Geschichte Balamars

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Zeitstrahl

Dunkles Zeitalter

  • 1.800v - Älteste Funde einer Zivilisation, vor den balamarischen Barbaren.
  • 800v - vermutlich Untergang der protobalamarischen Zivilisation.
  • 148v - Häuptling "der Stolze", ein Ahn des Hauses Brimas, etabliert sich als Barbarenkönig über das Gebiet des heutigen nördlichen Stutzberg und Teile Wanoriens und Geistbachs.

Gründungszeit

  • 10v - Gideon Atriun beginnt seine Reise durch Balamar.
  • 0 - Die Häuptlinge der balamarischen Stämme rufen unter der Anleitung Gideon Atriuns das unabhängige vereinigte Reich Balamar aus.
  • 7n - Aurum tritt erstmals in Erscheinung und verlangt die Einsetzung eines Königs.
  • 10n - Torond der Goldene, Sohn von Khaleb dem Stummen, aus dem Volke Brimas wird zum ersten König Balamars gekrönt.

Ära des Königreiches

  • 50n - Die Markgrafschaften werden festgelegt.
  • 108n - An der Westgrenze werden dort residierende Orkstämme von dem durch Balamar beanspruchten Gebiet vertrieben und die Grenze geschlossen.
  • 116n - Eine Streitmacht der Orks unter Oberboss G'Rakka Knochenfresser fällt in die Westmark ein und zieht, dank der noch unorganisierten balamarischen Armee, bis nach Wanorien.
  • 117n - Boss Wakarka Blutmacher dringt mit einer zweiten Streitmacht in Hanorien ein, und schließt sich den Horden G'Rakkas an.
  • 118n - Die Orks werden kurz vor Elros mit Hilfe der Elori und der gläsernen Kugel vernichtend geschlagen. Dies ist die letzte Gelegenheit, zu der der sichtlich gealterte Gideon Atriun außerhalb des Turms gesehen wurde. Der Bau des westlichen Grenzwalls beginnt.
  • 123n - Das balamarische Heer wird neu strukturiert, eine Wehrpflicht eingeführt.
  • 126n - Der Bau des westlichen Grenzwalls ist beendet.
  • 138n - Die gläserne Kugel beginnt, auf ihrem Gelände das Wachstum von Pflanzen mit Magie zu begünstigen.
  • 142n - Die gläserne Kugel verkündet den Tod Gideon Atriuns am Lenzmond-8-142n. Daher rührt der heutige Atriuns-Tag.
  • 151n - Erste balamarische Landreform. Schaffung vieler der noch heute bestehenden Grafschaften und Fürstentümer.
  • 193n - Die gläserne Kugel heißt jetzt Die Gläserne Klinge.
  • 201n - Die Wehrpflicht in Balamar wird ausgesetzt, die Strukturen der Gesellschaft ergeben genügend Freiwillige.
  • 206n - Zweite balamarische Landreform. Schaffung vieler der heute bestehenden Baronien und Freiherrengüter.
  • 239n - Interregnum. Nach einem Giftmord an König Hagebolt II und dessen Erben verhindert das Haus Brimas die Bestimmung eines neuen Königs bis zur Aufklärung der Morde.
  • 241n - Ende des Interregnums mit Krönung von Hansebert I von Trimm, dem ersten König aus einem anderen Haus als Brimas. Das für die Morde verantwortliche Haus Landberg wurde zerschlagen. Umbenennung von MkGrfSch. Landberg in Geistbach, nach dem neuen Herrscherhaus.
  • 320n - Durch geschickte Verheiratung konnte das Haus Brimas erneut den König stellen.
  • 352n - Gründung der Magierakademie zu Elros
  • 400n - Die Feiern zum 400-jährigen Bestehen des Reiches werden durch Anschläge separatistischer Gruppierungen in Melanto überschattet.
  • 412n - Die Separatisten werden zerschlagen.
  • 430n - Nach einem langen Winter und nassem Frühling Hungersnot in Stutzberg, der Westmark sowie Teilen Geistbachs und Wanoriens.
  • 502n - Eine Abteilung aus Balamarischem Heer und Heer der Klinge wird als Unterstützung nach Ruwenien, in den Krieg gegen die Horden Arikavs entsandt. Dieser Krieg stellte den verlustreichsten Einsatz balamarischer Truppen seit dem Orkkrieg dar.
  • 508n - Heute


