Grom (Hintergrund)

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Hauptartikel: Grom
Zusatzinformationen: Rhuul

Vorgeschichte

Grombald Burison, der meist nur Grom genannt wird, wurde in einem Dorf in den nördlichen Wäldern eines Landes dessen Name nicht von Belang (und Grom unbekannt) ist, vor ungefähr vierundzwanzig Jahren als Sohn von Buri Golson und Fala, die aus einem südlichen Land stammte, geboren. Er hatte noch einen Zwillingsbruder, Gjolf und eine ältere Schwester, Gunlöd. Der Stamm dem er angehörte gehörte wiederum den Skovhednar an, ein Volk von Berserkern (im klassischen Sinn), das in direkter Linie von Sejrir, dem Gott des Krieges abstammt, also göttliches Blut hat (aus Gründen der Fairness wirkt sich das aber kaum auf Grom aus, außer auf sein Dasein nach dem Tod und Wiederbelebbarkeit). In seiner Jugend lernte er nicht nur zu kämpfen, sondern nahezu alles was man zum Leben braucht. Außer kochen. Dafür lernte er zwei weitere Sprachen die in anderen Ländern gesprochen werden. Zum einen die Muttersprache seiner Mutter (Englisch, kein Drowisch)) und Teile einer Sprache, die sein Vater auf Reisen gelernt hatte (Deutsch).
Als er fünfzehn war wurde sein Stamm von einer Gruppe von Rittern überfallen, die versuchten ihren eigentümlichen Glauben an nur einen Gott mit dem Schwert zu verbreiten, nachdem ihre Versuche auf herkömmliche Weise zu missionieren in anderen Dörfern, weiter im Süden des Waldes, kläglich gescheitert waren. Trotz der Übermacht, und gestärkt von ihrem göttlichen Blut, besiegten die Skovhednar die Ritter, ohne selbst Verluste hinnehmen zu müssen. Es wurden aber einige verletzt, darunter auch Grom, der eine Stichwunde an der Schulter davongetragen hatte.
Das war wohl der Grund, warum man beschloss ihn vorzeitig auf die Blut- oder auch Schwertweihe mitzunehmen, ein neuntägiges Fest, das einmal im Jahr, Anfang September stattfand, und zu dem die Männer der Stämme gingen um Thing zu halten und den Göttern, allen voran ihrem Stammesgott Sejrir, zu huldigen und Opfer darzubringen.
Auf dieses Fest wurden für gewöhnlich die Jungen mitgenommen, sobald sie sechzehn waren, und die als Männer zurück kamen. Grom sollte also vorzeitig mit. Warum verstand er nicht genau, die Schamanen hatten zwar versucht es ihm zu erklären, aber er wusste nur, daß es etwas mit seiner Verletzung zu tun hatte.
Es wurde September, und die Weihe stand an. Während der Weihe war es verboten den Wald zu betreten, denn zu dieser Zeit ließ Skorvir, der Gott des Waldes und erstes Leben, Kreaturen aus der Vorzeit aus den Tiefen des Waldes los, um die, während dem Fest weitgehend ungeschützten, Dörfer vor Feinden zu schützen. Diese Kreaturen konnten aber schlecht zwischen Freund und Feind unterscheiden, also war es auch denjenigen, die im Dorf blieben verboten den Wald zu betreten. Einzig die die zum Fest gingen konnten gefahrlos in den Wald, sofern sie auf den Wegen blieben.
Mitte September zogen die Männer in der Frühe los. Sie nahmen nichts mit außer ihrer Kleidung und ihren Waffen. Grom hatte das Kurzschwert seines Vaters, und dieser trug einen gewaltigen Zweihänder, den er von einer Reise mitgebracht hatte, und den er jetzt weihen wollte. Sie gingen zunächst auf einem Pfad, der zum nächsten Dorf führte, bogen aber bald in einen alten, und wenig begangenen Pfad ein, der zu einem Steinkreis führte, der dort schon ewig zu stehen schien. Die Skovhednar maßen den Steinen normalerweise keine Bedeutung bei, trotzdem hatte man den Kindern strengstens verboten dort zu spielen. Daß sie es doch getan haben muss wohl nicht erwähnt werden. Grom wusste also wohin sie gingen, doch kam ihm das seltsam vor, denn wie gesagt, wurden die Steine normalerweise nicht beachtet, und es sah dort auch nicht so aus, als würde dort regelmäßig ein Fest gehalten. Schon gar keines von diesem Ausmaß.
Sie gingen aber tatsächlich zu dem Steinkreis und stellten sich im Kreis um ein großes Feuer auf, das einer der Schamanen schon dort entfacht hatte. Grom spürte mit einem Mal das dringende Bedürfnis die Augen zu schließen und geschlossen zu halten und bald begannen die drei Schamanen des Stammes um das Feuer herum zu tanzen und in einer Sprache zu singen, die Grom nicht verstand (Was sie bei jeder Gelegenheit taten, die sich ihnen bot). Groms Zeitgefühl ging ihm völlig verloren, aber er war außer Stande die Augen zu öffnen oder sich sonst zu bewegen bis die Lieder endeten.
Er fand sich in einem Steinkreis wieder, der dem bei seinem Dorf zwar ähnelte, aber nicht der gleiche war. Die Steine waren stärker mit Moos bewachsen, und das Gras in ihrer Mitte war nieder getrampelt, so als ob weit mehr als nur diese Männer hier gestanden hätten. Der wichtigste Unterschied war aber, das sich der Kreis am Ende einer tiefen Schlucht befand, mit fast senkrechten schroffen Felswänden, die weit in den Himmel wuchsen, und die von den Wipfeln gewaltiger, dunkler Bäume erhöht zu werden schienen. Außerdem war es schon nach Mittag, dem Stand der Sonne nach zu urteilen.
Es gab nur einen schmalen Pfad, der aus der Schlucht herausführte, und dann sofort vom dichten Wald verschluckt zu werden schien.
Sie gingen diesen Pfad entlang und rings um sie schienen gierige Augen und Mäuler nur darauf zu lauern, das einer vom Weg abkam.
Am späten Nachmittag erreichten sie eine Lichtung, auf der eine Hütte stand, die ganz aus Holz, und das Dach war mit Gras bedeckt. Wie bei festen Häusern so üblich war es ein Stück weit in den Boden hinein gebaut, sodass die Fenster nur knapp über dem Boden waren.
Abends wurde ein Gelage gehalten, bei dem sich herausstellte, das das Haus von innen deutlich größer war als von außen, denn es saßen bestimmt hundert Männer im Saal, und es waren noch nicht alle Stämme eingetroffen.
Sie waren dort aber nicht alleine. Feen sorgten für Unterhaltung, Alben* trugen Essen und Getränke herein und Kobolde, die nur selten aus den hinteren Räumen kamen, scheinen für die Zubereitung der Speisen zuständig zu sein.
Das Fest verlief die ersten Tag für Grom fast gleich, denn er hatte nicht viel zu tun. Er freundete sich aber mit einer der Feen an. Erst am siebten Tag wurde es für ihn spannend, denn da sollte er geweiht werden. Das bestand hauptsächlich aus Singsang der Schamanen, und daraus das er mit dem Schwert seines Vaters einen Ochsen schlachten und von dessen Blut trinken sollte. Dadurch wurde Grom zum Mann und das Schwert wurde Seins.
Im Anschluss daran gab es wieder ein Gelage, nur diesmal größer als die Tage zuvor. Und man mischte Blut in den Met. Oder teilweise Met in das Blut (von Rindern).
Grom wachte mitten in der Nacht auf. Er hatte das Gefühl sein Kopf würde platzen und er hatte das dringende Bedürfnis nach draußen an die frische Luft zu gehen. Obwohl er davor gewarnt worden war ging er also vor die Tür. Als er nichts Bedrohliches feststellen konnte ging er ein Stück weiter auf den Waldrand zu. Und noch ein Stück. Und noch ein Stück. Und dann stand er drinnen.
Als sich die Zweige hinter ihm schlossen beschlich ihn ein ungutes Gefühl, und er ging zurück, doch hinter den Zweigen war keine Lichtung mehr, nur dichter, finsterer Wald.
Er suchte an den Tagen danach noch lange nach der Lichtung, oder dem Weg, über den sie gekommen waren, oder den Steinkreis. Aber er fand nichts davon.
Es war überall nur Wald um ihn herum, und so ging er, weil ihm nichts Besseres einfiel, einfach gerade aus.
So vergingen viele Jahre, in denen er nie länger als ein paar Tage an einem Ort blieb. Er kam in das Gebirge, in schneebedeckte Höhen. Er kam aber auch in die Niederungen, wo die Luft und der Boden ständig feucht sind. Er verlor mit den Jahren sein Zeitgefühl, und kann heute nicht sagen wie lange er wirklich im Wald verbrachte. Er ernährte sich von allem was er fand, von Blättern, Gräsern, Früchten, Pilzen, und wenn er es schaffte eins zu fangen auch von Tieren. Das seine wahllosen Essgewohnheiten nicht immer gesund für ihn waren versteht sich von selbst, aber entweder er hatte Glück, oder ein Gott hat ihn beschützt, zumindest hat er überlebt. Wenn auch nicht ganz unbeschadet. Giftige Pflanzen und mangelndes Training ließen ihn so gut wie alles vergessen, was er früher gelernt hatte.
So ging es noch lange, bis er eines Tages ziellos in Richtung der Mittagssonne ging, seine Kleidung war längst zerfetzt und er hatte nur noch sein Schwert übrig, als er mit einem Mal das Gefühl hatte eine unsichtbare Grenze überschritten zu haben. Der Wald wurde von einem Schritt auf den anderen lichter und heller. Er drehte sich um, und hinter ihm war es genau so. Er hatte im Wald schon so manche eigenartigen Dinge erlebt und schob das komische Gefühl auf die Pilze die er vor einer halben Stunde gegessen hatte und ging weiter Richtung Mittagssonne.
Er staunte nicht schlecht als er auf einmal am Waldrand stand. Vor ihm breitete sich eine Wiese aus, zu groß um eine Lichtung zu sein. Außerdem stand ein Stück in Richtung Abendsonne eine windschiefe Hütte, zu der ein Weg hinführte. Voll Staunen ging Grom dort hin und war überglücklich dort einen anderen Menschen vorzufinden. Dieser war zwar alt und komisch gekleidet aber er war immerhin ein Mensch. Dieser schien aber weit weniger von Groms Anblick begeistert zu sein als umgekehrt. Er schrak zurück und nachdem sich der erste Schreck gelegt hatte nahm er eine hölzerne Mistforke und drohte Grom damit. Wer sollte es ihm auch verübeln sich vor einem beinahe nackten, total verdreckten und unrasierten Mann mit einem Schwert in der Hand zu fürchten. Er kreischte etwas in der Sprache die sein Vater ihn einst gelehrt hatte, und von der er das meiste vergessen hatte (Deutsch). Er verstand nur „über“, „Leiche“, „nie“ und „weg“. Damit konnte er nichts anfangen und ging weiter auf den Alten zu. Dieser stach mit seiner Forke nach Grom und ritzte ihn am Arm. Grom verstand zwar seine Worte nicht, aber diese Geste verstand er, schlug die Forke zur Seite und den Mann tot.
Nachdem er die Vorratskammer des Alten geplündert und seinen Hunger gestillt hatte begann er das Haus zu untersuchen, ob sich etwas Nützliches finden ließe. Er fand schließlich Hemd, Hose, Schuhe und so weiter. Dazu in einer Truhe einen ledernen Kampfrock und ein Kettenhemd, das schon lange dort gelegen haben musste, aber immer noch glänzte. Der Alte musste also ein Krieger gewesen sein.
Er verbrachte die Nacht dort und wäre am nächsten Tag am liebsten im Bett geblieben. Er hatte schließlich seit Jahren nicht mehr in einem Bett gelegen.
Er wollte aber weiter und sehen ob es noch mehr Hütten gab, vielleicht mit Bewohnern die sich nicht so leicht erschreckten. Bevor er aufbrach bestattete er den Alten im Feuer, wie das bei seinem Stamm mit Kriegern so üblich war. Danach ging er weiter und kam am Nachmittag in ein Lager von Soldaten. Sie nahmen sich seiner an, gaben ihm zu essen und zu trinken und versuchten mit ihm zu reden. Es waren nicht nur Krieger da, sondern auch Zauberer, Schützen und andere Unbewaffnete. Unter ihnen trugen manche einen Wappenrock, manche aber was ihnen anscheinend gefiel. Sie trugen aber alle ein kleines schwarzes Wappen, mit einer Feder und einem blauen Kreis dahinter und hellgrauem Rand, irgendwo an ihrer Rüstung oder Kleidung.
Sie hörten irgendwann auf zu versuchen auf Grom einzureden, weil sie einsahen daß das zu nichts führen würde. Sie ließen ihn frei im Lager herum gehen, wobei immer Einer ein Auge auf ihn hatte. Sie sprachen mit ihm, und versuchten ihm Begriffe aus ihrer Sprache zu erklären, hielten Gegenstände hoch, zeigten darauf und sagten den Namen dieses Gegenstands. So ging es ein paar Tage, bis Grom sich mithilfe der Leute die er gefunden hatte soweit an diese Sprache, die er ja schon einmal gelernt hatte, erinnerte um zu verstehen was man von ihm wollte und sich selbst verständlich zu machen. Jetzt wollten sie doch wissen woher er käme, warum er ihre Sprache nicht spreche, warum ein dreckiger Mann, den sie, wie sie sagten zunächst für ein Wesen namens „Ork“ gehalten hatten, in so sauberer Kleidung herum liefe und so fort. Grom erzählte also so gut es ging, glaubte aber nicht daß sie viel verstanden hatten.
Von ihnen erfuhr Grom, das er sich im Norden eines Landes namens Balamar befand, und das sie einem Orden namens „Die Gläserne Klinge“ angehörten, einem Orden, der danach trachtet Wissen aller Art zu sammeln. Sie sagten, das sie eine freie Gruppe wären, die auf dem Weg zurück zu ihrem Turm bei einer Stadt namens Anur´Thal sei, und ihn mitnehmen würden, wenn er wollte. Er hatte nichts Bestimmtes vor und schloss sich ihnen an und sie machten sich auf den Weg zu diesem Turm.
Als sie weiter nach Süden kamen, so nannten diese Leute die Richtung der Mittagssonne, taten sich große Felder vor ihnen auf, auf denen Bäume wuchsen, die doppelt bis dreimal so hoch waren wie ein Mensch, und an denen längliche Früchte wuchsen, in denen kleine braune Kerne steckten. Sie nannten diesen Baum Kakao und machten aus ihm eine braune Masse, die sie in die Form von kleinen Tafeln brachten und „Balamade“ nannten und die süß schmeckt und einen stärken kann, wenn man sich matt fühlt.
Am Horizont konnte man bereits die Spitze eines Turmes sehen, und Grom dachte sie wären bald da, aber trotzdem brauchten sie noch einen Tag, während dem der Turm immer größer wurde, aber sein Fuß immer noch hinter den Hügeln verborgen war. Der Turm war schon so groß das Grom dachte diese Schokolade würde ihm genauso wenig bekommen wie die roten Pilze mit den weißen Punkten, als sie über eine Hügelkuppe traten und sich vor ihnen ein weites Tal erstreckte, in dem eine Stadt stand, die im Vergleich mit dem riesigen Turm, der daneben stand winzig wirkte.
Im Turm angekommen wurde Grom nochmals ausgefragt, woher er sei, was er in diesem Land mache, was er in diesem Land wolle, was er über das Land wisse und so fort.
Man erzählte ihm aber auch vieles über Die Gläserne Klinge, über das Land und vieles andere. Am Ende fragte man ihn, was er jetzt zu tun gedenke, und weil er nichts Besonderes vor hatte, schlug man ihm vor der gläsernen Klinge beizutreten. Er willigte ein und man teilte ihn einer anderen Gruppe innerhalb der Klinge zu.

