Leif Berren

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Steckbrief
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Intime Outtime
Name: Leif Berren Spieler: Björn
Rasse: Mensch Regelwerk: RLRW
Herkunft: Brina, Balamar Klasse: Kämpfer
Alter: 35 Contage: 34,5
Kaste bei der Klinge: Krieger EP: -
Rang bei der Klinge: Hüter, ehem. Feldwebel Magiepunkte: unmagisch
Zugehörigkeit: nicht zugeteilt Rang im RW: -
Weitere Zugehörigkeit: Brinaer Handelsgesellschaft Status: Aktiv
Gesinnung: Licht-Neutral

Leif Berren war Feldwebel im Heer der Gläsernen Klinge und ist Veteran des Ruwenien-Krieges. Gelegentlich begleitete er Expeditionen der Freien Gruppe N°23. Während er lange Zeit das Soldatenleben genoss, seinen Sold versoff und verhurte, verließ aber das Heer nach 11 Jahren als Feldwebel aus Frustration. Er spendet einen Teil seines Soldes an die Aurumkirche, ist Mitbegründer der Brinaer Handelsgesellschaft, vermittelt zwischen Klinge und Westmark und leitet die Operationen der BHG in den Orklanden.

Es zieht ihn immer wieder zum Kampf, und er genießt auf seltsame Weise das Blutvergießen, auch wenn er an sich nicht aggressiv, sondern nüchtern und abwägend ist.
Seine Nemesis ist Goda Narbenhand, untote Championesse des Khorne, mit der er befreundet war, bevor sie sich dem Blutgott zuwandte. Er ist Besitzer des Orkenmalmer.

Fertigkeiten

  • Zusätzliche Lebenspunkte: 3
  • Regeneration 3
  • Schmerzresistenz
  • Kennt keine Furcht
  • Niederschlagen
  • Erste Hilfe
  • Plattenrüstung, Waffen und Holzschilde reparieren
  • Flicken
  • Lesen und schreiben
  • Zählen und rechnen
  • Immunität gegen Schelmenzauber
  • Immunität gegen Bullshit

Wissen:

  • Magietheorie 1
  • Kriegskünste 1
  • Allgemeinwissen 1
  • Theoretische Alchemie -1
  • Flora und Fauna -1

Charakterbogen:
Datei:RLRW Leif.xlsx

Geschichte

7.45-7.46

27ter Wintertmond 7.45 - Verdammtes Tagebuch

Schon wieder sind zwei Jahre ins Land gegangen, und ich habe mein Tagebuch schwer vernachlässigt. Dabei ist so viel passiert. Ich habe das Heer verlassen, weil ich von den Kungelleien die Schnauze voll hatte, und bin jetzt einfacher Hüter. Ich habe eine Abmachung erwirkt, das ich weiter meinen Feldwebelsold bekomme und dafür kein Theater mache. Der Beförderungsstopp wäre kaum zu rechtfertigen gewesen, weil ich stets nach den Vorschriften gehandelt habe, und hätte die Verantwortlichen und das Heer weit mehr gekostet.
Momentan bin ich gar keiner Einheit zugeteilt, und schwanke zwischen der Freien Gruppe 23, die ich schon öfter begleitet habe, in der ich einfacher Krieger wäre, oder der Übernahme des Außenpostens, der nahe Brina errichtet wird, den ich als operativer Leiter unter dem Oberkommando des obersten Diplomaten der Klinge in der Westmark führen könnte. Letzteres wäre wesentlich besser bezahlt, aber sicher nicht so abwechslungsreich, wie die Freie Gruppe. Dafür würde ich auch meiner Heimat einen Dienst erweisen.