Zeitalter

Protobalamarische Ära

Mit der Entdeckung magischer Verfahren zur genauen Altersbestimmung von Objekten, konnten Archäologen der Gläsernen Klinge unlängst bei Ausgrabungen in der Westmark Funde einer Zivilisation auf balamarischem Boden auf den Zeitraum um 1.800 v.E.d.S. datieren. Es ist nicht bekannt, ob es sich um eine menschliche Zivilisation handelte, da die Fundstellen aber auch jüngere Spuren der balamarischen Barbaren enthalten, ist davon auszugehen.
Vollmitgliedern der Klinge wird Zugang zum Forschungstagebuch des leitenden Chronomanten gewährt: Forschungstagebuch EX-AA-507-B/WM-01-35679 01

Dunkles Zeitalter

Das dunkle Zeitalter umfasst den gesamten Zeitraum vor der Einigung Balamars. Da noch nicht bekannt ist, welche räumliche und zeitliche Ausdehnungen die protobalamarische Zivilisation hatte, wird bis auf weiteres die protobalamarische Ära zum dunklen Zeitalter gezählt.
In dieser Zeitspanne war Balamar von Barbarenstämmen und -völkern bewohnt, die sich Glaube, Sprache und Kultur teilten, aber untereinander oft verfeindet waren. Immer wieder versuchten Stammeshäuptlinge die benachbarten Stämme zu unterwerfen, und sich zu Barbarenkönigen aufzuschwingen. Stämme schlossen sich gegen einen gemeinsamen Feind zusammen, nur um sich anschließend wieder gegenseitig zu bekriegen. Lediglich im Gebiet des heutigen Stutzberg konnte sich ein Häuptling namens "der Stolze", aus der Ahnenreihe des Hauses Brimas, behaupten und sich ab 148 v.E.d.S. als Barbarenkönig über das heutige Stutzberg und Teile Wanoriens und Geistbachs etablieren. Das Haus Brimas stellte bis heute seit der Einigung die meisten Könige Balamars.

Gründungszeit

Die Gründungszeit umfasst den Zeitraum, in dem Gideon Atriun die Stämme der balamarischen Barbaren geeint hat. Da die Zeitspanne nicht genau dokumentiert ist, wurde die Gründungszeit auf die Jahre 10 v.E.d.S. bis 10 n.E.d.S. festgelegt.
Ungefähr 10 v.E.d.S. kam Gideon Atriun, ein reisender Magier aus einem nicht spezifizierten Land im Süden Altragerias, eher zufällig nach Balamar. Als Akademiemagier und Omnimagus, überstiegen seine Macht und Wissen das der Schamanen der Stämme, die lediglich zu rudimentären, meist rituellen Zaubern fähig waren, bei Weitem, so daß sie ihm stets mit großer Ehrfurcht begegneten, und seinem Rat folgten, wohl auch aus Aberglaube. Wenn er sprach schwiegen die Häuptlinge, und wenn er Frieden gebot endeten Schlachten. Im Zweifel dank seiner Magie.
Welche Umstände ihn dazu bewogen haben, Balamar zu vereinen ist unbekannt. Einige Theorien besagen, es sei aus reiner Nächstenliebe geschehen, um das Sterben durch die immer währenden Kriege zu beenden. Andere sagen, das unzivilisierte Wesen der Barbaren hätte ihm missfallen. Wieder andere sagen, das er bereits geplant hätte, den Orden der später die Gläserne Klinge werden sollte zu gründen, und dafür ein friedliches Land brauchte. Wieder andere meinen, das alle drei Theorien zu einem gewissen Maße zutreffen.

Die genauen Umstände der Gründung sind heute nicht mehr bekannt. Die Barbaren haben nichts aufgeschrieben, und nach offiziellen Angaben hat auch die Klinge keine Aufzeichnungen über diese Zeit.

Es dauerte noch zehn Jahre, bis sich die Stämme über eine gemeinsame Führung einig waren. An deren Ende wurde am 21. Herbstmond 10 n.E.d.S, Torond der Goldene, Sohn von Khaleb dem Stummen, aus dem Volke Brimas, zum Ersten König von Balamar gekrönt.
Der Elori-Wald wurde für autonom erklärt, weil die Elfen andere Vorstellungen hatten, als die Barbaren, und für sich bleiben wollten, wenn auch sie grundsätzlich die Vorteile erkannten, die es haben würde, Teil eines Reiches zu sein.
Anur'Thal wurde Hauptstadt des Reiches Balamar, als Sitz des Königs selbst wurde eine Burg außerhalb der Stadt gebaut, aus der später die Königsstadt wurde.
Gideon Atriun gründete einen Magierorden namens "Die gläserne Kugel", und ließ dafür einen Turm auf der Felsinsel im Anur errichten, auf der die Unabhängigkeit Balamars ausgerufen worden war. Atriun hielt sich ab der Krönung Toronds weitgehend aus der Politik heraus, ließ es sich aber nicht nehmen, Torond und dessen Nachfolgern stets mit Rat zur Seite zu stehen.