Reisen

Artarien (Legenden Artariens 4)

Mit einigen aus dieser Gruppe machte er sich auf in das Land Artarien. Warum genau sie dort hin gingen verstand er nicht wirklich, aber es herrschte dort wohl Krieg und man gedachte sich daran zu beteiligen. Sie fuhren mit einem Schiff dorthin, was Grom, obwohl er noch nie auf einem Schiff gewesen war, weniger Schwierigkeiten bereitete, als einigen anderen, die zwar schon öfters auf einem Schiff waren, sich dafür aber die meiste Zeit über die Reling lehnten. Als sie auf Artarien ankamen wurde ihr Schiff von einem großen Gegenstand, der durch die Luft flog versenkt, kaum das sie von Bord waren. Sie durchquerten die Stadt und gingen durch einen Tunnel aus der Stadt hinaus, und kaum das sie draußen waren stürzte der Tunnel ein. Bei ihnen waren noch andere, die nicht zur Klinge gehörten, und auch nicht aus Balamar stammten, sich aber auch an diesem Krieg beteiligen zu wollen schienen.
Sie gingen ein Stück den Weg entlang, auf der Suche nach einem Schlafplatz und einer Möglichkeit die Verletzten zu versorgen. Sie waren nur ein Stück gegangen, als ein Etwas aus dem Unterholz am Weg sprang und sie angriff. Es war Nacht, und so konnte Grom nicht sehen was das war. Sie versorgten die Verletzten so gut es ging und gingen weiter, bis sie Lichter von Feuern sahen, ein Stück weit hinter einer Weggabelung. Sie schickten Kundschafter los, damit diese feststellen sollten, wer dort in dem Lager war, und wie viele.
Als die Kundschafter zurück kamen berichteten sie von einigen Anhängern des Chaos, die sich im Lager aufhielten. Da sie in der Überzahl waren beschlossen sie das Lager anzugreifen und es für uns zu erobern, was ihnen auch nach einem kurzen Kampf gelang. Nachdem sie die Zelte auf schädliche Hinterlassenschaften des Chaos überprüft hatten nahmen sie die Zelte in Besitz. In dem Zelt, das Grom zusammen mit einem Krieger namens Tolgan besetzte fand er ein gutes Paar Lamellenschultern aus Leder und ein Paar lederne Armschienen. Die anderen Mitglieder der Klinge, die dort waren der Halbelf Melethron, der Krieger Asgar, der Abenteurer Gander und eine Art magischer Harlekin namens Fröhlich, der ständig guter Laune war und vor sich hin kicherte und dessen Begleiterin und Aufpasserin Tamari. Es kamen immer wieder Untote des Chaos in das Lager um für Unruhe zu sorgen. Einmal kam ein Champion des Chaos mit ein paar Begleitern und begann eine Diskussion mit einem Magier, der einen Gott namens Ignis anbetete. Von den Dingen über die sie diskutierten verstand Grom nicht viel, es ging wohl darum welcher Gott der einzig Wahre sei. Völliger Unsinn, nach Groms Auffassung. Wusste er doch genau das Frumran der höchste der Götter ist. Aber vielleicht waren das nur andere Namen für den gleichen Gott?
Irgendwann bekam Grom zu viel davon und ging zu den Zelten die die Klinge besetzt hatte zurück, und traf dort auf die Anderen, und sie stellten fest das Tamari entführt worden sein musste, zumindest war sie nicht mehr da, und sie hatte niemandem gesagt das sie wegzugehen gedenke. Man entschloss sich, aufgrund der Dunkelheit und der unbekannten Größe des feindlichen Heeres den Morgen abzuwarten, bevor man sich auf die Suche nach Tamari begeben würde.
Dazu sollte es aber vorerst nicht kommen, denn früh am Morgen zog das Chaos eine magische Barriere, die sie selbst zwar durchschreiten konnten, die für die Eingeschlossenen und deren Waffen undurchdringlich war. Es machten auch Gerüchte über eine Stele die Runde, die irgendetwas mit einem Gott zu tun hätte, was Grom aber nicht verstand.
Erst nach Mittag gelang es den Magiern die Barriere aufzuheben, nachdem die Krieger vergeblich versucht hatten die Wand sowohl mit Waffen einzuschlagen, ein zu springen und mit dem Kopf eines Freiherren, der mit von der Partie war, einzuschlagen. Auch der Versuch eines Satyrn, die Wand mit einem Liebeszauber zu belegen führte nur dazu, das die einen die Wand lieb hatten, was wiederum zu schmerzen in empfindlichen Körperteilen führte, und die anderen sich gegenseitig lieb hatten, was auch nicht wirklich von Vorteil war.
Als die Barriere dann aufgehoben war, gab es immer wieder Kämpfe, meist auf den Wegen, und Grom merkte schnell das er trotz seines relativ kurzen Schwertes in der zweiten Reihe besser aufgehoben war, zumindest bis er einen Schild hätte und seine Kampfkunst weiter trainiert hätte.
Am Nachmittag versuchten die Magier diese Stele zu finden, und damit sie dabei ungestört blieben mussten die Krieger das Chaos mit Zweikämpfen um die Gefangenen des Chaos austragen.
Als die Magier feststellten, daß die Stele wandert und ständig ihren Standort wechselt, kamen die Krieger zurück ins Lager.
Einmal besetzte das Chaos eine kleine Hütte, die neben dem Lager stand und als Taverne benutzt wurde, und wurden Prompt mit einer magischen Barriere darin eingesperrt. Die Klinge nutzte die Chance und ging los zum Lager des Chaos um zu sehen ob man nicht jetzt die Gefangenen befreien könne, stand dort aber immer noch einer Überzahl samt Champion gegenüber und ging unverrichteter Dinge zurück ins Lager.
Da der Magier die Barriere nur vor der Brücke, die zu der Taverne führte gezogen hatte, entkam das Chaos über den Balkon. Kurz darauf gelang es den Magiern die Stele im Lager erscheinen zu lassen, und wenig später erschien Artarius, der Schöpfer des Landes. Sie sagten er wäre ein Gott, aber Grom glaubte eher er wäre ein mächtiger Geist, oder ein Gott aus dem Gefolge eines Anderen. Er fragte ihn aber nicht, um nicht Gefahr zu laufen ihn zu verärgern.
Artarius wollte das Opfer von drei Männern, und als diese bestimmt waren ging Artarius, dem man von den Gefangenen berichtet hatte mit den anwesenden Mitgliedern der Klinge und einigen Anderen zum Lager des Chaos um die Gefangenen zu befreien. Mit Hilfe von Artarius waren sie siegreich und konnten die Gefangenen, von denen Tamari fast einen ganzen Tag gefangen war, befreien. Gerade noch rechtzeitig, denn das Chaos schien versucht zu haben sie zum Chaos zu überführen. Kurz nach Sonnenuntergang weihte ein Magier namens Sanowan, der auch den größten Teil der Beschwörung der Stele und des „Gottes“ unternommen hatte, die Waffen und gab zusätzlichen Schutz für die anstehende Schlacht.
Es war eine große Schlacht, die aber für die Angreifer ohne Verluste verlief. Auch hier konnte Grom, trotz seines defensiven Kampfes, sein Schwert ein weiteres Mal mit untotem Blut färben.
Am nächsten Tag trennte sich die Schlachtgemeinschaft wieder. Die Klingenmitglieder kehrten zurück nach Balamar.

Aufnahme in die Gläserne Klinge

Dort wurde bald ein Fest innerhalb der Gruppe, der Grom angehörte, abgehalten. Das war das erste Mal, das Grom den Turm wirklich betrat, denn das Fest fand in einem der kleinen Festsäle statt. Anlass war die Beförderung der länger gedienten Mitglieder, und die offizielle Aufnahme der neuen Mitglieder in die Gläserne Klinge, und in den Rang eines Anwärters der Klinge.

Taverne zur durstigen Wach

Grom wurde von der Klinge in das Land Gree geschickt, um dort einige weniger wichtigen Informationen einzuholen, die hier nicht weiter erwähnenswert sind. Im Allgemeinen gibt es nicht viel zu erwähnen, außer den Ereignissen in der Taverne „Zur Durstigen Wach“. Er traf auf dem Weg dorthin zwei eigenartige Wesen. Das eine hieß Salius, war halb Mensch, halb Fisch, und war ein reisender Adeliger aus einem Land namens Lona Ghash. Der andere hieß Kerastes und war halb Mensch, halb Schlange. Dieser kam aus einer Wüste in einem südlichen Land. Sie fragten Grom viel über die Klinge, und schienen daran interessiert einen Kontakt zur Klinge herzustellen. Im Verlauf des Abends wurde Grom von einer ungewöhnlich großen Spinne gebissen, die ihn vergiftete, das Gift konnte aber schnell durch einen Elf namens Lugald neutralisiert, und die Wunde geschlossen werden.

Ruwenien (Ruwenien 6)

Es vergingen noch einige Wochen ohne besondere Ereignisse, und man beschloss, eine Gruppe in das Land Ruwenien zu entsenden, um ein dort versteinertes Mitglied der Klinge zu befreien. Auch Grom sollte dieser Gesellschaft angehören, und sie begannen mit den Vorbereitungen für die Reise.
Wie üblich reisten sie mit dem Schiff in das Land Ruwenien. Sie waren dort auch nicht allein, in dem Land herrschte ein Krieg zwischen lichten und finsteren Gottheiten, der zwischen Menschen auf der Einen, und Orks und Drow auf der Anderen Seite ausgetragen wurde. Solche Auseinandersetzungen scheinen die Eigenschaft zu haben, Unmengen von Abenteurern, Söldnern und sonstigen Personen, die sich gerne an Kriegen die sie nicht betreffen beteiligen anzulocken. So traf man auch hier, in der Nähe der Stelle wo das Klingenmitglied versteinert im Wald lag, eine Anzahl von Abenteuerlustigen. Die Klinge, die zu acht, oder, mit dem versteinerten Mitglied, Trudi, zu neunt unterwegs war machte sich bald zu der Stelle auf wo Trudi versteinert worden war. Auf der letzten Reise der Klinge in dieses Land war sie wohl von Anhängern der dortigen Chaos-Göttin Arikav am Hals verwundet worden, und anschließend wollten Fanatiker des Lichts die Wunde wieder öffnen, weil sie von einem Dämon abstamme. Man sah sich also gezwungen sie zu versteinern um sie am Leben zu erhalten, und anschließend das Land zu verlassen, um selbst nicht in Gefahr zu geraten. Nun waren die Krieger Keal, Cordovan, Connor, Feron und Grom, der Magier Neesdan, der Spiritist Melethron und der Heiler Dante bei der versteinerten Trudi angekommen und Mel machte sich sofort daran, mit Hilfe von Fokis die Wunde vom Hals weg zu verschieben, um sie dann heilen zu können, ohne das die Gefahr des schnellen Verblutens bestünde. Grom hielt währenddessen Wache, zusammen mit Cordovan und Connor (wenn er sie daran erinnerte, daß er nur Augen auf einer Seite des Kopfes hatte).
Es hatte sich aber die Göttin Arikav in ihrem Kopf eingenistet, und sprach ständig mit ihr. Als sie auf einmal ohne einen Grom bekannten Grund anfing zu bluten, ging die Stimme auch auf den Heiler Dante über, der ihr Blut berührt hatte. Auf irgendeine Weise war auch der Krieger Cordovan mit dem Blut in Berührung gekommen und hörte diese Stimme auch, kam damit aber besser zu Recht als die anderen Beiden. Spät in der Nacht, nicht weit vor Sonnenaufgang wurden Trudi und Dante dann per Exorzismus von den Stimmen befreit). Auf Nachfrage von Seiten Groms konnte Cordovan die Stimme selbst vertreiben.
An diesem Abend versuchten auch viele Grom ihre Sprache beizubringen, aber nur mit mäßigem Erfolg. Ganz im Gegenteil schien Grom die Gabe zu haben Andere so sprechen zu lassen wie er selbst. Er hatte mehr als einmal das Gefühl, er würde in irgendeiner Weise wegen seiner Sprache für dumm gehalten, was aber in keinster Weise der Wahrheit entspricht. Am nächsten Morgen, in der Frühe, brachen die meisten Anwesenden geschlossen auf, um weiter zu ziehen. Sie kamen nach einigen Stunden auf einen Hof, der völlig verlassen zu sein schien. Bis auf die Schankwirtin in der kleinen Taverne unter freiem Himmel sah Grom niemanden, den er nicht schon auf dem Weg gesehen hätte. Die Klinge begab sich also sofort in die Taverne. Kurz nach ihnen kam ein Trupp in dunklen Rüstungen, der Wachen an den Eingängen zum Hof postierte, was alle die vorher angekommen waren wohl übersehen hatten, nahmen den Hof mehr oder weniger in Besitz und begannen die Gegend zu erkunden. Nicht lange nachdem alle angekommen waren brach Unruhe aus: Die dunkel Gerüsteten hatten eine Höhle entdeckt, und waren, so schien es Grom, allesamt darin verschwunden und kamen nun wieder heraus, griffen aber die, die davor gewartet hatten an. Nachdem man sie bezwungen hatte, ergab eine Untersuchung der Leichen, dass ihnen Wurmartige schleimige Gebilde aus allen möglichen Körperöffnungen krochen. Man fand heraus, das die Höhle wohl von Riesenameisen bewohnt wurde, mit deren Artgenossen Einige wohl früher schon zu tun hatten. Die Würmer die aus den Gefallenen krochen waren scheinbar Larven der Ameisen, die den Geist der Unglücklichen verdreht hatten.
Es fand sich auch eine Magische Barriere am Eingang der Höhle, durch die man zwar in die Höhle hineinkam, aber nicht mehr heraus, zumindest Menschen nicht, die Ameisen sehr wohl.
Im Laufe des Tages gingen immer wieder Leute in die Höhle, manche kamen unverändert heraus und manche standen unter irgendeinem Bann. Es fand sich, das man mithilfe von Ameisenblut, oder toten Ameisen die Barriere auch von der Innenseite aus durchqueren konnte.
Die Höhle war aber nicht das einzige womit man sich zu beschäftigen hatte. Es tauchten Räuber auf, verfluchte Gegenstände, und nicht zuletzt ein Geist, der sich nur durch Gesten verständlich machen konnte. Nach langen Verständnisschwierigkeiten fand man heraus, daß dieser Geist von einem Weib, das sich auf dem Hof befand ermordet worden war. Viel bekam Grom aber nicht von der Geisterbefragung mit, da er sich, wie viele Andere, mit den Ameisen, die immer wieder aus der Höhle kamen beschäftigte. Zumindest hörte er, daß man das Weib verurteilt und hingerichtet hatte. Ob mit oder ohne einen ruwenischen Richter wusste er nicht, er vermutete aber, daß sich irgendein Lichtbeter zur obersten Gerichtsbarkeit am Ort erklärt hatte.
Am späten Nachmittag fand Grom in der Taverne einen offensichtlichen Ritter mit Schwarz-Gelbem Wappen mit einer Sonne vor, der anscheinend in der Höhle gewesen war, und eine Ameisenlarve im Kopf hatte. Melethron versuchte mithilfe eines Foki diese zu entfernen, doch der Mann schlug den Foki weg, und der Zauber bewirkte in ihm eine massive Lüsternheit. Auf seine Frage nach Frauen, die sich mit ihm vergnügen wollten sagte irgendjemand als Scherz es gäbe welche in der Höhle, woraufhin der schwarz-gelbe Ritter aufsprang und zur Höhle rannte. Ob der allgemeinen Überraschung hatte er einen weiten Vorsprung, auch wenn der Heiler Dante ihn fast erwischt hätte, und verschwand in der Höhle. Es gab sofort eine hitzige Diskussion über Würmer, Ameisen, Barrieren und so fort, was dazu führte, das zumindest der Gefährte des Schwarzgelben ihm folgte.
Als man feststellte, das Feron wohl schon vor einer Weile ohne ersichtlichen Grund, und ohne jemandem von der Klinge Bescheid zu geben in die Höhle gegangen war, beschloss man nun doch in die Höhle zu gehen, was man hatte vermeiden wollen um die Ameisen nicht zu sehr gegen sich aufzubringen. So ging die Klinge mit einigen Anderen in die Höhle. Dort traf man auch einige Andere. Es griffen immer wieder Ameisen an, und der Versuch Dantes die Ameisen zu füttern, um sie milde zu stimmen führte dazu, das sie, als die Krümel, die er ihnen gab alle waren, anscheinend ihn fressen wollten. Was aber eigentlich los war, und was die Anderen in der Höhle taten bekam Grom im allgemeinen Durcheinander in den engen Gängen nicht mit, nur das man wieder hinaus wollte. Draußen angekommen wurden sie sofort von Ameisen angegriffen, die ihnen zum Teil aus dem Hauptgang folgten oder sich aus den Bergflanken gruben. Als wäre das noch nicht genug, zogen sich viele derer, die in der Höhle gewesen waren einfach zurück, so als wären die Ameisen gar nicht da. Bei dem Versuch die Ameisen zurückzudrängen wurden Grom, Dante und ein Anderer von deren Giftstacheln ins Bein getroffen, was das Bein sofort lähmte. Idealer Weise warne die anderen Kämpfenden nach hinten gerückt – vor zwei oder drei verbliebenen Ameisen – und so war Grom weit vor den Anderen, und musste sich, halb sitzend, halb liegend, alleine gegen die Ameise verteidigen, die ihn bisweilen noch angriff. Die Front rückte nur langsam wieder vor, man fürchtete sich anscheinend vor dem Ameisengift. Also musste Grom ein gutes Stück weit rückwärts kriechen. Zu guter Letzt wurde er aber von Keal und einem Katzenwesen hinter die Reihen gezogen und aufgestellt, sodass er, auf einem Bein hüpfend und von Keal gestützt zur Taverne zurückkehren konnte, wo sich sogleich eine Alchimistin daran machte ein Gegenmittel für die Vergifteten zu brauen. Nach einigen Fehlschlägen gelang es ihr die Vergiftungen zu heilen.
Danach dauerte es nicht lange, bis ein Gesandter der Ameisen auftauchte, der interessanter Weise die Sprache der Menschen sprach, und verkündete, man solle schleunigst das Weite suchen, ansonsten würden die Ameisen angreifen.
Gesagt getan, niemand ging, und so griffen die Ameisen an, mit ihnen auch ihre Königin. Nachdem diese erschlagen war brach der Widerstand der Ameisen, und so wurden alle von ihnen erschlagen oder flohen.
Bei der Untersuchung des Leichnams der Königin fanden sich dort vier Eier, die wohl eine Gruppe sofort an sich nahm. Neesdan kaufte im Laufe des Abends eines der Eier, wurde vorher aber von einer Hexe betäubt, die dachte er hätte das Ei schon gekauft und es rauben wollte, dabei hatte er nur das Geld für das Ei geholt.
Später gab er das Ei zunächst Connor, der es, zusammen mit einem Anderen, bis zum nächsten Morgen versteckte, um es vor Räubern zu schützen.
Am Abend tauchte dann Iberian mit einigen anderen auf, zusammen mit ein paar Drow und Orks. Dann passierte sehr viel in sehr kurzer Zeit, sodass Grom nicht alles mit bekam: Zuerst begann ein großes Geschrei zwischen den Mitgliedern der wilden Horde und deren Begleitern, dann gab es kurze Handgreiflichkeiten, weil jemand versucht hatte einen der Drow zu meucheln, infolge dessen wurde zumindest der Schreiber Anborn verletzt. Dann zogen die Drow ab, hatten manchen aber Amulette in Form des Zeichens der Arikav gegeben. Auch darüber brach wieder lautes Gezeter los.
Und als wäre das nicht genug, begann Feron, als gebürtiger ruwenischer Bauer und Anhänger der lichten Göttin Odite, mit Iberian zu diskutieren. Worüber bekam Grom aber nicht genau mit.
Die Klinge brach sofort am nächsten Morgen auf, und kehrte so schnell wie möglich nach Balamar zurück, unter anderem um das Ameisenei in Sicherheit zu bringen. Sie waren nicht lange Zuhause, da erreichte sie eine Einladung, von einem Gutsherrn aus dem Lande Kristarsien, das etwas südöstlich von Ruwenien liegt, die Jahreswende dort zu verbringen. Auf die Frage hin entschied sich Grom an dieser Reise teilzunehmen, auch weil sich die Einladung sehr danach anhörte, als würde dort viel gesprochen und er lernte die Sprache am besten durch hören. Desweiteren sollten die Krieger Keal d’Halen und Asgar, die Zauberer Neesdan Aneschmar, Melethron Mellon und Ceiteag, sowie die Heilerin Trudi Minze und die Viertelkatze Gynn mit auf die Reise gehen.