Vor Kurzem ergatterte ich einen magischen Zwergenhammer namens Orkenmalmer, der Orks schwerere Wunden zufügt, als normal, der allerdings nur in der Nähe des Ambosses funktioniert, auf dem er geschmiedet wurde. Den Amboss hat ein Schmied mitgenommen, dem darauf seine Arbeiten wesentlich leichter und besser von der Hand gehen. Wir haben Adressen ausgetauscht, und sollte einer von uns wieder nach Barai, wo ich den Hammer fand, reisen, wird er den anderen informieren, sodass der entweder ebenfalls dort hin reist, oder sein Artefakt dem anderen schickt.

Als ich nach meinem Austritt aus dem Heer einige Zeit in Brina verbracht habe, um meine Eltern und Geschwister zu besuchen, habe ich den Baron von Brina näher kennen gelernt, und auch über die Missstände dort erfahren. Fast der gesamte Holzhandel in Brina wird von irgendwelchen dreiburger Händlern betrieben, so dass die Steuern alle nach Dreiburgen gehen. Der Adel der Stadt ist entweder ausgestorben oder weggezogen, so dass der Baron relativ alleine da steht. Im Herrscherrat besteht ein Patt zwischen seinen zwei Stimmen und der je einen Stimme der zwei Ritter, die dem Markgrafen hörig sind. Und so gibt es auch keinen geeigneten Gatten für seine Tochter, die sein Amt erben wird. Ein Mann würde kaum einer Frau das Regieren überlassen, deshalb kommt dreiburgischer Adel nicht in Betracht. Ohne Mann würde das Geschlecht aber aussterben, und die Baronie würde als nicht vergebenes Lehen in die Hände des Markgrafen fallen.
Da ich mich ganz gut mit ihm verstand, und als ehemaliger Feldwebel der Klinge wahrscheinlich nach ihm der Wohlhabendste in Brina bin, kam ihm schon die Idee, ich solle mich in den untitulierten Adel einkaufen, oder zum Ritter geschlagen werden, um seine Tochter zu heiraten, und Baron zu werden. Da gibt es nur ein paar Probleme. Zum Einen besteht die Tochter darauf, selbst zu regieren, zum anderen verlangt sie, das ihr Gatte sich nicht auf irgendwelche Reisen begibt. Außerdem möchte ich mich nicht binden, und die Klinge nimmt zwar regierenden Adel auf, sieht den Aufstieg ihrer Mitglieder in regierenden Adel, und damit verbundene Interessenkonflikte, aber gar nicht gerne. Ich könnte vor die Wahl gestellt werden, entweder eine herrische (aber wirklich gut aussehende) Baronin zu vögeln, und vielleicht ein Rittergut zu bestellen, oder bei der Klinge zu bleiben.
Ich suchte also nach Alternativen, und wo findet man unverheiratete adelige Sprösslinge, die ihrem Vater eins auswischen wollen? In den unteren Offiziersrängen der Armee. Und davon gab es genug in der Kaserne der Grenztruppen. Ich musste nicht mal lange suchen, bis ich einen jungen Leutnant der Grenzwache auftrieb, der als vierter Sohn des geistbacher Grafen von Grünbund, nicht mehr als ein paar Münzen erben würde. Nicht nur das er Land und Leute der Baronie zu mögen gelernt hatte, er befand sich auch im letzten Jahr seiner Verpflichtung, und zum Ritter geschlagen und nicht regierender Baron zu werden, war mehr, als jemand wie er sich überhaupt träumen lassen könnte. Ich arrangierte also ein Treffen mit ihm und der Baronesse (die verkündet hatte, niemanden zu heiraten, den sie nicht kennen gelernt hätte) und es lief sehr gut zwischen den beiden.
So haben alle gewonnen. Der Baron bekommt einen Schwiegersohn, mit dem er einverstanden ist, die Baronesse bekommt einen Gatten, den sie herumkommandieren kann, der Zukünftige bekommt ein Rittergut, eine schöne Braut und den Titel des Barons, und ich muss weder die Alte heiraten, noch Bälger bekommen und mich auch nicht um ein Rittergut kümmern. Und die Baronie Brina wird um ein Rittergut wachsen und bekommt mit dann drei zu zwei Stimmen eine Mehrheit im Herrscherrat.

