogenen Waffen. Mich … dieses Mischwesen aus Wolf und Mann. Sie wurden von mir mit einem Knurren begrüßt, auch wenn ich wie ein halbverhungertes Schwächliches Wesen wirken musste, war ich bereit zu kämpfen oder zu fliehen. Ich machte Ansätze zu gehen, wich langsam zurück und plötzlich tauchte ein Bild in meinem Geist auf. Genau in dem Moment, wo mein Blick auf den Wimpel der Wachen fiel, wieder diese merkwürdige Feder. Es war, als wenn ich mich selbst sehe, der den Turm gerade verlässt, nachdem ich mit einer Wache sprach. Und plötzlich war mir, als hätte ich dieses Zeichen, dieses Wappen und diesen Turm schon einmal gesehen, als kannte ich diesen Ort. Es wirkte für einen Moment vertraut, ein Gefühl, endlich wieder zu Hause zu sein. Ich brach zusammen, keuchend und leise jaulend. Völlig verwirrt ging mein Blick zum Turm, zu den Wachen. Die Wachen sahen mich verdutzt an, deuteten auf irgendetwas an mir und flüsterten sich etwas zu. Als ich ihren Blicken folgte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen, ich trug das Selbe Wimpel, das selbe Wappen, wie die Wachen. Stets, an meinem ausgefransten und kaputten Gürtel, der Wimpel der Gläsernen Klinge. Ich selbst, hatte diesen Fetzen Stoff längst nicht mehr beachtet, konnte ich ihm doch keine Bedeutung zu ordnen. Es war immer nur ein Stofffetzen, mit merkwürdiger Feder gewesen, ein Wappen, das ich nicht mehr erkannte, das ich vergessen hatte und doch nie abgelegt hatte. Völlig erschöpft von den Strapazen der Reise, fiel ich in einen tiefen Schlaf begleitet von dem immer wieder kehrenden Traum...

Der Rest ist eigentlich schnell erzählt, ich wurde in den Turm gebracht und versorgt. In langen Gesprächen mit einer Wache, die mich im Lazarett besuchte, kam heraus, dass ich ein Jäger der Klinge war, der mit den Wächtern auf den Turm acht gab. Ich war wohl immer schon gerne in den Wäldern unterwegs und brachte wohl häufig einen guten Fang mit zum Turm, bis ich eines Tages verschwand. Ich wollte wohl jagen gehen, doch hatte ich wie so oft niemanden gesagt, wo ich hingehe. Früher soll ich auch ein normaler Mensch gewesen sein, kein Halb … Wesen. Mein Name war Taldir Cadèl. Viel mehr konnte mir in den Nächsten Tagen auch niemand über mich sagen, ich war wohl ein verschlossener Einzelgänger gewesen, mehr in den Wäldern, als im Turm zu finden.

Ich nahm den Namen und meine Aufgaben wieder an, auch wenn es lange Dauerte, mich in dieses normale Leben wieder einzufinden. Doch muss ich der Gläsernen Klinge zu gute Halten, dass sie mich trotze meiner Veränderungen und meinem Oft, für sie merkwürdigen Verhalten wieder gut aufgenommen und mir in dieser schwierigen Zeit, beigestanden haben.

Und doch wird dem Leser dieser Zeilen nicht entgangen sein, dass die Zeit im Turm von mir als langweilig eracht wurde und meinem Freiheitsdrang, sowie der Suche nach einem richtigen Rudel, nicht all zu gut bekam. So brach ich bald schon vom Turm aus auf um die Freie Gruppe Nummer 23 zu finden und sich Ihnen anzuschließen, die Welt zu erkunden.

(Unterschrift, Taldir Cadèl)

Outtime

Name: Tim Foerster
Alter: 23
Wohnort: Siedlinghausen

Andere Charaktere:
Iberian Kellron (Paladin im 777. Orden der Mystra)