Die Ära des Königreichs

Siehe auch: Liste der Könige Balamars

Die Jahre 11-100n

Die Ära des Königreichs beginnt mit dem Jahr nach der Inthronisation des ersten Königs von Balamar; vom Jahre 11 n.E.d.S. bis heute. Gemäß den Lehren der Aurumkirche endet die Ära des Königreichs (und damit das Reich selbst) erst mit der Zerstörung der Realität am Ende der Zeit.

In den Jahren nach der Krönung Torond des Goldenen begann, unter der Anleitung Atriuns, sich das heutige Feudalsystem zu etablieren. Die Barbaren bestanden aus verschiedenen Völkern, zwar alle Balamaren, aber Unterschiede in Details von Kultur und Traditionen. Teils entlang der Grenzen der Siedlungsgebiete dieser Völker, teils aus Kalkül, teils aus bewusster Vorteilsnahme, wurden die Gebiete abgesteckt, die heute als Markgrafschaften bekannt sind. Sie sollten die oberste Verwaltungsebene unter dem Reich darstellen. Zunächst noch namens- und führerlos. Die Stämme jedes Gebietes sollten sich bis 50n auf einen gemeinsamen Herrscher einigen.

Die Jahre 101n-200n

Aus der Hierarchie der Stämme und der Häuptlinge eines jeden Volkes entstanden das Feudalsystem und der Adel. Diese Entwicklung des Adels dauerte offiziell bis 151n, und endete mit der ersten balamarischen Landreform. Die Durchsetzung feudaler Strukturen auf Ebene der Dörfer dauert aber in den ländlichen Gegenden noch bis heute an. Viele Dörfer haben noch immer einen Häuptling, wenn auch dieser oftmals einen anderen Titel pflegt, haben Älteste, Weise und mancherorts einen Weisen, einen Dorfmagier oder einen anderen Gelehrten, der die Traditionen pflegt, und die gesellschaftliche Rolle eines Schamanen erfüllt.

Bis 108n lebten im Westen des von Balamar beanspruchten Gebiets neben Menschen auch Stämme der Orks. Trotz mehrfachen Vermittlungsversuchen, auch seitens der Kugel, war es nicht möglich, die Orks in die Gesellschaft zu integrieren, selbst ein autonomes Gebiet für die Orks konnte nicht etabliert werden. In Folge dessen, und der nicht abnehmenden Reibereien zwischen der orkischen und menschlichen Bevölkerung, wurden im Herbst 108n die Orks aus dem balamarischen Hoheitsgebiet vertrieben, und die Grenzen markiert.

Einer der Häuptlinge der Vertriebenen, G'Rakka Knochenfresser, schwang sich in den nächsten acht Jahren zum Oberboss auf, und stellte eine Streitmacht zusammen, mit der er 116n in die Westmark einfiel, und dank der noch nicht zentral organisierten, und relativ kleinen Armeen der Markgrafschaften, und dem damit verbundenen geringen Widerstand, konnte er bis weit nach Wanorien vorstoßen, wo sein Vordringen vom damals stärksten stehenden Heeresverband, der Stutzberger Garde, vorerst aufgehalten wurde.
117n drang der Boss Wakarka Blutmacher, der wie G'Rakka vom Häuptling eines vertriebenen Stammes zum Boss einer Streitmacht wurde, in Hanorien ein, und schloss sich G'Rakkas Streitmacht an.
Gemeinsam drangen die Orks weiter gen Osten vor, und gelangten entlang der Mittelberge bis kurz vor Elros, wo sie 118n mit Hilfe der Elori und der gläsernen Kugel geschlagen wurden.
Um weitere Überfälle der Orks zu verhindern, begann der Bau des Grenzwalls in der Westmark, und die Grenzreiter Hanoriens wurden gegründet. Der Bau des Grenzwalls wurde 126n abgeschlossen.
Die Schlacht um Elros ist die letzte Gelegenheit, zu der der sichtlich gealterte Atriun in der Öffentlichkeit gesehen wurde.

In Konsequenz der Orkkriege wurde das balamarische Heer 123n neu strukturiert und zentralisiert, sowie eine Wehrpflicht eingeführt, die bis dahin nur in Stutzberg und Melanto bestand.

Die gläserne Kugel kaufte 138n Land um dort mit Hilfe von Magie Tabak und Kakao zu kultivieren. Balamade wird erfunden.