Ich kaufte in der Zwischenzeit ein Haus in Brina, und verlegte offiziell meinen Wohnsitz dorthin. So zahle ich dort zwar Steuern, habe aber einen Sitz im Stadtrat. Außerdem konnte ich den steinreichen Magier Thuwaj, den Gespielen Talithas, einer ehemaligen Flamme von mir, dazu bewegen, sich an einer Handelsgesellschaft in Brina zu beteiligen, um den Brinaer Holzhandel zumindest teilweise wieder nach Brina zu holen. Da er nicht die gesamten Kosten tragen wollte, finanzierten der Baron, der Puffbesitzer Brinas und ich selbst je Anteile des Kontors. Die Leitung übernahm der Puffbesitzer, als erfahrenster Geschäftsmann vor Ort, da Thuwaj mit 49% nicht die Mehrheit der Anteile besitzt, und sich nicht selbst um die Leitung kümmern will, sondern nur von Zeit zu Zeit berät.

Ich hörte außerdem von Problemen der Klinge mit dem Markgrafen. Die Klinge unternimmt zuletzt wieder verstärkt Expeditionen zu den antiken Ruinen in der Westmark, da der Posten des obersten Diplomaten momentan aber unbesetzt ist, müssen die Expeditionsleiter selbst mit dem Markgrafen über die Konditionen der Expedition verhandeln, was beiden Seiten Kopfschmerzen bereitet. Gerade Bibliothekarus von Eschenbach, ein der wichtigsten Expeditionsleiter der Klinge und Experte für die Westmark, hat kein Interesse an Verhandlungen, und auch kein Geschick, der Markgraf will aber keine wilden Ausgrabungen, und vor allem eine Gebühr. Da ich ohnehin vor Ort war, bot ich dem Expeditionsleiter an, die Verhandlungen als Mittelsmann zu unterstützen - zum Einen bin ich Mitglied der Klinge, zum anderen Westmärker Bürger. Der Markgraf war ganz froh darüber, mal mit jemandem zu verhandeln, der nicht in Robe, sondern in Rüstung vor ihn tritt, und die Gepflogenheiten des Landes kennt. Es gelang mir nicht nur, einen pauschalen Vertrag auszuhandeln, in dem die Berechnung der Abgaben festgelegt ist, ich erlangte auch die Erlaubnis, maximal drei Expeditionen gleichzeitig auszuführen, die aber - zur Schonung der Bevölkerung und der Tiere und Pflanzen - in unterschiedlichen Lehen stattfinden müssen. Außerdem müssen "zivile" Arbeitskräfte zunächst aus den umliegenden Siedlungen angeworben werden, und erst wenn dort keine mehr zu finden sind, dürfen Klingen-Arbeiter aus Anur'Thal und Umgebung geholt werden. Obendrein sollte der Posten des obersten Diplomaten wieder besetzt werden, und es sollte ein Außenposten der Klinge in der Westmark errichtet werden, der die Belange der Klinge dort organisiert, insbesondere was Expeditionen und die Orklande angeht. Ich erdreistete mich, Brina als Standort für den Außenposten vorzuschlagen, was sogleich genehmigt wurde. Der Bau hat bereits begonnen, und ich bekam das erwähnte Angebot, den Posten des Leiters des Außenpostens zu übernehmen.

11ter Lenzmond 7.46 - ein Zwischenstand
Es läuft alles wie geschmiert, die Brinaer Handelsgesellschaft läuft gut, und ich bin zuversichtlich, binnen dreier Jahre meine Investition zurück zu haben. Der Graf von Grünbund, der Vater des Barons zu Brina und Ritter von Grünbund in spe hat sich mit dem Baron angefreundet, und unterstützt unsere Sache. Seine markgräfliche Hoheit von Dreiburgen soll außer sich sein. Nicht nur, das er politisch durch ein neues Lehen in Bedrängnis gerät, er hat die wirtschaftliche Vormacht in der westlichen Westmark verloren, und wird sich bald vor dem König rechtfertigen müssen, denn sobald der Junge zum Ritter geschlagen wurde, wird die brinaer Mehrheit im Herrscherrat eine Beschwerde an seine Majestät richten. Obendrein hat er einen Diplomaten der Klinge an seinem Hof, der ihn in allen Fragen berät, ob er will oder nicht. Vielleicht schafft die Westmark ja den Sprung von der ärmlichen Provinz zur modernen Mark.