Kristarsien (10 kleine Negerlein)

Sie kamen bereits am vierten Tag vor dem Jahreswechsel gegen Mittag auf dem Gutshof, auf den sie geladen waren an und bezogen als erstes ihre Gemächer. Am Nachmittag begaben sie sich in den Saal des Gutes, und nach und nach kamen immer mehr Leute, darunter auch der Fischmensch Salius, den Grom bereits früher in einer Taverne kennen gelernt hatte, mit einem Begleiter. Der Fischmensch hatte blaue Haut, eine Art Flossen an den Ohren, Kiemen am Hals und „Barten“ am Kinn und kleidete sich in schwarze, weite Gewänder, während sein Begleiter, ein Mensch, eine violette Kutte trug. Später stellte sich heraus, das er auch einen entstellten Arm hatte, seiner Aussage zufolge von einem missglückten Ritual. Der Schlangenmann war nicht dabei.
Grom versuchte die Beiden der Klinge vorzustellen, scheiterte aber daran, das Trudi, wie gewohnt, ständig dazwischen redete.
Eigentümlicher Weise schien Salius alles vergessen zu haben was Grom ihm über die Klinge und Balamar erzählt hatte.
Gegen Abend waren es ungefähr vierzig Reisende, die geladen waren, zum einen die Wilde Horde und Mitreisende, die Jäger der Nacht, ein Orden von Rondus-Betern und einige andere, darunter auch drei Orks.
Es passierte, im Vergleich zu den folgenden Tagen, nicht viel an diesem Abend: Der Gutsherr erschien, und hieß alle willkommen, eine Frau wurde als Werwolf enttarnt und von einer Gruppe von Werwolfsjägern, die wohl schon einige Tage zuvor angeheuert worden waren, getötet. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt das diese Werwolfsjäger am folgenden Tag verschwunden waren, vermutlich waren sie tot, Grom hatte das aber nicht genau in Erfahrung bringen können.
Die Leiche der Werwölfin wurde im Wald verbrannt, was wiederum eine Gruppe Waldgeister anlockte, die lauthals darüber zeterten, im Wald solle man kein Feuer machen, und Eisen wollten sie auch nicht im Wald haben. Sie zeterten so lange, bis einer namens Kendall (oder so ähnlich) und ein Anderer von seinen Mitreisenden das Feuer löschten. Zum Dank bekam Kendall ein Blatt und einen Zweig, wohl aus Versehen denn wie sich später herausstellte war eines von beiden wohl für seinen Begleiter bestimmt gewesen.

Die Mitglieder der Klinge gingen allesamt recht früh zu Bett, und wie ihnen am nächsten Tag erzählt wurde hätte ihnen das leicht zum Verhängnis werden können, denn nicht lange danach seien Werwölfe und andere gefährlichen Wesen aufgetaucht. Glücklicherweise hatten sie die Türen verschlossen gehalten.
Doch das verhinderte nicht was mit Grom am nächsten Morgen geschah. Oder wohl in der Nacht geschehen sein musste, denn er erwachte nicht in seinem Bett, sondern mitten im Wald.
Er hatte nicht die leiseste Ahnung, wie er dahin gekommen war, er war sich sicher das er zu Bett gegangen war, und er konnte sich nicht daran erinnern während der Nacht aufgestanden zu sein. Schlafgewandelt war er seines Wissens auch noch nie.
Wie auch immer er dort hin gekommen war, es konnte nicht lange her gewesen sein, denn ihm war warm. Hätte er eine längere Zeit dort gelegen, wäre er sicher unterkühlt gewesen.
Er stand auf und sah sich um. Er hatte nahe einem Tümpel mit schmutzig-schwarzem Wasser gelegen, von dem aus sich ein kleiner Graben in entgegengesetzte Richtungen entfernte. Ringsum war sonst nichts zu sehen außer Wald, und so ging er einfach in irgendeine Richtung. Nach einer kurzen Zeit – er war scheinbar im Kreis gegangen, denn er kam an einen der oben erwähnten Gräben – bemerkte er drei Gestalten ein Stück seitlich. Er ging auf sie zu und erkannte sie als solche wie die, die am letzten Abend im Wald Radau machten. Sie waren weiblich, trugen Kränze aus Blüten auf dem Kopf und waren mit Laub behangen. Sie schienen aber keine Dryaden zu sein, denn nach dem was Grom gehört hatte, waren die zum einen grünhäutig, wesentlich graziler** und leichter bekleidet (wenn überhaupt). Feen waren sie auch nicht, zumindest keine von der Art, die Grom kannte, denn die waren viel kleiner und auch leichter bekleidet, trugen aber auch Blüten im Haar. Was auch immer sie waren, wir wollen sie im Folgenden einfach Waldgeister nennen. Als Grom sich ihnen näherte legte er sein Schwert zu Boden, um sie nicht zu erschrecken, denn am Vorabend hatten sich welche über Eisen im Wald beschwert.