Am Lenzmond-8-142n verkündete die Gläserne Klinge den Tod Gideon Atriuns, gestorben an Altersschwäche. König Rodgorast I. ordnete sieben Tage Staatstrauer an. Der Tag wird heute als Atriuns-Tag gefeiert.

Im Jahr 151n fand die erste balamarische Landreform statt, bei der dem, sich bis dahin "wild" entwickelnden Adel, mit der ersten Fassung der Adelsgesetze Ordnung verliehen wurde. Aus dieser Zeit stammen auch die Adelstitel, wie wir sie heute kennen. Die Markgrafschaften wurden in Fürstentümer und Grafschaften unterteilt, die ihrerseits die Bildung niederen Adels fördern sollten.

Um im Falle eines weiteren Krieges ihre Magier schützen zu können, hat die Gläserne Kugel zahlreiche Krieger angenommen, und das Kastensystem (mit Magier- und Kriegerkaste) eingeführt. Um die neu Universalität des Ordens zu verdeutlichen, wurde die Gläserne Kugel 193n in Gläserne Klinge umbenannt.

Die Jahre 201n-300n

Die Vereinigung der Gesellschaft war 201 Jahre nach der Ausrufung eines geeinten Reiches so weit fortgeschritten, das es genügend Freiwillige gab, die auch ohne Zwang in einem anderen Landesteil Dienst tun wollten. Darum wurde die Wehrpflicht abgeschafft, und seit dem nicht wieder eingeführt. Heute werden viele Bewerber sogar abgelehnt, obwohl sie tauglich wären.

Nachdem 55 Jahre nach der ersten Landreform die angestrebte Bildung niederen Adels nicht voran schritt, wurde 151n die zweite balamarische Landreform durchgeführt. Dabei wurde ganz Balamar in Baronien bzw. Freiherrengüter aufgeteilt, die alle in Fürstentümern oder Grafschaften liegen würden. Alle bis dahin nicht vergebenen Fürstentümer und Grafschaften wurden aufgelöst, so das heute mancherorts Baronien in einer Grafschaft liegen, die in einem Fürstentum liegt, andernorts liegen Baronien direkt in der Markgrafschaft.
Bis heute sind nicht alle Lehen besetzt, insbesondere die Westmark, die von vierzehn Lehen nur vier vergeben hat. In manchen Markgrafschaften sind nur Lehen vergeben, die keinem höheren Lehen unterstehen, wie Stutzberg, in dem zwei Grafschaften, und zahlreiche Baronien nebeneinander existieren, aber keine ineinander.

König Hagebolt II und dessen Erben wurden 239n mit Gift ermordet. Die Aufklärung gestaltete sich als schwierig, zumal das Haus Brimas, mit Unterstützung der Häuser Freitrutz und Dreiburgen, die Bestimmung eines neuen Königs bis zur restlosen Aufklärung der Morde blockierte.
Auch die magischen Ermittlungen der Klinge führten vorerst zu keinem Ergebnis, sodass es zu einem Interregnum kam, während dem ein Rat aus Markgrafen, Bote des Aurum und Großmeister der Klinge die Geschicke des Landes führten. Da Markgrafen den König nicht vertreten dürfen und der Großmeister der Klinge keine weltliche Regentschaft inne haben darf und will - ein Symbol für die Trennung von Reich und Klinge - übernahm der Bote die Regierungsgeschäfte, obwohl ihm das eigentlich auch nicht erlaubt ist, er jedoch angab, Aurum hätte ihm sein Einverständnis signalisiert. Dass er bei der Übernahme der Amtsgeschäfte nicht auf grausige Weise ums Leben kam, wird von der Kirche als Bestätigung gewertet.