Ich habe lange darüber nachgedacht; dieser ganze Politikscheiß ist zwar ganz interessant, aber mir eigentlich zuwider. Anstatt das man gleich das richtige tut, nein, man versucht sich auf Kosten anderer zu bereichern. Widerlich, und je nach Auslegung Sünde. Ich habe beschlossen, die Leitung des Außenpostens nicht zu übernehmen. Überhaupt will ich mich aus der Politik und Diplomatie wieder etwas zurückziehen. Im Herzen bin ich Krieger und nichts anderes. Ich habe Jahre damit verbracht, hinter Schreibtischen zu sitzen und Idioten zu verwalten, das hat genügt. Ich will mich nun vollends dem Kampf widmen und die Kriegskunst erforschen. Ich habe mir einen schicken Eineinhalbhänder gekauft, und mache einige Kurse zur Auffrischung. Wenn ich davon genug habe, werde ich wohl endgültig der 23ten freien Gruppe beitreten.

29ter Ostermond 7.46 - Unterwegs
Die letzten zwei Monate habe ich mit Kursen und einigen Kurzreisen nach Brina verbracht, und mich nach zukünftigen Beschäftigungsmöglichkeiten umgesehen.
Der Baron von Brina würde mich sofort als Hauptmann in seine Garde aufnehmen. Ich könnte auch zur Armee zurück und als Korporal wieder einsteigen und schnell zum Feldwebel aufsteigen, oder als Leutnant eine Offizierslaufbahn beginnen. Mit meiner Erfahrung könnte ich dort sehr schnell aufsteigen. Auch beim Heer der Klinge könnte ich - in einem anderen Regiment als dem 4. - eine Offizierslaufbahn beginnen. Wir, von der Brinaer Handelsgesellschaft, werden in Bälde einige Expeditionen ins Orkland zusammenstellen, und Thuwaj drängt darauf, das ich die Leitung übernehme. Aber Söldner werden oder zumindest mit Söldnern arbeiten? Außerdem will Thuwaj die Erkenntnisse der Expedition an die Klinge verkaufen, das könnte einen Interessenkonflikt geben. Vielleicht kann ich da eine Kooperation zwischen Klinge und BHG erwirken.
Ich bin also noch immer unentschlossen, was ich mit mir anfangen soll.

10ter Blumenmond 7.46 - Söldnerhauptmann Berren
Ich habe zugestimmt, die Expedition in die Orklande zu leiten. Wir haben insgesamt 230 Bewerber, aus denen ich 150 auswählen werde. Dazu machen wir ein paar Manöver mit der Grenzwache. Die freuen sich über ein bisschen Abwechselung. Ich weiß ja nicht, ob wir wirklich 150 Mann brauchen, aber Thuwaj besteht darauf. Wir sollen Stärke zeigen. Wir haben außerdem fünf Magier und drei Alchemisten anwerben können. Und einen Tross von 50 Leuten, aber man hat die wahrscheinlich billigsten Huren von ganz Balamar angeworben. Ob das mal gut geht.
Wir brechen in zwei Wochen auf, bis dahin werde ich hoffentlich etwas Disziplin und Zusammengehörigkeit in diesen Haufen gebracht haben. Ich weiß nicht, wo Thuwaj die aufgetrieben hat, die kommen jedenfalls aus ganz Balamar, und manche sind Ausländer. Die meisten haben zwar ihre fünf Jahre bei der Armee gedient, aber keiner hat wirklich Erfahrung als Söldner oder Mietklinge, geschweige denn Kampferfahrung.
Ich bin gespannt was die nächsten Monate bringen. Unser Auftrag lautet: Aufklären, Kartographieren und Friedensabkommen schließen.