Es machte ihm einige Mühe, aber letzten Endes schaffte er es doch, sie davon zu überzeugen, ihm den Weg zurück zu zeigen. Die Schwierigkeit lag nicht darin das sie stur wären, eher darin das sie sich benahmen wie kleine Kinder. Das blieb auch auf dem Weg so, sie stellten allerlei belanglose Fragen, es wurde aber klar, das sie sich sehr vor Feuer fürchteten. Sie wollten wissen ob er ein Freund des Waldes war, was er nur bestätigen konnte, worauf sie ihm drei Blätter gaben, als Geschenk des Waldes. Sie folgten ihm noch bis kurz vor das Haus, in dem die Klinge einquariert war, entdeckten dann aber eine Feuerstelle, in der ein verkohlter Baumstamm lag und fingen ein Geschrei an, das das ganze Haus aufgeweckt haben musste. Allerdings beschwerte sich niemand, also konnte es nicht so schlimm gewesen sein.
An diesem, und den darauf folgenden Tagen passierte so vieles, das es den Rahmen dieser Geschichte sprengen würde alles aufzuzählen. Es wurden fünf sonderbare Stelen im Wald gefunden, die alle in einem ähnlichen Abstand um den Gutshof standen, und zu viert eine Art Halbkreis bildeten, die Fünfte aber alleine auf der gegenüberliegenden Seite stand. Außerdem stellten sie fest, das es Magier viel mehr Kraft kostete zu zaubern als normalerweise.
Einige von der Klinge gingen mit ein paar anderen los, um zu untersuchen was es mit den Stelen auf sich hätte. Man stellte fest, das die Stelen eine Art Barriere um den Hof gemacht hatten, und diese mit Energie versorgten. Um festzustellen wie weit die Barriere reichte gingen sie geradeaus vom Hof und von der Stele weg. Sie gingen ein gutes Stück schnurstracks geradeaus, bis sie nach einer Weile feststellten, das sie auf dem Weg angekommen waren, der zum Hof führte. Nur das dieser in eigentlich in einer ganz anderen Richtung lag, als die, die sie eingeschlagen hatten. Es gab erst einiges Rätseln, dann machten sie aber die Probe aufs Exempel und ein Zauberer, der sich im Lande Ruwenien lautstark an den Exorzismen beteiligt hatte, ging ein Stück weit weg, in die Richtung in der die Barriere sein musste, ging einen Bogen und sah äußerst erstaunt aus, als er der wartenden Gruppe gewahr wurde. Er berichtete, er habe immer das Gefühl gehabt geradeaus zu gehen, bis er plötzlich die Gruppe vor sich sah. Ein weiteres Versuch ergab, das es äußerst komisch aussieht, wenn drei Personen, Stäbe und lange Schwerter nach vorne gestreckt losgehen, und sie auf einmal seitwärts gehen.
Man kam zu dem Schluss, daß man hier nichts mehr ausrichten könne und ging wieder zum Hof zurück.
Als sie eine weitere Stele untersuchten bekam Salius leichte Atemnot, die sich später am Abend weiter verschlechterte. Es ging soweit, das er sich vollständig in seine Fischgestallt verwandelte. Auch bekam er keine Luft mehr, und musste mit einem nassen Lappen mit Wasser für seine Kiemen versorgt werden. Glücklicherweise waren zwei Alchimistinen vor Ort, die Fischisch sprechen konnten.
Nicht nur Salius verwandelte sich in seine Tiergestalt, auch Gynn verwandelte sich – in eine Katze. Später am Abend schafften es ein paar Zauberer ihnen ihre normale Form zurück zu geben.
Irgendwann am Abend erwachte Grom in einem kleinen Raum. Allerdings konnte er sich erinnern, sich schlafen gelegt zu haben. In dem Raum stand ein runder Tisch, ein Sofa, eine niedrige Regalreihe und zwei Stühle auf denen Felle lagen. Überall auf dem Tisch und den Regalen lagen Körperteile und Gefäße mit seltsamem Inhalt herum, der stark nach Blut aussah. Auf einem der Stühle saß eine kleine, dunkel gekleidete Elfe. Ihm wurde ein Stuhl angeboten, der ihn, kaum das er Platz genommen hatte festzuhalten schien. Die Elfe erhob sich und stellte sich als Bereth vor. Sie bot Grom einen abgetrennten Arm an, den Grom aber ablehnte, denn sie sagte auch daß vorher „der Ork“ daran geknabbert hätte. Sie ließ erkennen, das sie kein bestimmtes Ziel verfolgte, indem sie Grom geholt hatte, sondern sich nur amüsieren wollte. Sie stellte einige belanglose Fragen, wurde aber Groms Sprechweise überdrüssig, ließ ihn erstummen und fand es scheinbar lustig ihm ein Auge auszustechen. Sie ließ ihn auf Knien herum rutschen, verwurzelte ihn und ließ ihn ein kleines Tänzchen aufführen (wirklich nur klein, danke SL). Dann wurden Groms Glieder schwer wie Blei, und er fiel auf den Boden. Er konnte sich nicht bewegen, doch sie zwang ihn mit ihrer Geisteskraft mit dem Schwert nach ihr zu schlagen. Als Grom das gelang tat sich die Wunde nicht an ihr, sondern an ihm selbst auf. Dann ließ sie einen Schössling aus seinem Baum wachsen, und fror diesen schließlich ein. Zu guter letzt zwang sie ihn seine Hände an den Hals zu führen und zu zu drücken.
Als er aufwachte fand er sich unversehrt auf einer Bank vor einem der Häuser sitzend wieder.
Am nächsten Morgen geschah es, das diese Hexe Athavariel, Salius’ Begleiter, ein Auge nahm, was dieser lauthals auf dem Flur kund tat. Scheinbar war es aber zu früh am Tag, denn niemand interessierte sich dafür und ging auf den Flur um nachzusehen was da war.
Als wäre diese Hexe noch nicht schlimm genug stellte sich heraus, das sich dort auch ein Vampir herumtrieb, der der Baron von Kasiasolde war. Von ihm wird später noch zu berichten sein.
Tags über gab es immer wieder Kämpfe mit den verschiedensten Gestallten die meinen angreifen zu müssen. So wurden sie eines späten Vormittages, als Grom im Quartier war um etwas zu holen in demselben von Untoten überfallen.
Glücklicherweise hatte Iberian, der im gleichen Zimmer schlief wie Salius, Athavariel, und Iberians Begleiterin Deleija, die sich der Klinge anzuschließen gedachte, die Tür gesegnet, so das die Untoten dort nicht hinein konnten, wohl aber Grom.
Auch tauchten einmal braune Orks auf, die eine der Alchimistinnen entführten. Nachdem die Vermittlungs-versuche der Orks, die mit den Jägern der Nacht reisten, durch einige Voreilige gescheitert wurden, konnte die Alchimistin aber befreit werden.
Sie wurden von so ziemlich allem belästigt was lästig ist, Untote, Orks, Banditen, Wachen eines falschen Gutsherrn, Vampiren, Werwölfen, Chaoskriegern, Arikav-Anhängern und so fort.
Wo ich gerade Arikav-Anhänger erwähne, Iberian verschwand in einer Nacht spurlos. Mit all seinen Sachen.
Ich muss an dieser Stelle leider gestehen, das ich mich nicht mehr recht erinnern kann, was in welcher Reihenfolge passiert ist, da es leider bereits einige Monate her ist und ich nur noch nicht dazu gekommen bin alles nieder zu schreiben. Ich bitte euch daher diese unzusammenhängende Aufzählung hierüber zu verzeihen, kann euch aber beruhigen, das Folgende ist wieder strukturiert.
An einem Abend tauchten die Waldwesen wieder auf. Sie machten ein großes Geschrei und bei näherem Hinsehen war zu erkennen, daß die einen wohl einem Laub- und die anderen einem Nadelwald entstammten.
Als Grom näher hin- und schließlich dazwischen ging; er dachte nicht das eine Gefahr von den Wesen ausginge und außerdem konnte man kaum etwas verstehen, weil sie alles durcheinander kreischten; erfuhr er, das sie sich darum stritten wer besser war. Nadel- oder Laubwald.
Und das dieser Streit am folgenden Abend von denen ausgetragen werden sollte, die von ihnen dadurch auserwählt worden waren, das sie ein Blatt oder einen Tannenzweig bekommen hatten. Es sollten, wenn ich mich recht entsinne, auf jeder Seite fünf Auserwählte sein.
Die Waldgeister waren aber scheinbar nicht besonders sorgfältig bei der Auswahl gewesen, denn einer der zu den Rondus-Betern gehörte, Kendall, hatte sowohl ein Blatt, als auch einen Zweig bekommen.
Grom hatte drei Blätter, wertete das aber nicht als Versehen.
Damit sollte er zwei weitere Teilnehmer auswählen.
Er machte sich sofort daran, die anderen Auserwählten zu suchen, denn es musste das Ziel dieses Wettstreits sein, ein Unentschieden herbeizuführen, um den Wald dazu zu zwingen sich zu vertragen. Und das musste besprochen werden.
Seine Suche erwies sich als schwierig. Zwar fand er die restlichen vier mit den Zweigen bald, aber weder fand er den, der noch ein Blatt bekommen hatte, noch fand er jemanden, der bereit war sich auswählen zu lassen. Sie alle meinten, sie wollten sich nicht auf eine Seite stellen, denn ein Wettstreit zwischen den Wäldern wäre Unfug, und man dürfe das Gleichgewicht nicht stören und so weiter.
Grom fragte sich wirklich, ob diese Leute ihm überhaupt zugehört hatten. So undeutlich drückte er sich schließlich nicht mehr aus.
Letzten Endes fand er, mit Hilfe von Kendall, noch jemanden, eine Frau namens Isabella, die auch den Rondus-Betern angehörte. Wem er das vierte Blatt gab ist mir leider entfallen.
Es fehlte nur noch das fünfte Blatt.
Am Abend kamen die Waldgeister wieder. Es stellte sich heraus, das sie offensichtlich vergessen hatten das fünfte Blatt jemandem zu geben, also wurde schnell noch jemand dazu geholt.
Die erste Prüfung bestand darin den Schiedsrichter zu finden, welche von Kendall bestritt. Der Schiedsrichter war ein Eremit, von dem alle redeten, und der zufälliger Weise am Waldrand stand.
Die zweite Prüfung war ein Schwertkampf. Auch hier führten die Kontrahenten ein unentschieden herbei, indem sie sich immer gleichzeitig trafen.
Die dritte Prüfung sollte gewinnen, wer als erstes rückwärts den See umrundete. Gehen zwei Personen aber gleich schnell rückwärts kommen sie auch gleichzeitig an.
Als viertes sollten Buchstaben gesucht werden. Allerdings keine auf Papier oder mit Tinte und Feder geschriebenen. Idealerweise sollte Grom diese Aufgabe bewältigen, und das ohne lesen und schreiben zu können. Sein „Gegner“ war die Gefährtin eines der Orks. Nachdem sie rund um das Gehöft vergeblich gesucht hatten, kamen sie auf die Idee die Buchstaben selbst zu machen. Die zwei I, die sie mit ihren Schatten formten ließ man nicht gelten, wohl aber das was die Frau mit der Kreide die Grom hielt auf eine Tonscherbe schrieb. Und da sie mehr oder minder gleichzeitig geschrieben hatten, war auch diese Prüfung unentschieden.
Die fünfte Prüfung war ein Rätsel, das aber weder der Mensch, noch der Ork zu lösen vermochten.
Also waren alle Prüfungen unentschieden ausgegangen, was die Waldwesen dazu veranlasste, laut zu protestieren.
Der Schiedsrichter rief sie aber zur Ordnung und verkündete, das der Streit nun von den Bäumen selbst ausgetragen werden sollte. Im Sommer sollten die Laubbäume den Nadelbäumen Schatten spenden, und im Winter sollten die Nadelbäume die Laubbäume vor der Kälte schützen. Und wer dies am besten tat, der sollte der Sieger sein.
Im Verlauf des nächsten Abends wurden Lichter auf der anderen Seite des Sees gesehen. Bald machte sich eine, bewaffnete Gruppe auf, der auch Grom folgte, nachzusehen was da sei. Sie fanden einen Ritualkreis, in dem Gefäße mit Blut und Innereien standen, und in dem eine der Rondus-Beter an einen Baum gebunden war. Die anderen ihrer Gruppe begannen den Bannkreis aufzulösen, als ein Schwarzmagier erschien. Er war wohl der gewesen, dem sie das alles zu verdanken hatten. Während die Orks versuchten sich unter der Barriere hindurch zu buddeln hoben die Rondus-Beter die Barriere auf, befreiten ihre Gefährtin und sofort griff man den Schwarzmagier an. Dieser wich auf einen Weg aus, auf dem es sich besser kämpfen ließ, war aber für einen Magier, der ein solches Konstrukt, wie die Kuppel in der sie alle gefangen waren zu machen vermochte viel zu schnell besiegt. Als er starb gab es jedoch ein Erdbeben.
Sie ließen ihn liegen und gingen zurück zum Haus. Noch bevor sie das Haus erreichten gab es einige kleine Explosionen von dem Haus und mit einem Mal fand sich Grom im Wald wieder. Er war nicht weit weg, von der Stelle an die er sich zuletzt erinnern konnte, er konnte das Gehöft von dort aus sehen. Noch bevor er damit fertig war sich zu wundern tauchten auch schon zwei der Waldgeister auf und begannen auf ihn ein zu reden. Von wegen Erdbeben und Mutter des Waldes. Doch tauchte auch eine weitere Person auf. Es war der Vampir, der in der Gegend aufgetaucht war. Er wechselte ein paar unbedeutende Worte mit Grom und verschwand dann wieder ohne ihn weiter zu behelligen. Jetzt konnte Grom ein wenig Ordnung in das Geplapper der Waldwesen bringen. Er erfuhr daß das Erdbeben, das sie bei dem Tod des Magiers gespürt hatten den Wald in Unruhe versetzt, und die Mutter des Waldes geweckt hatte. Nach einigem hin und her, und nachdem er ihnen, wie bei jeder seiner Begegnungen mit den Waldwesen, bestätigt hatte, das er ein Freund des Waldes war wollten sie ihm ein Blatt überreichen. Bevor er es annahm vergewisserte er sich allerdings, daß das nicht wieder eine Einladung zu einem sinnlosen Wettkampf wäre. Dies sei ein Geschenk der Mutter des Waldes sagten sie.
Er ging zurück zu den Häusern und fand dort seine Gefährten in einen Kampf verwickelt, der aber beendet war, kaum das er sie erreichte. Es schien sie sehr zu erheitern, das Grom auf einmal mit einem Blatt in der Hand wieder auftauchte. Die Explosionen die vor den Häusern auftraten, kurz nachdem sie den Magier getötet hatten waren offensichtlich eine Reaktion der Stelen auf die viele Magie, die mit einem Mal freigesetzt wurde. Denn wie sie bisher herausgefunden hatten, luden sich die Stelen offensichtlich mit der Magie auf, die die Magier mehr aufwenden mussten um zu zaubern und natürlich auch mit der Magie die ein sterbender Schwarzmagier freisetzt. Irgendetwas hatte es bewirkt, denn während Grom im Wald stand, brach in der Taverne die Hölle los. Alle durchlebten das, was sie in den letzten Tagen erlebt hatten nochmal. Salius verwandelte sich wieder in einen Fisch, Gynn in eine Katze und so fort.
Nun hatte niemand mehr einen Zweifel daran, daß die Stelen einen Jeden seine ureigenen Ängste durchleben ließen. Und meistens war nicht nur derjenige selbst davon betroffen.
Irgendwann wurde es Grom zu viel. Er hatte keine Lust mehr einfach nur da zu sitzen und abzuwarten welcher Albtraum als nächstes losbrechen würde. Da die Waldwesen gesagt hatten das Blatt wäre ein Geschenk der Mutter des Waldes, und sie würden ihn als Freund betrachten, nicht als Person die einfach da ist, oder gar als Störenfried, wie die anderen, beschloss er auszuprobieren, ob er nicht irgendwie den Wald, oder gar die Mutter des Waldes selbst um Hilfe bitten könnte. Er ging also ein Stück in den Wald hinein stellte sich an den erstbesten Baum und rief diesen. Ob er ihn hören könnte. Das Blatt vibrierte aber sonst tat sich nichts. Er rief nochmals aber auch jetzt vibrierte das Blatt nur. Beim nächsten Baum verlief es nicht anders. Er wollte schon aufgeben, als ein einzelnes, älteres Waldwesen auftauchte. Es lies sich überreden ihn zur Mutter des Waldes zu bringen, die es Martha Arbor nannte. Er musste einen Moment warten, wurde dann aber vorgelassen. Martha Arbor war ein Baum. Ein alter, dicker Baum, der nahe beim Friedhof stand, auf dem einige ehemalige Bewohner des Hofes begraben lagen, und wo sie einen Arikav-Krieger erlegt hatten. Er ging zu dem Baum hin, nahm das Blatt in die eine Hand und legte die andere auf die Rinde der Wald-Mutter, er rief sie und sie antwortete.
Er stellte einige Fragen, die sie alle so gut sie konnte beantwortete, die mir aber leider entfallen sind.
Als Grom die Fragen ausgingen verabschiedete er sich, und erbat sich die Erlaubnis wiederzukommen, wenn ihm noch etwas einfiele.
Am nächsten Morgen waren ihm noch einige weitere Fragen eingefallen, die er Martha Arbor stellen wollte und ging in Begleitung einiger Klingen zu ihr. Dort fand er eine Gruppe Magier, Zauberer oder sonstiger Gelehrter vor, die auf einer Bank saßen und den Eindruck machten, als kämen sie nicht weiter. Er erklärte, daß er vorhätte mit Martha Arbor zu sprechen, und sie wünschten ihm viel Glück, sie hätten es auch nicht geschafft. Er ging hin und rief nach ihr, hörte aber nur ein schnarchen. Er rief lauter und auch das Schnarchen wurde lauter. Er versuchte es noch ein paar Mal, gab dann aber auf und ging zurück. Er erklärte, daß er sie anscheinend nicht geweckt bekam, und so gab ihm eine der Anwesenden ein kleines Glöckchen aus Messing. Er ging wieder hin und klingelte. Sofort hörte das schnarchen auf und wurde mehr zu etwas wie einem gähnen. Sie machte noch einige seltsame Geräusche, sagte dann aber sie sei noch zu müde für Fragen, er sollte in einer Stunde wiederkommen. Und zwar ohne die vielen Leute. Vor allem ohne die Elfe. Da Finariel die einzige Elfe vor Ort war konnte nur sie gemeint sein, was sie mit dem Baum gemacht hatte erfuhr Grom nicht, es schien aber nicht besonders gut gewesen zu sein.
Da die Hexe wieder ihr Unwesen trieb konnte er nicht innerhalb der einen Stunde zu Martha Arbor gelangen, hatte so aber mehr Zeit, mit den Gelehrten nach Fragen zu suchen, die er ihr stellen wollte.
Als er später zu ihr ging war sie wach und beantwortete wie am Vortag alle Fragen de er hatte.
Von ihr erfuhr er, daß vor einigen Jahrzehnten der Gutsbesitzer hier her gekommen war und den Hof erbaute. Aus irgendeinem Grund holte er den Schwarzmagier dazu, der mit dem Gutsherrn in Streit geriet und die Barriere machte. Die Stelen waren die meiste Zeit nur wenig aufgeladen, nur so viel das die Barriere erhalten blieb. Nur dann und wann luden sie sich auf. Offensichtlich immer dann, wenn einige Unglückliche in die Barriere gerieten, deren Geister bisweilen aufgetaucht waren. So stark wie jetzt waren sie aber nur selten geladen. Meistens verebbte die Ladung recht schnell wieder. Der Gutsbesitzer war bereits tot, seine Familie auch. Und auch der Schwarzmagier, der offensichtlich die Kontrolle verloren hatte, war tot. So gebaren die Stelen immer neue Alpträume aus den Ängsten der Anwesenden. Er fragte auch nach einem Weg, wie man die Stelen entladen oder sie abschalten könnte, aber dazu wusste Martha Arbor nichts zu sagen. Sie wusste aber das der Eremit, der gelegentlich aufgetaucht war mehr sagen könnte. Sie sagte er wäre gerade auf dem Weg zum Gut, und schon fast da.
Als Grom ging nannte sie ihn Freund Martha Arbors.
Er beeilte sich zum Gut zurück zu kommen, bevor der Eremit dort eintraf, um zu vermeiden, das ihm jemand mit dummen Fragen dazwischen fahren konnte oder den Eremit so verärgerte das er Groms Fragen nicht beantworten würde. Er war aber nicht schnell genug gewesen. Als er eintraf war der Eremit schon da, und offensichtlich war er verärgert. Oder eher verzweifelt. Er beschwerte sich, darüber das man den Vampir ins Land geholt hatte, generell über fast alles, darüber das man seine Tipps, die er in Form von Zetteln überall hinterlassen hatte nicht beachtet hatte oder nicht in der Lage war sie zu deuten und behauptete am Ende, es würden alle sterben.
Grom sah dann doch davon ab ihm irgendwelche Fragen zu stellen.
Im späteren Verlauf des Tages gab es einen Kampf beim Friedhof, bei dem Grom schwer verletzt wurde und zu Boden ging. Er lag nicht lange da, da kamen Wurzeln aus dem Boden hervor und umschlossen ihn vollständig. Er fühlte eine Wärme in sich aufsteigen und als sich die Wurzeln wieder zurückzogen waren, waren alle seine Wunden verheilt. Leider war der Kampf schon fast vorbei.
Einige der Zettel, die gefunden, und von Salius verwahrt wurden, ergeben zusammengesetzt eine Art Rezept, mit dem man die Stelen abschalten konnte. So wurde klar, das sich dieser Alptraum dem Ende nähern würde, entweder sie würden noch heute die Macht der Stelen brechen, oder sie würden alle sterben. Dieses Rezept beinhaltete allerhand seltsame Dinge, wie den Zehennagel einer Halbgöttin, ein Goldstück eines der verstorbenen Gutsbewohner und so weiter.
Als sie alles beisammen hatten, berieten sie sich ein letztes Mal, wie sie das Ritual abhalten wollten. Da davon auszugehen war, daß sich der Vampir einmischen würde, hatten einige Barden ein Lied erdacht, mit dem sie versuchen wollten den Vampir zu schädigen:

Ich wär‘ so gern,
ein kleiner Sonnenstrahl.
Ein kleiner Lichtblick,
Lichtblitz in dunkler Nacht
Töter des Vampires,
der herrscht über dies Land.
Befreier dieser Seelen,
die dieses Land gebannt.

Am Abend fanden sie sich ein um das Ritual abzuhalten oder es zu bewachen. Die Zauberer zogen einen Schutzkreis um den Ritualplatz, und es dauerte nicht lange, da tauchten auch schon Untote auf. Diese waren allesamt recht leicht zu besiegen, nur blieben sie nicht allein, denn bald tauchte auch der Vampir auf. So oft sie auch auf ihn einschlugen, er überstand es. Er versuchte immer wieder zum Ritualkreis durchzukommen, wurde aber immer zurückgedrängt. Als sie begannen das Lied zu singen erschien tatsächlich ein feiner Lichtstrahl direkt auf den Vampir, der ihn tatsächlich zu schädigen schien. Allerdings erschien auch die Hexe in Begleitung zweier schwer Gerüsteter. Beide, der Vampir wie die Hexe schienen von dem Ritual wenig erfreut zu sein. Die Verteidiger schafften es trotzdem das Ritual zu beenden. Die Macht der Stelen wurde gebrochen und die Illusionen verschwanden.
Später feierten sie ein rauschendes Fest, bis ins neue Jahr, wobei der ein oder andere den Jahreswechsel nicht miterlebte. Nicht etwa weil er verstorben war, sondern weil er unter dem Buffet schlief.

Kasiasoldanische Botschaft in Ruwenien (Kasisolde & Friends)