Die Ermittlungen der Ritter des Königs, unterstützt von ausgewählten Inquisitoren und Experten der Klinge, ergaben 241n, das das Haus Landberg die Giftmorde veranlasst hatte, um die Erbfolge des Hauses Brimas zu durchbrechen, und sich selbst eine gute Chance auf den Thron zu verschaffen, da das Haus Landberg zu dem Zeitpunkt eines der mächtigsten, neben Brimas und Eschenbach war. Die Ritter des Königs, die ihrer Meinung nach noch immer dem verstorbenen Hagebolt II verpflichtet waren, hatten geschworen, seinen Tod mit gleichem zu sühnen und begannen unmittelbar, nachdem ein Gericht aus dem Erzrichter, Boten Aurums und einem anonymen Beisitzer (in Vertretung für Reich, Aurum und Volk) die Schuld des Hauses Landberg, und das Todesurteil über alle Verantwortlichen verkündet hatte, jeden regierenden und erbberechtigten Landberger, dessen sie habhaft werden konnten zu töten. Sie hielten die Burg der Landberger belagert, und begannen nach bekannt werden des Schuldspruchs ein Massaker, an dessen Ende sie die Burg in Brand setzten, die bis auf die Grundmauern niederbrannte. Sie ließen sich danach aber widerstandslos von dem, mit einem Regiment der Armee ausgesandten, Reichsritter festnehmen.
Der Interregnumsrat war darüber uneins, wie mit den Reichsrittern verfahren werden sollte, die auf der einen Seite Selbstjustiz verübt, und auch Personen getötet hatten, die von dem Urteil nicht betroffen waren, auf der anderen Seite als höchstes Instrument der ausführenden Gerichtsbarkeit des Reiches, und mit der Stimme des Königs sprechend galten. Der Erzrichter urteilte, das er weder über Schuld noch Strafmaß befinden könnte, und übergab die Sache an die Gerichtsbarkeit der Kirche. Der Bote Aurums zog sich zurück, in der Hoffnung ein Zeichen oder eine Eingebung von Aurum zu erhalten. Nach sechs Tagen des Sinnierens verkündete er, das die Reichsritter ihrer Pflicht folgend handelten, und die Schuld für den Tod Unschuldiger, und die Zerstörung der Burg, eher beim Reich als dessen Rittern zu suchen wäre. Er sprach die Ritter des Königs frei und erklärte, das es eindeutiger Gesetze für den Fall eines erneuten Interregnums bedürfe. Außerdem erklärte er, Aurum hätte sich vom Haus Landberg abgewandt.
Der neue König, Hansebert I von Trimm, entzog den verbliebenen Angehörigen des Hauses Landberg Namen, Adelsstand und Besitz, und führte ein neues Verfahren zur Bestimmung des Königs, sowie ein Interregnumsgesetz ein. Er übernahm alle Ritter des Königs in seinen Dienst.
Das Haus Geistbach wurde als neues Herrscherhaus ausgewählt, und benannte die Markgrafschaft nach ihrem Namen um.

Die Jahre 301n-400n

Im Jahr 320n bestieg mit Gurold dem Dicken seit dem Interregnum der erste König aus dem Hause Brimas den Thron.

Dessen Nachfolger, Galderach der Große, war ein Förderer der Wissenschaft und der Künste, und er befand, das es in Balamar eine von der Klinge unabhängige Magierakademie geben müsse, damit nicht jeder ausgebildete Magier des Reiches an die Klinge gebunden wäre. So veranlasste er 352n die Gründung der Magierakademie zu Elros.

Die Jahre 401n-500n

Bei den Feiern des 400 jährigen Bestehens des Reiches 400n kam es zu Anschlägen melantinischer Separatisten in Port Lamar und Elros, bei denen 243 Menschen ums Leben kamen. Die Separatisten gehörten einem Volksstamm an, der sich nicht als Balamaren sieht, und ein unabhängiges Fürstentum begründen wollte. 12 Jahre dauerten die Säuberungsaktionen gegen die Separatisten, bei denen auch der Großteil des Volksstammes ausgelöscht wurde.

Der Winter 429n auf 430n war lang und hart, der Frühling nass und kalt, so dass es zu großen Ernteeinbußen kam, die eine Hungersnot in Stutzberg, der Westmark und Teilen Geistbachs und Wanoriens auslösten, der tausende Menschen zum Opfer fielen. Trotz der starken Wirtschaft waren die Vorräte bald aufgebraucht, und nur der massenweise Ankauf von Lebensmitteln aus dem Süden, und landesweiter Rationierung konnte die Hungersnot beenden.

Die Jahre 501n-heute

Seit den Orkkriegen hatte die balamarische Armee keinen Krieg mehr gesehen, lediglich einige Fehden, Grenzstreitigkeiten und andere gewöhnliche Fälle, die in Friedenszeiten zu erwarten sind, kamen vor. 502n spitzte sich allerdings der Krieg in Ruwenien gegen die Horden Arikavs zu, und Ruwenien bat altrageriaweit um Unterstützung. König Dagonet I. sandte daraufhin eine Abteilung des Heeres, welche von Spezialeinheiten der Klinge begleitet wurden. Dieser Einsatz stellte sich als sehr verlustreich dar, sowohl für das balamarische, aber auch das Heer der Klinge, und auch die Heere der anderen Verbündeten. Erst als eine Gruppe, der auch Klingenmitglieder angehörten, Arikav empfindlich schwächte, konnte der Krieg überhaupt gewonnen werden. Diese Auseinandersetzung gilt aber auch als Schlüsselereignis für neue Bündnisse und Allianzen in Altrageria, dessen Reiche sich vormals meist lediglich toleriert haben.