25ter Wintermond 7.46 - Erste Expedition in die Orklande
Wir sind gerade aus den Orklanden zurück, und ich musste nur Fünf Söldner kalt machen. Und drei haben geklaut und wurden gelyncht.

Letzten Endes hätten wahrscheinlich 50 Söldner gereicht. Kein Orkdorf hatte insgesamt, also mit Frauen, Kindern und Alten, mehr als 50 Einwohner. Aber Masse und mit Wappenröcken uniformiertes Auftreten beeindruckt die Orks meistens so sehr, das es gar nicht zu einer Schlacht kommt. Nur zwei Dörfer mussten wir komplett niederbrennen. Es macht die Sache echt einfach, in einem Land ohne Gesetz zu arbeiten, wo man seine Regeln selber aufstellen kann. Schwer ist nur, 150 Söldner am schänden und plündern zu hindern, wenn die Trosshuren scheiße sind. Wir wollen schließlich nicht am nächsten Orkkrieg schuld sein. Nächstes Mal nehmen wir nicht die billigsten Nutten, die wir finden können. Huren sollte niemand aussuchen, der die nicht auch ficken muss.

Meistens kommt es aber garnicht zur Schlacht. Die Orks haben einen Ehrenkodex, nach dem der Häuptling den Anführer der Angreifer herausfordern kann. Wenn der annimmt ist das Duell stellvertretend für den Kampf. Die anderen Orks des Stammes respektieren das Ergebnis. Der Sieger des Duells erbt den persönlichen Besitz des Unterlegenen, wahlweise inklusive seiner Frau, und kann den Stamm entweder in seinen Stamm integrieren, oder einen neuen Häuptling als Statthalter einsetzen, und wird damit zum Großhäuptling, also einem Häuptling der über mehrere Stämme herrscht.

Den ersten Stamm auf den wir trafen haben wir einfach ausgelöscht, um Stärke zu demonstrieren. Das war eine spontane Entscheidung, nachdem sie uns zuerst angegriffen haben. Wir haben alle erschlagen, Männer, Frauen, Alte und Kinder. Ihre Vorräte geplündert, soweit die nützlich waren, und das Dorf nieder gebrannt.
Wir haben uns mit der Weiterreise etwas Zeit gelassen, damit die anderen Stämme Späher schicken konnten, um zu sehen was die Rauchsäulen zu bedeuten haben. Der zweite Stamm auf den wir trafen hat sich friedlich verhalten, und der Häuptling hat mich herausgefordert. Ich habe mir die ganze Sache erklären lassen. Diese Orks sind zwar nicht weniger gewalttätig als andere Orks, doch gilt das Gesetz des Stärkeren. List verabscheuen sie, und greifen niemals an, ohne dem Gegner Zeit zu geben sich vorzubereiten. Darum kennen sie auch keine Pallisaden, deren Zweck über das Abhalten von gefährlichen Wildtieren hinausgeht. Da der Häuptling als der Stärkste gesehen wird, gilt jemand der den Häuptling besiegen kann als stärker als alle anderen im Stamm. Natürlich steht es jedem frei, den Häuptling zu jeder Zeit herauszufordern, um seinen Platz einzunehmen. Diese Herausforderungen dienen in erster Linie dazu, unnötiges Blutvergießen zu vermeiden, denn was ist der Häuptling eines Haufen von Leichen schon wert. Im Alltag entscheidet die Faust darüber, wer Recht hat. Nur Kämpfe zwischen Häuptlingen pflegen auf Leben und Tod zu sein.
Ich habe mir für die Duelle diverse Tränke, und Schreckenswaffenfoki herstellen lassen. Den Orkenmalmer vermag ich zwar nicht zu aktivieren, aber er nimmt Verzauberungen an, wenn es gegen Orks geht. Ich habe die stille Hoffnung, das eine ausreichend dicke Schicht Orkblut ihn auch ohne den Amboss aktiviert.