Sie kamen am Tage vor der Einweihung auf dem Botschaftsgelände, etwas außerhalb der Hauptstadt Ruweniens, an. Sie wurden in einem der Gästehäuser einquartiert. Mit ihnen reisten Salius, Athavariel und ein weiterer Gefährte Salius‘, der sich als Faris vorstellte.
Den ersten Abend verbrachten sie ausgelassener Stimmung im Festsaal der Botschaft. Am zweiten Tag wurde ihnen aber etwas langweilig, so das sich Grom und Dante zu einem Trainingskampf mit der kasiasoldanischen Wache überreden ließen.
Überhaupt trainierte Grom an diesem Tag mit recht vielen Leuten. Meistens mit Deleija, die von sich selbst behauptete, nicht kämpfen zu können, mit Iberian, der wieder aufgetaucht war, mit einer Elfe, die die Gelegenheit beim Schopfe griff und mit einem Jüngling, der sich Grom aber nicht vorgestellt hatte.
Iberian, der zur Jahreswende spurlos verschwunden war, war wieder aufgetaucht. Grom wusste nicht wo, wann und unter welchen Umständen, aber es schien nicht lange her gewesen zu sein. Er hatte sein Gedächtnis verloren und trug ein Arikav-Amulett um den Hals. Er erwies sich als harmlos, konnte er sich doch an nichts erinnern. Zumindest tat er niemandem etwas zuleide. Aber als er einmal mit Grom vor die Tür gegangen war, um sich ein Rauchkraut zu genehmigen brannte auf einmal seine Hand. Grom wies ihn an seine Hand in einer Pfütze zu löschen, was auch gelang. Das Feuer schien keine Schmerzen verursacht zu haben und sich auch nicht heiß anzufühlen. Sonderbarer weise war Ian, dem Grom davon berichtete in keiner Weise besorgt, sondern meinte er hätte das auch schon früher einmal gekonnt. Da Iberian ausprobieren wollte, ob er wirklich der Krieger war wie alle es sagten bat er Grom um einen Übungskampf, den Grom ihm auf gewährte. Später hat er nach dem was Grom hörte sein Gedächtnis wieder erlangt.
Grom fielen einige „Schreibe-Elfen“ auf, die zumeist in einer Ecke saßen und schrieben. Er hatte im vorbeigehen einen Blick auf das werfen können, was sie denn da schrieben und erkannte darin zum einen die Schrift, die überall geschrieben wird, und noch eine andere, die hauptsächlich aus Kringeln und Linien zu bestehen schien. Er dachte sich, das zumindest eine wohl in der Lage wäre ihm mit den anderen Schriften zu helfen, schließlich war schreiben ihr Beruf. Sie schienen aber sehr beschäftigt, und Grom wollte lieber abwarten und sie nicht stören. So wichtig war das auch nicht, und im Zweifel würde ihm sicher auch der Schreiber der Horde, Anborn, helfen, dem er schon des Öfteren begegnet war. Als er sie aber fragen wollte, waren sie verschwunden.
Grom stand gerade draußen, mit einigen anderen, als zwei der Schreibe-Elfen um die Ecke bogen. Grom ging hin und fragte die älter aussehende, ob sie sich in der Lage fühlten im die gemeine Schrift zu lehren. Sie bejahte das, erbot sich aber noch etwas Zeit, weil sie noch anderes zu erledigen hatte, würde sich aber melden.
Er war gerade wieder in einen Übungskampf mit Deleija als die beiden Schreibe-Elfen wiederkamen. Die Jüngere erbot sich das Schwert von Deleija, um auch ihr Glück gegen Grom zu versuchen. Im Allgemeinen musste Grom feststellen, das viele, vor allem solche, die sich für nicht besonders gut halten in der Regel viel zu hektisch im Kampf sind. Sie unterschätzen das Gewicht der Waffe und bewegen sich viel zu schnell.
In einem Duell, das man schnell hinter sich bringen will kann es von Nutzen sein, sich möglichst schnell zu bewegen, und viel Kraft in Geschwindigkeit zu stecken. Aber die Erfahrung zeigt, das es gerade im Kampf gegen mehrere Gegner, und das ist am meisten der Fall, ein langsamerer Kampfstil, bei dem mehr Kraft in die Wucht des Schlages gesteckt wird, besser ist.
Außerdem läuft man auch Gefahr sich selbst schneller zu schwächen als einem lieb ist, denn eine Waffe schnell zu beschleunigen kostet mehr Kraft, als weit auszuholen und mit großer Wucht zu zu schlagen. Und natürlich wird, gerade im Übungskampf, wo dies nicht beabsichtigt wird, das Verletzungsrisiko größer. Auch für den Schlagenden.
Nun, zurück zum Thema.
Nachdem die Elfe fertig war wollte noch ein junger Mann gegen Grom kämpfen. Auch er steckte viel zu viel Kraft in Schnelligkeit.
Grom ging mit der älteren Elfe zu deren Tisch, wo diese bereits Tabellen vorbereitet hatte, in der die Zeichen der gemeinen Schrift geschrieben waren. Sie bot Grom einen Stuhl an und stellte sich als Miariel vor. Lesen und Schreiben selbst musste sie Grom, zu ihrem Glück, nicht mehr beibringen, das konnte er bereits, es fehlte ihm nur die Schrift. Sie mühte sich Grom die einzelnen Zeichen ihre Aussprache und Anwendung zu erklären, vor allem da es Buchstaben gibt die in der Futhark und der gemeinen Schrift gleich aussehen, aber etwas anderes bedeuten. Außerdem gibt es in der gemeinen Schrift mehrere Buchstaben für den gleichen Laut, oder welche die es in der Futhark gar nicht gibt. Miariel schaffte es zumindest Grom so zu verwirren, das er nicht widersprach. Sie erwähnte die elfische Schrift und willigte ein, Grom auch diese Schrift zu erklären. Als es soweit war blieb Grom nichts anderes übrig, als das „komisch Elfisch“ so hinzunehmen wie es ist. Im Gegenzug verwirrte Grom sie, indem er ihr die Futhark erklärte.
Am Abend erschien der Botschafter Kasiasoldes und auch ein Vertreter Ruweniens um die Botschaft einzuweihen, was mit einem großen Fest gefeiert wurde.
Später in der Nacht kam einer namens Galathil auf die Idee Nachtwachen aufzustellen, wegen der Gefahr durch die Diener Arikavs. Er begründete es damit, der Wald sei unruhig.
Kurzerhand befragte Grom einen Baum. Dieser bestätigte zwar, das Diener der dunklen Göttin in der Umgebung wären, aber es erschien ihnen doch als unwahrscheinlich, das sie sich so nahe an die Hauptstadt wagen würden. Schließlich wimmelte es im Wald vor ruwenischen Patrouillen.
Am folgenden Tag brachen sie wieder nach Balamar auf, wobei sie von Miariel begleitet wurden.

Zweite Reise nach Artarien (Legenden Arteriens 5)

In der Mitte des vierten Monats machten sich Grom, Asgar, Cordovan, Neesdan, Trudi, Keal, Xandril, Melethron und Connor auf ins Land Artarien, um dort an den offiziellen Feierlichkeiten zur Vernichtung des Chaos im Land teilzunehmen.
Das Chaos war zwar offiziell geschlagen, dennoch hatte sich das Land noch nicht vom Krieg erholt und es war noch recht chaotisch. Fast die gesamte artarische Armee war in Ruwenien und die Flotte hatte eine Seeblockade eingerichtet um der Bedrohung durch Solania entgegenzutreten, das während ihrem letzten Aufenthalt in Ruwenien diesem mehr oder weniger den Krieg erklärt hatte. Ein großer Teil der Altragerischen Reiche hatte Ruwenien daraufhin ihre Unterstützung zugesagt. Manche auch um ‚ihr wisst schon wen‘ zu bekämpfen. So hatte auch Artarien seine Truppen mobilisiert. Die meisten Kämpfer, die in Artarien blieben waren waren Söldner. Diese organisierten die Wache, Patrouillen und Personenkontrollen in und um die Hauptstadt.
Am Abend erst waren sie mit all den Kontrollen fertig und konnten die Stadt verlassen. Nur Connor blieb noch zurück. Sie erreichten den Festplatz erst nach Einbruch der Dunkelheit, aber auch die anderen, wenigen Gäste waren wohl gerade eben erst angekommen. Sie wurden auf dem Weg von einigen betrunkenen Bauern aufgehalten, die sie zwar belästigten, aber sonst harmlos waren.
Am Festplatz angekommen mussten sie sich einer weiteren Kontrolle stellen, wurden dann aber recht schnell in die kleine Taverne eingelassen. Da es dort drinnen recht eng war ging Cordovan mit Grom wieder hinaus. Cordovan äußerte Bedenken, das Chaos, das noch in Artarien verblieben war, könnte sich diese Festivität zum Anlass auf einen Anschlag nehmen. Wie sie sich so unterhielten bemerkte Cordovan erstaunt, das eine Gruppe die gerade angekommen war und sich der Wache vorstellte, teilweise die Wappen von Solania trug, eben jenem Land das Ruwenien den Krieg erklärt hatte, und gegen das sich ein großer Teil Altragerias verbündet hatte.
Sie gehörten einer Gruppe an, die sich ‚Schwanenkreuzer‘ nennt, und die mit Solania im Bunde ist. Es ist aber bereits hier zu vermerken, das sie sich im Folgenden friedlich verhielten und bisweilen, vor allem im Kampf, sich durchaus als von Nutzen erwiesen.
So verging der Abend ohne nennenswerte Ereignisse. Der König von Artarien hatte ihnen Zelte zur Verfügung gestellt. Ein Söldner namens Hagen erklärte sich bereit die Nacht über Wache zu halten. So begab sich Grom gegen die zweite Morgenstunde zu Bett, in dem Zelt, in dem auch die Elfen Miariel und eine Siriel schliefen. Kaum das er lag gab es draußen ein Geschrei. Er dachte erst es wäre eine Schlägerei in der Taverne, aber als jemand ‚Alarm‘ schrie stand er sofort auf, rüstete sich schnell mit Gambeson und Kettenhemd und eilte mit den beiden Elfen nach draußen. Der Großteil des Aufruhrs war bei der Taverne, es waren aber schon einige mit Fackeln im Lager und versuchten die Zelte anzuzünden. Grom griff einen von denen an, der schien aber ein Zauberer zu sein und setzte ihm mit Energiebolzen zu. Da er nur von einem Kettenhemd geschützt war und der Feind mit seinen Zaubern auf Groms Beine zielte lag er nach einiger Zeit doch darnieder. An dieser Stelle sei angemerkt, das es merkwürdiger Weise kaum einen Feind gibt, der daran interessiert scheint seine Gegner zu töten. So zog auch dieser ab, nachdem er Grom niedergestreckt hatte.
Nach nur wenigen Augenblicken kam Miariel, die einen Heiler rief. Es kam ein Zauberer, der Grom vollständig mit Magie heilte. Er ging daraufhin zu Bett und beschloss nicht wieder heraus zu kommen, bevor es nicht Tag war oder das Zelt brannte. Zumal auch ein Heilzauber einige Zeit braucht um die Wunden vollständig und ohne Narben zu heilen. Am nächsten Morgen schien es zunächst ruhig, dann griffen aber immer wieder Anhänger des Chaos an. Doch als wäre Chaos alleine nicht schlimm genug, trugen sie Wappenröcke der Göttin Arikav!
Es gab den ganzen Tag über Kämpfe und stellte sich heraus, das Arikav ganz in der Nähe ein Portal zur Hochebene in Ruwenien hatte, aus dem immer wieder ihre Anhänger hervorströmten. Es gab auch ein Portal unmittelbar am Lager aber das war offensichtlich inaktiv. Es gab dort auch einen Schrein von Artarion, den sie aktivierten. Doch die Diener Arikavs versuchten mehrmals diesen Schrein zu entweihen.
Die Knechte Arikavs schafften es immer wieder einzelne in ihre Gewalt zu bringen. Darunter auch mehrere der Klinge. Auch Miariel und Cordovan wurden von Arikavs Dienern verschleppt und auf ihre Seite gezogen. So kamen sie einmal zum Lager und hatten Miariel dabei. Sie hielten ihr ein Schwert an die Kehle und forderten einige Duelle. Sollte sich jemand einmischen würde Miariel getötet.
Es fand sich auch jemand, der eines der Duelle ausfechten wollte, aber einer der Magier zauberte irgendetwas und sie töteten Miariel.
Die Arikavisten wurden schnell vertrieben, doch als sich einer der Heiler um Miariel kümmern wollte, waren deren Wunden gschlossen und sie stand unverletzt auf. Offenbar hatte Arikav sie geheilt.
Sie verhielt sich aber relativ ruhig, im Gegensatz zu Cordovan, der mit dem Blut eines der Diener Arikavs in Berührung gekommen war, und somit auch von ihr beherrscht wurde. Er griff unter ihrem Einfluss immer wieder Leute an. Selbst Fesseln brachte nicht viel, denn Arikav löste sie einfach wieder.
Trotz allem gelang es ihnen am frühen Abend, sich bis in das Lager Arikavs vorzukämpfen, wo sie einige Steinplatten vorfanden, die das Portal offen hielten. Noch bevor sich ein Magier diese Platten ansehen konnte, fing einer der Schwanenkreutzer an, sie mit seinem Hammer zu zerschlagen. Doch bevor das Portal zusammenbrach ergriff eine Orkin in Arikavs Diensten Siriel und zerrte sie durch das Portal.
Durch die Zerstörung der Steinplatten wurde so viel dunkle Magie frei, das sie den Boden zu einem Heiligtum Arikavs machte, auf dem alle Lichten und Neutralen Glaubens Schaden nehmen würden. Am späten Abend wurde mit einem Mal das Portal am Lager aktiv. Doch anstelle von neuen Feinden spuckte es nur Siriel aus.

An dieser Stelle ist mir die Kreativität ausgegangen. Es sei nur gesagt, das Grom nach einer Menge weiterer Abenteuer, die demnächst noch hier erscheinen werden, nach Rhuul aufbrach, auch um den Vorwurf des Powergamens los zu werden, was aber nicht so ganz gelang, weil mir zwar eine Menge Vorteile, aber keine vernünftigen Nachteile einfielen, die allesamt im Hauptartikel standen und für viel Aufregung gesorgt haben, als der Charakter noch nicht fertig ausgearbeitet war.

Zurück nach Rhuul

Die Rückreise

Grom ging ins Dunkle. Nach Norden. Weg von den Anderen, von denen er sich gerade verabschiedet hatte, und von denen er schnell weggegangen war, bevor wieder jemand irgendwas gesagt hätte. Er humpelte. Bei dem Kampf gegen den Mystra-Orden, der wohl zu Iberians Meisterprüfung gehört hatte hatte er einen Schnitt am Bein abbekommen. Aber der würde bald verschwinden.
Er ging weiter, tiefer in den Wald hinein.

Nach vielleicht zwanzig Augenblicken hatte er das Gefühl, der Wald würde sich schlagartig verändern. Nichts was man bei der Dunkelheit hätte bemerken können. Kein Geräusch oder Windhauch. Es war mehr, als wäre der Wald anders geworden, in einer Weise wie man es nicht in Worte fassen kann.

Er kannte das. Er hatte es schon zweimal erlebt.
Das erste Mal vor nun gut elf Jahren, als er auf dem Gledamal, dem Fest das die Skovhednar jedes Jahr feiern um unter anderem aus Kindern Erwachsene zu machen, Nachts zu tief in den Wald ging und dann die nächsten zehn Jahre darin verbrachte.
Das zweite Mal vor ziemlich genau vier Monaten. Als sein Volk ihn rief um seine Weihe zu vollenden. Sie hätte auch nicht später sein dürfen, denn er war mit der Klinge in Ruwenien unterwegs und nur einen Tag später wurde er kurz von Arikav, der dortigen Chaos-Göttin infiziert, die aber von Sejrir aus ihm vertrieben wurde.
Jetzt hatte Sejrir ihn gerufen. Er sollte Prüfungen ablegen. Er sollte die Richtung des Weges den er gehen würde festlegen. Er selbst sollte seinem Schicksal den Weg ebnen.
Er hatte keine Ahnung was ihn erwarten würde.


In dem Moment, in dem er das Gefühl hatte, der Wald würde sich verändern veränderte sich nicht der Wald, er war ein vollkommen anderer. Er sah nur an dem Punkt, für den Moment genauso aus.
Es war der ewige Wald von Ida. Der Sphäre der Götter. Hier lag auch Fornvidi. Die Lichtung auf der Gledamal stattfand, und wo er auch seine Weihe bekommen hatte. Und genau dorthin war er auch jetzt unterwegs.
Er ging noch einige Augenblicke, dann konnte er einige Lichter zwischen den Zweigen sehen. Als er näher kam sah er das es Fackeln waren.
Auf der Lichtung stand gut ein Duzend Leute mit Fackeln. Er stellte sich vor sie und blickte in ihre Gesichter um zu sehen ob er jemanden erkennen würde. Obwohl die Gesichter im flackernden Licht der Fackeln und unter den aufgemalten Sejrir-Runen eher schlecht als recht zu erkennen waren, und sie sich mit der Zeit verändert haben mochten, erkannte er doch die meisten wieder.

Da war Gjolf, sein Zwillingsbruder. Er war ihm wie aus dem Gesicht geschnitten, hatte sogar den gleichen Bart und den gleichen Zopf. Hätte er wie Grom eine Rüstung getragen, anstelle des Lederhemdes hätte man sie kaum auseinander halten können. Er trug an seinem Runenwimpel die Zeichen von Eldir und Sutro, dem Hitze-Element und dem Feuergott. Zusammen mit dem Stab, den Grom zunächst für eine Fackel gehalten hatte, weil er ab Gjolfs Hand aufwärts brannte, kennzeichnete ihn das unmissverständlich als Feuerschamanen. Außerdem war auf dem Runenwimpel noch die Rune Yngris, des Fruchtbarkeitsgottes. Allerdings fehlte die Rune der Ryga, der Fruchtbarkeitsgöttin. Das bedeutete, das es nicht nur einen Fruchtbarkeitsschamanen im Dorf gab, sondern ein Paar. Denn Yngri und Ryga treten immer zusammen auf.

Neben Gjolf stand Rakhi, die vor vier Monaten seine Weihe durchgeführt hatte. Auch sie trug die Zeichen von Eldir und Sutro auf ihrem Runenwimpel. Und auch hatte sie einen brennenden Stab. Aber zusätzlich trug sie noch die Rune der Ryga, der Fruchtbarkeitsgöttin, auf dem Wimpel. Als Grom das sah tat es einen kleinen Stich in seinem Herzen. Denn das bedeutete, das sie und Gjolf ein Paar waren. Grom hatte vor elf Jahren vorgehabt Ryga zu heiraten. Er tröstete sich aber damit, das sie als Schamanin ihn sowieso nicht geheiratet hätte, es sei denn er wäre Schamane geworden, weil es üblich war das Schamanen nicht heiraten, mit Ausnahme der Fruchtbarkeitsschamanen. Und die auch nur untereinander. Auch waren sie die einzigen Paare, die aus Geschwistern bestehen durften, weil es die Götter auch waren (es war ja niemand anders da...), allerdings sind nur wenige Skovhednar von der Idee begeistert, und die die es sind wagen es nicht.

Außerdem stand da Brakir, der Häuptling des Dorfes. Man sah ihm die vergangenen Jahre deutlich an. Dennoch trug er als einziger eine Plattenrüstung aus Mithril, die ihm die Zwerge als Lohn für einen Dienst den er ihnen erwiesen hatte gemacht hatten. Normalerweise ist es bei den Skovhednar nicht üblich Plattenrüstung zu tragen, selbst Kettenhemden sind selten. Aber diese Rüstung war eine Ausnahme, denn er trug sie immer, außer im Kampf.