Ich habe jedenfalls diesen ersten Häuptling erschlagen und seinen Krempel und Frau geerbt. Mit der Frau hatte ich noch Glück, eine der wenigen Orkinnen, die nicht hässlich sind wie eine grüne Kuh (deshalb wahrscheinlich die Frau des Häuptlings), und besser als diese verdammten Huren allemal. Und so habe ich eine Expertin für Orks dabei, die mir deren Gepflogenheiten erklären kann, und dank der ich mir keine Krankheiten von den Trosshuren hole.

Wie auch immer, wir haben die Gegend kartographiert und den Orks unseren Frieden aufgezwungen. Unsere Arbeiter können dort relativ sicher Holz schlagen, die meisten Dörfer sind bereit, mit uns zu handeln, und 60 der besseren Söldner haben wir fest eingestellt, um zu patrouillieren und unsere Arbeiter und Händler zu schützen. Die acht Stämme sehen mich als ihren Großhäuptling an, eine Rolle mit der ich noch nichts anzufangen weiß. Und sie auch nicht. Ein Mensch der über Orks herrscht? Klingt nach einem Superbösewicht aus einem Schundroman. Ich lasse sie ihr Ding weiter machen, Hauptsache sie halten sich an die Abmachungen.

Ich genieße jetzt erstmal richtiges Essen, ein richtiges Bett und richtige Nutten, lasse mich dann entlausen und gehe im neuen Jahr zum Turm, bin schließlich noch immer Hüter und sollte mich mal wieder melden. Meine Orkfrau habe ich mitgenommen, offiziell ist sie meine Dienerin. Ich war mir lange nicht sicher, was ich mit ihr anfangen soll, aber sie besteht darauf mein Eigentum zu sein. Da ich sie jedoch bezahle gilt sie weder als Sklavin noch als Ehefrau, weder vor dem Gesetz noch vor der Kirche. Habe mich dahingehend beraten lassen. Sie meint, das sie um ihr Seelenheil fürchten müsse, wäre sie nicht absolut loyal. Eine komische Geschichte, aber die Orks weigern sich, über ihre Religion zu reden, allen voran die Schamanen.

Die Klinge bietet mir immernoch eine hohe Position im neuen Außenposten in der Westmark an. Ich könnte aber auch zum Heer zurück oder zur balamarischen Armee und Offizier werden. Ich fühle mich aber irgendwie auch den Orks gegenüber verpflichtet. Auch wenn sie kaum besser sind als Tiere, bin ich in ihren Lebensraum eingedrungen und habe ihre Normalität zerstört.
Meine Partner planen schon die nächste Expedition zur Erkundung der alten Straße durch die Orklande nach Westen. Ich denke ich werde das wieder übernehmen, auf die Klinge habe ich momentan keine Lust. Ich verkaufen denen lieber die Ergebnisse.

Lebenslauf

  • 7.12/474n - Geburt in Brina
  • 7.28/490n (16J) - Eintritt in Balamarische Armee
  • 7.33/495n (21J) - Austritt aus Balamarischer Armee als Korporal
  • 7.33/495n (21J) - Eintritt in die Klinge als Gefreiter
  • 7.34/496n (22J) - Beförderung zum Korporal
  • 7.34/496n (22J) - Beförderung zum Feldwebel
  • 7.40/502n (28J) - Einsatz im Ruwenischen Krieg
  • 7.40/502n (28J) - Erstmalige Reise mit 23ter freien Gruppe
  • 7.45/507n (33J) - Austritt aus Heer der Klinge
  • 7.45/507n (33J) - Mitbegründer der Brinaer Handelsgesellschaft
  • 7.46/508n (34J) - Erste Expedition in die Orklande