Dann war da Nagir, der alte Schamane der Fruchtbarkeitsgötter, und auf seinem Wimpel stand die Meisterrune, die besagte, das er nicht mehr selbst als Schamane agierte, sondern nur noch ausbildete und die neuen Schamanen beriet. Was bei seinem Alter nicht verwunderlich war. Als Grom noch ein Kind war war er schon alt gewesen und musste jetzt über neunzig Jahre alt sein.

Neben Nagir stand Gunlöd, Groms ältere Schwester. Sie trug die Rune der Heilungsgöttin Unga, aber anstelle des Stabes in der Hand hatte sie ein Schwert an der Seite, was bedeutete, das sie keine Schamanin war, sondern Kriegerin im Dienste Ungas.

Es waren auch noch andere da. Krieger aus Groms Dorf wie einige Schamanen die Grom nicht kannte, und die aus anderen Dörfern kommen mussten. Unter anderem einer, der die Rune Skorvirs trug. Er musste aus einem weit entfernten Dorf kommen, denn Grom wusste von keinem Skorvir-Schamanen in der Nähe seines Dorfes. Wahrscheinlich war er gekommen um das Tor zu öffnen durch das Grom gekommen war, denn um ein Tor von Ida in die irdische Sphäre zu öffnen braucht man sehr viel Kraft, über die nur die älteren Schamanen verfügen. Grom wusste, das Grendar, der alte Schamane, der sowohl Feuer als auch Eis in sich vereinte stark genug dafür gewesen sein musste, doch der war nicht da. Und er war älter als Nagir gewesen. Grom befürchtete er könnte gestorben sein, und das wäre ein schwerer Verlust für die Skovhednar, denn er war der einzige Schamane gewesen, der gleichzeitig Feuer und Eis diente.

"Willkommen" sagte Gjolf. "du warst so lange weg, lass uns nach Hause gehen. Sie warten alle schon auf dich." Mit diesen Worten umarmte er ihn.
Die anderen taten es ihm gleich, und nachdem sie alle Grom begrüßt hatten sagte Gjolf: "Wir werden dir bald sagen, was deine Aufgaben sind, und warum Sejrir dich hergerufen hat. Aber vorher sollst du ein paar Tage zuhause verbringen. Vater ist schon ganz neugierig, was du wohl erlebt haben magst. Er wäre selber gerne mitgekommen, aber er ist schon alt und kann nicht mehr gut laufen."
Er wandte sich um, und die anderen stellten sich um Grom auf.
"Komm." sagte er.
Und sie gingen. Sie verließen die Lichtung und gingen auf einem schmalen Pfad in den Wald. Er kam Grom bekannt vor. Wenn das der Pfad war, den er vor elf Jahren auf dem Weg zur Lichtung gegangen war, dann würden sie noch einige Zeit gehen müssen, bis sie an dem Steinkreis ankämen, der am Ende einer tiefen Schlucht stand, und von dem aus sie zu dem Steinkreis in der Nähe seines Dorfes kamen. Wie sie so schweigend hintereinander her gingen ergriff ihn ein Gefühl tiefster Zufriedenheit. Er war wieder zuhause.

Mit einem Mal riss ihn etwas aus seinen Gedanken. Er konnte sich erst nicht erklären was ihn aufgeschreckt hatte. Aber dann bemerkte er es. Es war eine Art Flüstern. Kein wirkliches Flüstern sondern mehr gehauchte Stimmen, so als würden sich Wesen unterhalten, die gar keine Stimme hatten. Er blickte zu den Anderen. Sie schienen nichts zu bemerken. Dafür hörte er es jetzt ganz deutlich. Etwas in seiner Nähe redete miteinander. Und sie redeten über ihn.
Wie zufällig striff er die Tasche an seinem Gürtel mit der Hand und bemerkte etwas sonderbares. Die Tasche vibrierte. Er griff hinein. Es war das Blatt. Das Blatt was Martha Arbor ihm in Kristarsien gegeben hatte, und mit dessen Hilfe er mit Bäumen sprechen konnte. Und das was da wisperte waren die Bäume um ihn herum. Er erkannte das sie nicht nur untereinander sprachen, sondern das sie ihn auch ansprachen. Nur verstand er es nicht, denn diese Bäume stehen schon länger hier als es Götter gibt. Seit Beginn des Lebens. Und die Sprache hat sich verändert.
Der Skorvir-Schamane, der hinter ihm ging schien seine Unruhe bemerkt zu haben.
"Ist etwas? Du scheinst nervös?" fragte er.
"Nein" antwortete Grom "ich wusste nur nicht das es auch in diesem Ausmaß funktioniert" sagte er in Gedanken.
"Was funktioniert in welchem Ausmaß?"
"Na die Bäume, sie versuchen mit mir zu reden"
"Du hörst das? Erstaunlich, ich dachte immer, ich sei der einzige der mit diesen alten Bäumen reden kann."
"Ich glaube nicht das ich mit ihnen reden könnte. Ich verstehe ihre Sprache nicht. Aber ich höre das sie sprechen. Sie sprechen über mich und versuchen mich anzusprechen." erklärte Grom.
"Aber wie kann das sein" fragte der Schamane "wie kannst du die Bäume hören, ohne Skorvir-geweiht zu sein? Konntest du das auch schon als du die Jahre im Wald warst?"
"Nein." antwortete Grom "Aber ich habe ein Blatt von Martha Arbor bekommen. Einem alten Baum in einem fernen Land das ich bereist habe. Und mit diesem Blatt kann ich mit Bäumen sprechen. Aber lass mich das am besten erzählen wenn wir zuhause sind."
Und so gingen sie schweigend weiter. Grom hörte beim gehen den Bäumen zu, wie sie in ihrer fremden Sprache vor sich hin murmelten. Aus irgendeinem Grund schienen sie verstanden zu haben, was er gesagt hatte, auch das er sie nicht verstand, denn er hatte das Gefühl weit weniger angesprochen zu werden, als das sie über ihn sprachen.

Nach knapp zwei Stunden waren sie da. Gjolf entzündete mit einer Handbewegung und etwas Gemurmel einen Haufen Holz in der Mitte des Steinkreises und sie stellten sich darum im Kreis auf.
Sie fassten sich bei der Hand und die Schamanen begannen zu singen. Sie sangen einen Singsang in einer seltsamen Sprache, die so ähnlich klang wie die, die die Bäume sprachen. Groms Lider wurden schwer. Alles wurde unscharf und er hatte das Gefühl, als würden sie sich um das Feuer drehen. Der Singsang war noch genauso einschläfernd wie vor elf Jahren. Jetzt erst merkte er wie müde er eigentlich war. Es musste schon nach der zweiten Stunde des neuen Tages sein. Er schloss die Augen und schlief ein.

Die Reise durch Rhuul

Der folgende Text sollte eigendlich eine kurze Beschreibung dessen werden, was Grom in Rhuul so getrieben hat, wurde dann aber doch zu lang für die E-Mail an die SL ;) Da der Text für eine E-Mail gedacht war sind manche Sachen etwas kurz geraten.
Nachdem er ungefähr eine Woche bei seinem Stamm "Urlaub" gemacht hat, bekam er von den Schamanen gesagt, er wäre reif für die nächste Stufe als Skovhednar. Normalerweise würde es bis dahin viele Jahre dauern, er hätte sich aber in der "Außenwelt" bereits bewiesen, sodass Sejrir, auf Anfrage seines Bruders Gjolf, der zu Grom eine Verbindung hat, ähnlich wie die zwischen Mehl, Siriel und Käthe, und der wusste was Grom so gemacht hat, seine Erlaubnis dazu gegeben hat. Grom müsste nur noch seine Verbindung zu Rhuul stärken (die Zeit im Wald war nicht auf Rhuul, sondern im Wald der Ebene Livgard, wo die Götter wohnen).
Dazu sollte er, da er bereits Erfahrung damit hätte, fremde Länder zu bereisen, in jede Region Rhuuls reisen, und von den Völkern dort ein Geschenk mitbringen. Das wären im Einzelnen: die Orks, die Sirai, die Elfen und die Zwerge. Von den Skovhednar bräuchte er nichts mit zu bringen, er hätte schon genug von denen. Zu den Riesen und den Mischlingen müsse er nicht reisen, weil die Mischlinge nicht als ursprüngliches Volk gelten, und die Riesen ein verachtetes Volk sind, dürfe es aber, wenn er wollte. Und falls es die Halblinge wirklich auf Rhuul gäbe und er sie finden würde, könnte er auch durchaus von denen etwas mitbringen.

Die Bedingung war, das es ein Geschenk sein müsste. Er dürfte es weder einfach so kaufen, noch es stehlen.

Es sei noch gesagt, das Grom auf Rhuul weitaus Stärker ist als in der "Außenwelt", da die Skovhednar hier Sejrir weitaus näher sind. Außerdem vergeht die Zeit hier etwas anders als in der Außenwelt.

Zu den Orks

Zuerst ging er zu den Orks. Er ging bis in die Hauptstadt der Orks, der Stadt Furos, mitten in der Ebene Su Mor. Nachdem sich da erst niemand mit ihm beschäftigen wollte traf er, als er die Stadt verlassen und sich in den Dörfern drum herum umsehen wollte seinen Jugendfreund Arri, mit dem er aufgwachsen war. Er verdingte sich in der Armee der Orks. Der stellte den Kontakt zu einem der höheren Schamanen her. Dieser war bereit sich seiner anzunehmen, aber nur unter einer Bedingung. Grom sollte, wenn er wieder in die Außenwelt Fjorgyn zurückgekehrt war, versuchen diplomatische Kontakte zwischen dem Orkreich und anderen Reichen herzustellen. Denn die Götter waren allesamt unzufrieden mit der Situation, und er, der Schamane, hatte eine Vision gehabt, in der Frumran in die Ordnung der Welt eingreifen, und ganz Su Mor, mitsamt Orks und Lichtbetern, aus Rhuul herauszunehmen und in die Außenwelt zu setzen. Da die Orks es aber seber nicht schafften die Lichtbeter von Rhuul zu entfernen und die anderen Völker Rhuuls entweder nichts damit zu tun haben wollten, oder sich nicht einig wurden, wie die Skovhednar, war das der letzte Schritt, der ihnen noch offen stand. Auch wenn der regierende Fürst damit nicht einverstanden war. Also hatte sich eine Art Bewegung gebildet, die zu ihrer traditionellen Lebensweise zurück, und der innerhalb kurzer Zeit entstandenen Zivilisation den Rücken kehren wollten. Der Schamane gehörte, wie viele andere Schamanen, aber auch manche Heerführer, den Anführern dieser Bewegung an.
Grom versprach, er wolle versuchen Verbündete in diesem Krieg zu finden, und der Schamane gab ihm dafür einen Feuersteindolch, als Zeichen der alten Traditionen.

Die Sirai

Grom reiste weiter, nach Süden in die Wüste Verant. Er traf dort nach wenigen Tagen eine Karavane. Der Anfühere dieser Karavane beklagte sich, das ein besonders großer Löwe sie nachts immer wieder angreifen, und Kamele stehlen würde. Er war aber zuversichtlich, das er und die wenigen Leute die er dabei hatte, zusammen mit einem Skovhednar in der Lage sein würden, diesen Löwen zu stellen. Und so legten sie sich in der Nacht auf die Lauer, der Löwe kam wie erwartet, sie griffen ihn an und besiegten ihn. Zum Dank bekam Grom die Pfeilspitze, die den Löwen getötet hatte.

Bei den Ork-Elfen

Dann ging er nach Westen, zur Enklave. Denn auch wenn er von dort nicht unbedingt etwas mitbringen musste, so wollte er es doch versuchen.
Zunächst wollten ihn die Mischlinge nicht hereinlassen. Jene Kreaturen, hab Ork halb Elf. Manche waren einfach nur grüne, braune oder schwarze Elfen (letztere aber nicht mit weißen Haaren), manche sahen aus wie rosige Orks, andere wiederum fast wie Menschen mit zu spitzen Zähnen, oder ausgefransten Ohren. Dann gab es aber auch welche, die waren groteske Mischungen aus Merkmalen beider Völker.
Wie auch immer sie aussahen, sie wollten ihn nicht hereinlassen. Sie wollten nichtmal mit ihm reden. Das störte ihn aber nicht weiter, er setzte sich vor das Tor an der Grenze und begann einfach zu ezählen. Er erzählte das er ein Skovhednar sei, der die Völker Rhuuls besuchen sollte, und das er schon von den Skovhednar, den Orks, den Sirai und den Riesen (siehe weiter unten) etwas hätte. Als er die Orks erwähnte wurde hinter dem Tor getuschel laut und man hörte jemanden weglaufen. Er dachte sich nichts dabei, zündete sich ein Rauchkraut an und meinte, er würde erst gehen, wenn sie mit ihm geredet hätten. Er brauchte auch nicht lange zu warten, da erschien auf der Palisade einer, der aussah wie ein Elf mit grünen Flecken und viel zu langen Orkohren. Der Kleidung nach war er wohl eine Art Schamane oder Häuptling, vielleicht auch beides. Der sagte, er solle erst etwas von den Elfen holen, dann würden sie auch mit ihm reden. Denn wenn er von den Elfen etwas bekäme, nachdem er mit einem Teil der Orks herumlief, dann würden sie das zum Zeichen nehmen, das auch sie ihm trauen könnten.

Nurgle und die Elfen

Also ging Grom nach Norden in den Wald Rhunen Tawar. Er brauchte nicht lange zu gehen, da fand er sich umringt von grimmig schauenden Elfen, die mit Pfeil und Bogen auf ihn zielten. Sie sagten aber kein Wort, also begann er auch hier zu erzählen wer er sei, warum er unterwegs war, was er schon bekommen hätte, und das die Mischlinge wollten, das er etwas von den Elfen bekäme, damit sie ihm etwas geben wollten. Nachdem die Elfen noch ein Rauchkraut lang geschwiegen hatten senkte einer, der offenbar ihr Anführer war seinen Bogen und die Anderen taten es ihm gleich. Er drehte sich um und ging tiefer in den Wald hinein. Grom folgte ihm, weiterhin umringt von grimmig schauenden Elfen. Sie kamen in ein kunstvoll verziehrtes Dorf, in dessen Mitte sie ihn führten. Auch hier war kein Elf der nicht grimmig schaute. Der, der die kleine Gruppe angeführt hatte ging in eine kleine aber äußerst prächtige Hütte und kam erst nach einer ganzen Weile wieder heraus, während der sich Grom auf den weichen Waldboden gelegt und in das bisschen Himmel geschaut hatte, das man durch die Bäume sehen konnte. Hinter dem grimmigen Elf kam ein weiterer, nicht weniger grimmig schauender Elf, bei dem man aber beim besten Willen nicht sagen konnte ob es sich um einen Mann oder ein Frau handelte aus der Hütte. Dieser meinte mit einer Stimme aus der man das Geschlecht auch nicht erraten konnte, normalerweise würden sie jemanden, der mit einem Orkdolch herumlief einfach wegschicken, aber es gäbe eine Aufgabe, die genau richtig wäre für einen Skovhednar, der sich beweisen soll, und sie würden ihm etwas weitaus wertvolleres geben als nur einen Zweig oder ein Blatt, das er bekommen hätte, hätte der den Dolch nicht dabei, und wäre die akutelle Lage eine Andere. Aber so war es nunmal nicht. Das Elf sagte, es gäbe im Randbereich, zwischen Wald und dem Ödland Authn ein Lager von Anängern des Chaosgottes Nurgle, der tief verborgen, in den finstersten Ecken des Geister der Lichtbeter nach Rhuul gekommen war und mit Hilfe von Jettrir, dem Gott des Hasses, einige Orks aus dem Östlichen Rand Su Mors hatte auf seine Seite hatte zeihen können, die jetzt ein Stück weiter nördlich angefangen hatten, den Wald dem Ödland hinzuzufügen. Sie hätten schon lange auf den richtigen Moment gewartet die Nurgle-Anhänger anzugreifen, und er fand, das jetzt, wo ein Skovhednar so mir nichts dir nichts genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort in den Wald marschiert kam, der richtige Moment gekommen war. Er würde Boten zu den umliegenden Dörfern schicken. Am nächsten Morgen würden sie aufbrechen und er, Grom, sollte sie begleiten.
Auch wenn die Elfen ein wenig wunderlich waren, so hatten sie doch äußerst bequeme Betten, fand Grom, als sie am nächsten Morgen aufbrachen. Sie gingen ein Stück, und trafen bald auf eine andere Gruppe aus einem der benachbarten Dörfer. Dann trafen sie weitere und noch weitere, und als sie sich dem Rand des verheerten Waldes näherten waren sie breits über hundert Elfen und ein Skovhednar. Grom fragte sich wie groß das Lager der Nurgle-Anhänger denn wohl sein möge, das man dafür so viele Elfen bräuchte, und was dann ein Skovhednar noch tun könnte. Er fragte das geschlechtslose Elf, das auch mitgekommen war, wie denn der Plan wäre und das sagte, sie würden noch ein Stück weiter gehen, bis sie den Rand des Waldes erreicht hätten und würden dann auf breiter Front angreifen.
Am Waldrand angekommen konnte man das Lager schon sehen. Es hatte keine wirkliche Palisade, sondern war mehr eine Ansammlung ungeordneter, dreckiger Zelte, umgeben von einem Stück besonders dreckigem, besonders stinkendem Ödland. Grom sagte dem Elf, es solle seine Leute nicht erst lange Aufstellung nehmen lassen, sondern sie sollten, sofern sie das könnten, sich selbst und ihre Waffen verzaubern und sich im Kampf von Sejrir leiten lassen. Er selbst segnete sein Schwert mit der Wut Sejrirs, denn eine Sejrir geweihte Waffe durchschlägt jede noch so dicke Rüstung.
Er ließ den Elfen noch etwas Zeit sich vorzubereiten, dann rief er:

"Sejrir gef oss Traust en öthi",

den Anfang des Schlachtrufes der Skovhednar.
Die Elfen erkannten den Ruf und riefen den Rest des Schlachtrufes zurück:

"En hreysta or Armr, en gera or Fell so frekr hve thann freksten Steinn".

Dann schoßen die Elfen ihre Pfeile in das Lager und nachdem die Pfeile in der Luft weniger wurden und Grom links und rechts von sich die Klingen der Elfen blitzen sah rannte er los, und die Elfen folgten ihm, egal ob sie noch Pfeile hatten oder nicht, denn sie hatten Sejrirs Ruf gehört und Sejrir kämpft nicht mit Pfeil und Bogen.
Der Kampf war recht schnell vorbei und die Nurgle-Anhänger restlos geschlagen. Es waren zwar auch einige Elfen gefallen oder verletzt, aber die meisten hatten, wie Grom, nur Kratzer abbekommen.
Zurück im Dorf wurde ein Fest gefeiert, und es gab kaum noch grimmige Gesichter. Höchstens von denen die im Dorf hatten bleiben müssen.
Während dieses Festes kam das Elf zu Grom um ihm sein Geschenk zu geben. Es war eine kleine Holztafel, darauf war eine Art Raster und darin standen komische Zeichen. Und unter jedem Zeichen war eine Rune in Futhark. Grom wollte sich dieses Brettchen, was offensichtlich eine Übersetzungstabelle war, genauer anschauen, doch es war, als wären die Zeichen darauf verschwommen, und wollten nicht von ihm gelesen werden. Und anstatt irgendetwas davon zu verstehen bekam er Kopfschmerzen. Dann legte das Elf seine Hand auf Groms Stirn und mit einem Mal war die Schrift klar zu erkennen. Auch verschwanden Groms Kopfschmerzen wieder.
Die Schrift hieße Tawarin, erklärte das Elf, die alte Schrift der Elfen von Rhuul, die nur von denen gelesen werden kann, die die Fähigkeit haben sie zu lesen. Diese Fähigkeit kann man nicht lernen. Man bekommt sie, von jemandem der sie bereits hat weitergegeben.

Zurück zu den Elfen-Orks

So ging er wieder zurück zu den Mischlingen. Er stellte sich vor das Tor in der Grenzmauer und wollte gerade anfangen zu erzählen, da wurde es schon aufgemacht und er wurde hinein gebeten. Dahinter stand der Schamane mit den Ork-Flecken und bedeutete ihm zu folgen. Sie gingen ein Stück und kamen an an Dorf, das am Rand eines kleinen Wäldchens lag. Das Dorf sah, genau wie seine Bewohner, aus wie eine Mischung aus Orks und Elfen. Grom folgte dem Schamanen in seine Hütte, die Aussah als hätten Orks versucht elfische Schnitzereien daran vorzunehmen, und deren Balken zwar kerzengerade und wunderbar glatt waren, dafür aber die Bretter in den Zwischenräumen kreuz und quer daran genagelt und die Lücken mit Lederfetzen ausgefüllt waren. Er gab Grom eine kleine Tasche, auf der vorne ein komisches Gespinst mit Federn daran war. Dieser "Traumfänger", wie der Schamane das Gespinst nannte sollte Grom vor bösem Einfluss schützen.
Grom blieb noch ein paar Tage bei den Mischlingen, schlicht und einfach weil ihn ihre groteske Art und Weise und die skuriel Mischung aus Orkischem und Elfischem so faszinierte.

In's Gebirge

Er hatte keine Lust sich wieder mit irgendwelchem Gesindel in den Authn herumzuschlagen und so überquerte er den Fluss, der die Wüste von der Enklave trennte, ging eine Weile durch die Wüste und dann nach Norden, durchquerte den Storskov und gelangte schließlich in die Ausläufer des Gebirges Tsahar, in dem die Zwerge wohnten. Der Weg in das Gebirge war mühsam, obwohl ihm die Skovhednar aus einem Dorf in der Nähe des Gebirges einen Pass gezeigt hatten. Außerdem wurde es immer kälter, je weiter er nach Norden kam.
In einer Nacht suchte er Schutz in einer kleinen Höhle am Pass. Der Himmel war bedeckt, und so gelang kein bischen Licht von draußen in die Höhle. Da entdeckte er einen schwachen Lichtschein, der aus einer Spalte am Ende der Höhle kam. Grom sah nach und stellte fest, das der Spalt gerade breit genug war um hindurch zu kriechen. Je weiter er in den Spalt kroch, desto breiter wurde er und wurde schließlich zu einer Art niedrigem Gang, in dem Grom gebückt stehen konnte. Das Licht kam von komischen Würmchen, die in Gruppen an den Wänden hingen und sich zu Kügelchen zusammenzogen wenn man sie berührte, und die in einem sanften Türkis leuchteten. Grom ging weiter den Gang entlang, der immer breiter und höher wurde, und der schließlich in eine große Höhle mündete. Allerdings mehrere Meter über dem Boden. Grom dachte sich, wo eine Höhle im Berg ist, da sind auch Zwerge, und so kletterte er die Wand hinunter und durchquerte die Höhle, nur um zu guter letzt wieder in einem Gang zu stehen. Er ging einige Stunden in denen er nichts weiter sah als grauen Fels und leuchtende Würmchen, die übrigens ganz passabel schmecken. Er war schon kurz davor umzukehren, denn zum einen wurde ihm langweilig und zum anderen waren ihm die Würmchen wohl doch nicht so gut bekommen. Außerdem hatte sein Erbrochenes (die Würmchen waren ihm wirklich nicht gut bekommen) geleuchtet. Doch da hörte er ein klopfendes Geräusch, wie wenn jemand mit einer Hacke auf Stein haut.
Er ging dem Geräusch nach und kam in eine Höhle, in der einige Zwerge wohl damit beschäftigt waren irgendetwas abzubauen, zumindest hackten sie auf den Wänden herum. Interessant fand Grom, das sie trotz der Arbeit und der offensichtlich nicht vorhandenen Gefahr, allesamt ein Kettenhemd trugen. Er ging weiter in die Höhle hinein und fand sich bald umringt.
Diesmal zeigten aber keine Pfeile auf ihn, sondern Spitzhacken und Äxte. Er sagte, er hätte keine Lust mehr darauf dauernd von irgendwem eine Waffe unter die Nase gehalten zu bekommen, außerdem sei er seit Stunden unterwegs und ihm wäre schlecht von den Würmchen. Da fingen die Zwerge an zu lachen und einer meinte in einem fürchterlichen Dialekt:

"Nu skulan thin miga for an hwila giliuhtian, jung Skovhednar"

("Nun wird deine Pisse für 'ne Weile leuchten, junger Skovhednar", altsächsisch). Grom verstand kein Wort und hatte auch keine Lust mehr zu stehen. Also beschloss er den Zwergen auf Augenhöhe zu begegnen, setzte sich hin, zündete sich ein Rauchkraut an und meinte in der Gemeinsprache der Außenwelt: "Hm, Grom gehat sich setzt, aber größer als du immer noch sind." und grinste sich eins auf die verdutzten Gesichter der Zwerge. Die zuckten mit den Achseln, lachten und ließen ihre Äxte sinken. Der der zuletzt gesprochen hatte klopfte Grom auf die Schulter und fragte in gebrochener Gemeinsprache (-Rhuuls) wer er denn sei, und was er da wolle. Grom erzählte ihm alles und der Zwerg meinte, darüber könne er nicht entscheiden. Wohl aber der König vom Berg. Denn Grom war, ohne es zu wissen durch einen alten Fluchttunnel der Stadt Khon gegangen, der Hauptstadt der Zwerge von Rhuul.
Grom hatte von den Zwergen etwas richtige Nahrung in Form von Brot bekommen, und auch einen starken Schnaps, der die Bauchschmerzen linderte. Und so ging Grom mit dem Zwerg ein paar Tage durch die Gänge. Die Anderen Zwerge waren zurück geblieben, denn die Arbeit würde sich auch dann nicht von selbst erledigen, wenn auf einmal ein Skovhednar auftaucht. Sie kamen zuerst an einen Fluss, der durch eine gewaltige Höhle floß und von einer ebenso gewaltigen Brücke überspannt wurde, dann kamen sie in eine weitaus gewaltigere Höhle, die so groß war, das man vom einen Ende aus das andere nur verschwommen sehen konnte. Sie musste über eine Meile groß sein, und nicht nur das, sie schien auch komplett künstlich zu sein, denn überall an den Wänden kletterten Häuser, Balkone und Treppen empor, teils in den Stein gehauen, teils angebaut, aber alles aus Stein, und nur geringe Mengen Metall. Auch gingen von den Außenwänden aus gewaltige Rippen ins innere der kreisrunden Höhle, die, zum Zentrum der Höhle hin immer flacher wurden, und die auch nur aus Häusern zu bestehen schienen. Am Boden der Höhle, zwischen den Rippen standen viele größere Häuser. In manchen Bereichen schienen das alles Handwerkshäuser zu sein, in anderen waren es große schmucke Häuser, wie die von reichen Leuten. In der Mitte der Höhle war eine Säule, die vom Boden bis zur Decke reichte, und in deren Mitte ein großer Ring war, der die größten Fenster von allen Gebäuden dort hatte.
"Dort müssen wir hin." sagte der Zwerg, als er merkte wie Grom mit offenem Mund den Ring an der Säule anstarrte, grinste und ging mit stolz geschwellter Brust voran. Die Zwerge denen sie begegneten schauten Grom nicht weniger grimmig an, als die Elfen es getan hatten, aber der Zwerg der ihn führte machte trotzdem ein Gesicht als hätte er den dicksten Edelstein Rhuuls gefunden. Sie brauchten ein ganze halbe Stunde, um sich durch das Gedränge bis zum Fuß der Säule vor zu kämpfen. Die Wachen die vor dem Tor standen, das so groß war, das ein Fuhrwerk mitsamt Ross und Reiter senkrecht hinein gepasst hätte, schauten nicht nur noch grimmiger als alle anderen Zwerge zusammen, sie schauten auch am prächtigsten aus, in ihren kunstvoll verzierten, blank geputzten Rüstungen. Der Zwerg der Grom geführt hatte sprach in diesem seltsamen Dialekt mit den Wachen zu reden. Dem Tonfall entnahm er, das der Zwerg hinein, die Wachen ihn aber nicht lassen wollten. Letzten Endes besannen sie sich doch eines Anderen und Einer von ihnen klopfte an das Tor, worauf hin ein Schieber geöffnet wurde aus dem zwei Augen lugten. Der Zwerg sprach ein paar Worte zu den Augen, die daraufhin verschwanden. Der Zwerg der Grom geführt, aber sich immer noch nicht vorgestellt hatte meinte, ein Bote wäre geschickt worden, ob der König sie empfangen wolle. Es dauerte eine weitere halbe Stunde, da ging erst der Schieber wieder auf, ein Paar Augen lugte heraus, wohl ob sie noch da wären, ging wieder zu und das Tor wurde geöffnet. Dahinter standen weitere Wachen in prächtigen Rüstungen und mit grimmigem Blick und davor stand ein Zwerg, der noch kleiner war als die Anderen Zwerge. Der ging zu Grom stellte sich als der Herold des Königs vor und bat Grom ihm zu folgen. Als Grom das Tor durchschritten hatte, schlossen sich die gewaltigen Flügel, ohne das jemand zu sehen war, der sie bediente. Die Wachen nahmen Grom in die Mitte und dann begann der Aufstieg. Es ging unzählige Treppenstufen hinauf, und als sie nach einer guten viertel Stunde oben waren stand Grom in einem riesigen Saal, der von der Mitte bis zum Rand des Ringes ging, und nach Außen hin breiter wurde. Ganz am Ende, vor einer Reihe von gewaltigen Fenstern war eine Art Berg mitten im Saal. Als sie näher kamen erkannte Grom, das es kein Berg war, sondern eine Art Podest, auf dem ein Thron stand. Grom wurde davor gestellt und oben erhob sich ein alter Zwerg aus dem Thron. Er fragte Grom wer er sei und was er von den Zwergen wolle, und Grom erzählte ihm alles.
Der König überlegte kurz und sagte, Grom solle nur etwas von den Zwergen bekommen, wenn er es sich verdiene wie ein Zwerg. Er erzählte, das es nicht weit von der Hauptstadt ein kleines Vorkommen an weißem Adamant gäbe, einem Metall das in der Lage wäre Zauber sowohl zu leiten als auch zu speichern, für das die Zwerge aber kaum Verwendung hätten, da es relativ oft im Gebirge vorkäme, aussehe wie Silber, aber schwerer zu verarbeiten und zu schürfen wäre. Für Grom könnte ein Gegenstand aus diesem Metall aber durchaus nützlich sein. Seine Aufgabe sei es also, eine Hand voll von dem Metall abzubauen und zurück zu bringen, dann würde ihm daraus ein Ring geschmiedet.
Also ging Grom, mit einer Spitzhacke bewaffnet, zu eben dieser Ader von weißem Adamant hin und begann danach zu schürfen. Er hatte damit seine liebe Not, denn zum Einen hatte ihm niemand erklährt wie man Metalle effektiv aus dem Gestein löst, zum Anderen war der Stein härter als erwartet. Aber nach einigen Tagen schaffte er es doch eine Hand voll von dem, ungewöhnlich leichten, weißlich silbrigen Metall abzubauen und brachte es zurück zum König. Der zeigte sich erstaunt das Grom so lange durchgehalten hätte, stellte damit aber fest das es Grom ernst damit war und ließ sofort einen Ring daraus schmieden.
Grom erinnerte sich an sein Versprechen gegenüber dem Orkschamanen, das er am Anfang seiner Reise gegeben hatte und fragte den König, warum sich die Zwerge eigendlich aus allem heraus hielten, was Rhuul angehe. Der König sah erst aus als wollte er Grom gleich aus dem Fenster werfen lassen, besann sich dann aber eines besseren und antwortete, ihr Gott, Trogolin wolle das die Zwerge im Gebirge blieben, um dort nach den Schätzen der Erde zu suchen. Grom fragte dann, ob Trogolin denn wolle, das die Zwerge auf diese Weise nicht zu kämpfen kamen, und die Völker Rhuuls so glauben müssten die Zwerge wären feige Schwächlinge. Denn Kämpfen könnten die Zwerge vermutlich gut, zumindest machten die Wachen den Eindruck, und zum schürfen sei noch genug Zeit, wenn der gemeinsame Feind, aller Völker Rhuuls geschlagen wäre. Der König überlegte kurz und meinte dann, es solle in Zukunft kein Zwerg mehr aufgehalten werden, der das Gebirge verlassen und den Orks im Kampf beistehen wolle. Seine Armee könne er aber nicht schicken.
Grom erkannte, das mehr nicht zu holen war und machte sich wieder auf den Rückweg.

Zurück nach Hause

In seinem Dorf angekommen ging er direkt zu den Schamanen, um zu berichten was er erlebt, und zu zeigen was er bekommen hatte. Er zeigte ihnen den Dolch, die Pfeilspitze, das Tawarin-Brettchen, die Traumfängertasche, den Ring, legte sein Schwert dazu und holte zu guter letzt den Zahn des Riesen heraus. Die Schamenen machten beim Anblick des Zahns ein Gesicht, als hätte Grom den Kopf des gefallenen Lichtbetergottes Altera auf ihren Tisch gelegt. Erst als einer der Schamanen ihn ansah als wäre er völlig verrückt geworden verstand er, das die Schamenen den Zahn offenbar auch nicht sehen konnten, genau wie alle anderen. Also erzählte er ihnen wie er zu dem Zahn gekommen war.

Die Sache mit dem Riesen

Er erzählte, wie sie, als er noch in Balamar bei der Klinge war, eines Tages bei einer Feierlichkeit zusammen mit Connor auf die glorreiche Idee kam etwas zu beschwöhren, um es bekämpfen zu können, weil ihnen gerade langweilig war. Connor wollte erst ein Wesen mit einem komischen Namen beschwöhren, da sich aber niemand bereit erklährte dabei als Opfer zu dienen (an dieser Stelle klatschte sich einer der Schamanen die Hand so fest gegen die Stirn, das er einen Handabdruck davon trug) beschlossen sie stattdessen einen Riesen zu rufen, denn dafür bräuchte man wahrscheinlich kein Opfer. Da so ein Riese aber ziemlich groß ist, erdachten sie die Taktik, das sie beide auf seine Beine einschlagen wollten, und jemand drittes schnell hochklettern und den Riesen erstechen sollte. Dafür suchten sie sich Gynn aus, denn als Katzenwesen konnte sie ziemlich gut klettern. Daraus wurde aber vorerst nichts. Erst als sie an dem Ort waren, an dem Connor einen Kor-Schrein in Balamar errichten wollte, und wo sie sich versammelt hatten um da im Kampf den Schrein zu weihen bot sich die Gelegenheit. Allerdings war Gynn aus irgendeinem Grund nicht dabei, also fragten sie Eleonora, die als Waldelfe ja auch ganz gut würde klettern können, und die schließlich zustimmte. Desweiteren gaben sie sich selbst die Auflage den Riesen nur mit ihren Klingen-Dolchen zu erlegen.
Sie stellten sich also hin und riefen den Riesen. Nachdem sie eine Weile gerufen, und schon fast keine Lust mehr hatten, erschien der Riese auch. Er kam schnell näher und griff sie an. Ihre Taktik funktionierte. Connor und Grom stachen den Riesen in seine riesigen Riesenfüße während Eleonora an dem Riesen hinauf kletterte. Zwischendurch fiel sie herunter, aber sie fingen sie auf und warfen sie wieder hoch.
Schlußendlich gelang es Eleonora, dem Riesen ihren Dolch in den Kopf zu rammen, woraufhin der noch ein bischen fuchtelte und trampelte, schließlich aber umfiel und starb. Grom packte die Gelegenheit beim Schopfe und brach dem Riesen einen Zahn heraus, weil ihm sonst niemand glauben würde. Aber wundersamer Weise hatte keiner der Anderen, die dort gewesen waren etwas von alledem gesehen. Sie hatten wohl gesehen wie Connor und Grom die Luft stachen und wie Eleonora Kletterbewegungen machte, aber sonst nichts. Kein bischen von einem Riesen. Noch nicht einmal den Zahn.

Als Grom geendet hatte, schienen die Schamanen kurz zu überlegen, und schickten ihn dann hinaus. Zeigten ihm aber eine Stelle, an die er den Zahn legen sollte, damit sie ihn untersuchen könnten. Sie berieten sich lange und holten ihn nach vier Stunden wieder in die Hütte. Sie waren zu dem Schluss gekommen, das die Göttin Unga dahinter steckte. Eigendlich war sie die Göttin der Heilung und der Jugend, aber zu letzterem gehörte offenbar auch jugendlicher Schabernack. So hatte sie die Ebenen an der Stelle wo der Riese war, und da wo die Drei waren übereinandergelegt und so verbunden, das nur der Riese und die Drei davon betroffen waren. So konnten sie einen echten, real existierenden Riesen bekämpfen, ohne das Umstehende den Riesen würden sehen können. Sie hatte wohl nicht gedacht, das sie es schaffen würden, dein Riesen zu besiegen, geschweige denn einen Zahn von diesem mit zu nehmen, sondern sie hatte wohl eher geplant, das der Riese sie ordentlich verhauen würde, hätte aber die Ebenen getrennt, bevor der Riese jemanden getötet hätte.
Die Schamanen meinten, der Zahn wäre nicht ungefährlich, denn an genau der Stelle wäre ein Knoten zwischen den Ebenen und er würde zwar die eine Seite mit sich herum tragen, die Andere Seite aber auch, die wäre aber irgendwo in der Außenwelt. Wozu das führen könne wäre nicht abzuschätzen, zumal jetzt auch ein solcher Knoten in Livgard, der Ebene der Götter wäre, denn sie hätten ihn auf einem Umweg über diese Ebene nach Rhuul geholt. Sie gaben ihm also die Aufgabe den Zahn zu einem der lebenden Stein zu bringen, die zwar keine Seele, wohl aber einen eigenen Willen haben. Der Stein, den Grom zum Schutz vor fremden Mächten bekommen hatte wäre ein Splitter eines dieser Steine.
Auf die Frage, wo der denn überhaupt wäre, und warum er den den nicht trage musste Grom ihnen sagen, das er den Stein kurz vor seinem Aufbruch aus Balamar an Gynn verliehen hatte, weil die ihn mehr gebraucht hätte als er.
Also beschlossen die Schamanen, Grom einen Teil ihres Handwerkes zu lehren, bevor sie ihn mit dem Zahn lossschicken würden.
Und so wurde Grom vor die Wahl gestellt welchem Element er dienen wollte, Feuer oder Eis, worauf Grom sich für Eis entschied, "denn Feuer kann doch jeder".
Dann sollte er sich für einen Gott entscheiden und entschied sich für Sejrir.
Also lernte Grom zuerst wie er Energie kanalisieren, freisetzen und formen konnte, ohne sich zu verletzen. Dann lernte er wie er Energie von den Göttern beziehungsweise den Elementen beziehen konnte. Schließlich lernte er, wie er die Kälte Frers in seiner Hand halten konnte, um sie bei Berührung freizusetzen, wie er sie gezielt ein eine Richtung werfen konnte und schließlich wie er sie dazu brachte sich um eine Waffe zu legen und sie so stark abzukühlen, das man sie nicht mehr festhalten konnte. Außerdem lernte er den generellen Umgang mit hergezauberter Kälte. Außerdem lernte er, wie er Sejrirs Kraft nehmen und wie eine zweite Haut um sich legen konnte, um sich vor Angriffen zu schützen.
Er war im Zaubern noch längst nicht perfekt und es war auch noch deutlich anstrengender als für jemanden der darin mehr Übung hatte, aber er konnte die Zauber wirken ohne sich zu verletzen und die Schamanen fanden, das müsse reichen.

Der lebende Stein

Also sollte er nun zu diesem lebenden Stein aufbrechen. Das war nicht irgendein lebender Stein, sondern ein ganz bestimmter. In Livgard gibt es noch eine ganze Menge an lebenden Steinen. Aber in Glennaheim, der Ebene in der Rhuul liegt gibt es nur noch wenige, und die sind allesamt Göttern geweiht. Und dieser, zu dem Grom gehen sollte war Unga geweiht und wurd auch als Wandelstein bezeichnet. Wandelstein hieß er, weil er alles was man darauf legte ins Gegenteil wandelte. Manchmal aber auch in etwas völlig anderes. Man konnte auch Einfluss darauf nehmen, was er damit machen würde, in dem man ihm genau sagte was man wollte. War man bei seiner Beschreibung aber nicht genau konnte etwas anderes herauskommen, als man wollte, denn wie die Göttin, der er geweiht war, liebte der Stein den Schabernack. Der Stein war früher des öfteren besucht worden, das hatte aber nachgelassen, weil man immer genauere Beschreibungen geben musste um das Gewünschte zu erhalten. Der Stein stand am Rande des Storskov auf einer Insel in einem See in den Ausläufern der Krott. Während ringsum der Boden größtenteils aus schroffem Fels bestand, auf dem nichts wuchs außer ein paar trockenen Ranken, die ein Häufchen Sand in einer Rille fanden, wo sie sich verwurzeln konnten. Stand die Insel noch in vollem Grün. Der See aber war so schwarz wie der Fels rings um, und sein Wasser war so salzig, das darin nichts leben konnte. Die Schamanen hatten Grom gewarnt, kein Metall mit zu nehmen, denn der hohe Salzgehalt würde es sofort anfangen lassen zu rosten. Überhaupt sollte Grom nichts mitnehmen außer Proviant, Kleidung und dem Zahn, damit er lernen konnte, mit seinen Zaubern umzugehen. Grom erreichte den See in der Mitte des letzten Monats, als es schon recht kalt geworden war. Er schwamm durch den See und begann das Ritual vorzubereiten.

Er suchte sich Rindenstückchen, ungefähr so groß wie eine halbe Handfläche. Darauf schnitt er die Runen der neun Forfadri. Dann ging er zum Stein, der in der Mitte der Insel stand, ritzte sich in die Hand, tropfte das Blut auf den Stein und sagte:

Drang af Unga, vaka þvi ek haf ein girnd.
(Stein der Unga, erwache denn ich habe einen Wunsch.)

Dann nahm er die Runen, und legte sie, ungefähr einen Schritt vom Stein entfernt, einer bestimmten Reihenfolge auf den Boden und sagte dabei:

Yggr! Yaðarr af þann Ytar, Harri af þann Rettläti en ävi Retari.
Ek leggja su Run a ferill af sa Syn.
Lata þin lit at sa Run valfa.
(Yggr! Beschützer der Menschen, Herr der Gerechtigkeit und ewiger Richter.
Ich lege diese Rune in Richtung der Sonne.
Lass deinen Blick zur Rune schweifen.)


Girfa! Moðir af þann Forfadri, Yaðira af sa hjon.
Ek leggja su Run a ferril af þann Skiggi.
Lata þin lit at sa Run valfa.
(Girfa! Mutter der Forfadri, Schützerin Ehe.
Ich lege diese Rune in Richtung der Schatten.
Lass deinen Blick zur Rune schweifen.)


Yngri! Harri sa groði af þann Steggi en af sa Gondull
Ek leggja su Run vinstri at sa Syn.
Lata þin lit at sa Run valfa.
(Yngri! Herr der Fruchtbarkeit der Tiere und der Manneskraft.
Ich lege diese Rune links zur Sonne.
Lass deinen Blick zur Rune schweifen.)


Ryga! Drottning þess frjar Grund en þess högr foðr.
Ek leggja su Run hägri at sa Syn
Lata þin lit at sa Run valfa.
(Ryga! Herrin des fruchtbaren Bodens und des sanften Schoßes.
Ich lege diese Rune rechts zur Sonne.
Lass deinen Blick zur Rune schweifen.)


Sejrir! Faþir af min Folk, þess Armr äva slafast.
Ek leggja su Run hägri af þin Faþir.
Lata þin lit at sa Run valfa.
(Sejrir ! Vater meines Volkes. Dessen Arm nie erschlafft.
Ich lege diese Rune rechts deines Vaters.
Lass deinen Blick zur Rune schweifen.)


Sindir! Harri af sa Skortsteinn, Foringi af sa verka Greip.
Ek leggja su Run vinstri af þin Faþir.
Lata þin lit at sa Run valfa.
(Sindir! Herr der Esse, Führer der werkenden Hand.
Ich lege diese Rune links deines Vaters.
Lass deinen Blick zur Rune schweifen.)


Vulder! Þess Tviviðr sin höfi äva umframs, en þann þa um Fanghöfa äskja.
Ek leggja su Run at yfir af þin Faþir.
Lata þin lit at sa Run valfa.
(Vulder! Dessen Bogen sein Ziel nie verfehlt, und den sie um Jagdglück anrufen.
Ich lege diese Rune gegenüber deines Vaters.
Lass deinen Blick zur Rune schweifen.)


Greppa! Af þein fagryrði þann enn so afglapa brjost völa.
Ek leggja su Run a þann Skiggi af þin Faþir.
Lata þin lit at sa Run valfa.
(Greppa! Dessen Worte den noch so sturen Geist betören.
Ich lege diese Rune in den Schatten deines Vaters.
Lass deinen Blick zur Rune schweifen.)


Dann legte er das letzte Stück, die Rune der Unga auf den Stein und sagte:

Unga! Su þu lifna ävi ung en su þu et megna en all Dili með Gleði til teppa.
Ek leggja su Run of þann þer gleðn Dran, miðil sa Forfadri.
(Unga! Die du bleibest ewig jung und die du es vermagst ein jede Wunde mit Frohsinn zu verschließen.
Ich lege diese Rune auf den dir geweihten Stein, inmitten der Forfadri.)


Als er damit fertig war nahm er ein Ledersäckchen, breitete es auf dem Stein aus, legte den Zahn darauf und sagte:

Drang af Unga, sa Toskr mun tvistre munu af þann Heimeren með þeim hann knyti vesa.
Unga, nema þin Seið af þeim Tosk, of þat hann ingi Skaði fa.
(Stein der Unga, dieser Zahn soll getrennt werden von den Welten mit denen er verknotet ist.
Unga, nimm deinen Zauber von dem Zahn, auf das er keinen Schaden verursache.)


Er spürte wie der Stein seinen Zauber begann. Die Luft schien zu flimmern vor der Kraft des Steins. Der sah aus als wollte all die Kraft die ihm innewohnte hinaus. Es begann sich etwas unter seiner Oberfläche zu regen. Es bildeten sich Beulen und Dellen, es begann sich der ganze Stein zu verformen, so als wäre jemand darin und er wäre nur ein Ledersack. Die kleine Insel vibrierte, Blätter und kleine Äste fielen von den Bäumen und der Stein begann in einem gelb-orange zu leuchten. Dann, als Grom das Gefühl hatte der Stein würde im nächsten Moment platzen wurde alles mit einem Schlag wieder normal. Der Stein stand wieder reglos in der Mitte des Steins, drumherum die Runen, das Säckchen mitten auf dem Stein – doch der Zahn war weg. Grom suchte die ganze Insel ab, aber er konnte den Zahn nirgends finden. Also nahm er das Säckchen auf – und konnte durch das dünne Leder den Zahn fühlen. Er schaute nochmal hinein, aber er sah nichts, spürte den Zahn aber ganz deutlich.

Als er zurück in seinem Dorf war erklärten ihm die Schamanen, dass der Knoten zwischen den Welten zwar aufgehoben war, Unga sich aber den Spaß erlaubt hatte, dass zwar alle anderen, nur nicht Grom, Connor und Eleonora den Stein würden sehen können. Wie dem auch sei, er hatte Gynn versprochen ihr etwas aus Rhuul mit zu bringen, auch wenn sie es inzwischen wahrscheinlich vergessen haben würde. Er nahm sich vor bei Gelegenheit einen Schutzzauber für Gynn in den Zahn zu zaubern.

Obwohl er alle ihre Prüfungen gemeistert hatte, waren die Schamanen doch noch erbost darüber, das Grom seinen Schutzstein einfach so verliehen und dann auch noch die Frechheit besessen hatte einen Riesen zu rufen. Also beschlossen sie, dass er seine Ausbildung früher beenden und sich den Rest selbst erarbeiten sollte. Um die Jahreswende würden sie ihn wieder in die Außenwelt schicken.


Zurück in die Außenwelt

Der Tag der Jahreswende war gekommen. Am ersten Tag des neuen Jahres, wohl zur neunten Morgenstunde brachen Grom und die Schamanen, die ihn auch vor gut vier Monaten geholt hatten zum Steinkreis unweit des Dorfes auf.
Dort angekommen machten die Schamanen ein Ritual, um mit Grom nach Livgard, der Welt der Götter und Wesen die von Frumran bei der Spaltung nicht nach Rhuul oder in die Außenwelt gerissen wurden, zu reisen.
Kurz nach Mittag war das Ritual beendet, und sie standen in dem Steinkreis in Livgard, der mit dem bei ihrem Dorf verbunden war.
Sie marschierten einige Stunden, bis sie den großen Fest- und Ritualplatz erreichten, von dem aus Grom vor gut elfeinhalb Jahren zum ersten Mal Bekanntschaft mit den Weltenpforten gemacht hatte, als ihn der Wald verschluckt, und erst nach zehn Jahren wieder frei gegeben hatte.
Um die vierte Stunde waren die Schamanen fertig und hatten ein Tor in die Außenwelt geöffnet.
Er verabschiedete sich von allen und ging in den Wald.

Die Rückkehr (Vier Feiern und ein Todesfall)

Er ging so eine Weile und kam nach einer Weile an einen See. Auf der anderen Seite des zugefrohrenen Sees war ein Gehöft zu sehen.
Die Schamanen hatten zwar nichts gesagt, aber er wusste genau das er bald seine Gefährten wiedersehen würde. Er wusste es einfach.
Und während er so ging entdeckte er eine finstere Gestallt an einem Baum stehen. Er sprach die Gestallt an, was sie denn da tue, aber die Gestallt antwortete nicht. Also zuckte er mit den Achseln und ging weiter.
Er war nur wenige Schritte gegangen, da hörte er den Schrei einer Frau hinter sich, genau aus der Richtung wo die Gestallt gestanden hatte. Er eilte hin, und sah, wie eine junge Frau von zwei Kerlen bedrängt wurde. Er forderte die Kerle auf von ihr abzulassen und sich zu erklären, aber die meinten, wer hätte das gedacht, er solle lieber verschwinden. Er antwortete, er würde gehen, wenn sie die Frau in Ruhe ließen, woraufhin sie ihn angriffen.
Es dauerte nicht lange, da lagen sie beide am Boden.
Grom kümmerte sich um die Frau, als er Rufe hörte.

Er ging auf den Weg um zu sehen wer da riefe und sah eine Gruppe die auf sie zuging.
Und er kannte die Stimmen.

Asgar war der, der voraus ging. Und auch sonst waren fast alle da. Bis auf Babba. Der war wohl kurz nach Groms Abreise selber losgezogen um sich selbst zu finden.




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