Gebetbuch der Aurumkirche

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meint zumindest Grom

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Das Gebetbuch der Aurumkirche ist ein Foliant, der von der Kirche herausgegeben wird, und außerhalb der Ballungszentren nur auf Bestellung erhältlich ist.

Das Buch beinhaltet Gebete, Psalmen, Sinnsprüche und Gesänge, sowie kurze Geschichten, Metaphern und Gleichnisse und ist das Standartwerk der Aurumkirche, das auch in jeder Kirche und Kapelle vorhanden, und Grundlage jedes Aurumdienstes und des Glaubens an sich ist.

Es existieren drei Ausführungen des Gebetbuches, alle im Propatria-Format. Eine sparsame Ausgabe, mit einfachem Einband und schmucklosem Druck, die bereits für einige Silberlinge erhältlich ist. Eine in Leder gebundene Ausgabe, mit verzierten Seiten, bei deren Druck besonderer Wert auf gute und flüssige Lesbarkeit gelegt wurde, die ausschließlich der Kirche zum Zweck der Aurumdienste und des Studiums vorbehalten ist. Und eine Ausgabe für betuchte Gläubige. Mit Goldschnitt, geprägtem und vergoldeten hölzernen Einband, stark verzierten Seiten, farbigen Illustrationen und einer Pflegeanleitung. Diese Ausgabe kostet horrende 333 Goldstücke und ist ein Muss für jeden reichen Adeligen und Händler, der etwas auf sich hält. Da der Preis die Herstellungskosten bei Weitem übersteigt, gilt es für jeden Gläubigen, der es sich leisten kann, als unerlässlich, seine Großzügigkeit mit dem Kauf dieses Folianten unter Beweis zu stellen. All diese Bücher werden ausschließlich von der Kirche gedruckt und vertrieben, und bis auf die erste Variante registriert. Der Versuch, so ein Buch nachzudrucken oder zu verkaufen, insbesondere als Hehlerware, stellt ein schweres Verbrechen dar; die Delinquenten werden nach dem Schuldspruch durch ein weltliches Gericht der Gnade der Inquisition übergeben, die in aller Regel eine Läuterung vollzieht. Das Nachdrucken von Passagen und Abschnitten, die sich nur auf bestimmte Personengruppen und Lebenslagen konzentrieren ist in jeder Qualität gestattet, allerdings erhebt die Kirche einen Zehnten auf den Erlös.

Gebete

Morgen- und Abendgebet

Die wichtigsten Gebete der Aurumkirche sind das Morgen- und Abendgebet. Sie sollen von jedem Gläubigen jeden Tag, gesprochen werden, und dienen sowohl der Verehrung Aurums, als auch der Festigung von Erkenntnissen, und der geistigen Vorbereitung, bzw. dem Abschluss des Tagwerks nach Aurums Lehren. Sie haben keinen festen Text, aber Kernelemente, die stets vorkommen sollen. Die Gebete sollen sich auf das Erlebte und das Bevorstehende beziehen, und sind Teil der geistigen Verarbeitung von Aurums Lehren. Gläubige sollen in ihrem Umfeld zum Gebet zusammen kommen, sei es in der Familie, im Kreis ihrer Kollegen, Kameraden, Mitstreiter oder falls nicht anders möglich alleine.

Grundsätzlich wird stehend und der Sonne zugewandt gebetet. Andere Haltungen sind nur zulässig, wenn es nicht möglich ist zu stehen, z.B. durch Krankheit. Es ist irrelevant, ob das Gebet im Freien oder im Haus gesprochen wird. Reisende sollen allerdings nicht im Zelt beten, sofern es die Umstände zulassen. Der Blick ist gen Boden zu richten, oder sofern die Wolkendecke es zulässt in den Himmel, stets Richtung Sonne ausgerichtet (jedoch nicht direkt in die Sonne blickend). Den Text spricht ein Vorbeter, der ablesen oder improvisieren darf. Strophen und das Gebet selbst werden stets mit einem gemeinsam gesprochenen "IN EWIGKEIT" beendet. Das stellt die Ewigkeit von Aurums Weisheit und Herrschaft dar, sowie die seit der Geburt Aurums bestehende Einigkeit Balamars und die Überlegenheit des balamarischen Menschen und eine glorreiche Zukuft eines einigen Balamars.

Sollte aus irgendeinem Grund nicht erkennbar sein, welche Tageszeit es hat, z.B. durch Kerkerhaft der Aufenthalt unter Tage oder eine Sonnenlose Welt, sind den Sonnenverlauf betreffende Passagen auszulassen, statt dessen soll mehr auf die Situation eingegangen werden.

Wird ein Gebet aus irgendwelchen Gründen ausgelassen, bedarf es keiner Kompensation. Wird ein Gebet wissentlich aus Trägheit ausgelassen, obwohl Gelegenheit und Möglichkeit bestunden, sollte derjenige sich von Priestern Aurums beraten lassen, denn es könnte eine tiefgreifende Schwäche des Geistes vorliegen, die alleine nicht zu bewältigen ist. Lediglich einen Obolus zu geben um sich rein zu waschen beseitigt nicht die Ursache und erzürnt Aurum.

Das Morgengebet soll nicht gesprochen werden, bevor die Sonne nicht zur Gänze über den Horizont empor gestiegen ist, oder sein müsste, falls es bewölkt ist. Verschläft man den Sonnenaufgang, ist das Morgengebet möglichst bald zu verrichten.

Das Abendgebet ist nach Möglichkeit zu beginnen, während die Sonne noch zur Gänze am Himmel steht, und in den Sonnenuntergang hinein zu sprechen, kann aber auch nach Einbruch der Dunkelheit gesprochen werden. Niemals so, das am Ende des Gebets die Sonne nicht zumindest ein Wenig hinter dem Horizont steht.


Hier zwei Beispieltexte für Morgen- und Abendgebet für Reisende in gefährliche Länder und Abenteurer:


Gebet der Buße

  • Vorbeter:

Und Aurum sah und sprach:

Wehe dem Hexer, der sich abwendet vom Licht, denn seine Schuld wiegt tausendfach.

Wehe dem Räuber, der die Habe eines Anderen begehrt, denn seine Schuld wiegt tausendfach.

Wehe dem Weibe, das Ihrem Manne fremd geht, denn Ihre Schuld wiegt tausendfach.

Wehe dem Manne, der tötet aus Hass, denn seine Schuld wiegt tausendfach.


Und die Sünder erkannten im Lichte des Herrn Aurum Ihre Verfehlungen. Sie weinen und frohlockten zugleich, denn das straffende Auge Aurums kennt auch Milde.

Und so fielen die Sünder auf Ihre Knie und Sie sprachen voller Erfurcht und Verzweiflung:

  • Die Büßer:

Aurum, die Schuld ist mein!

Kein Anderer führte meine Hand,

niemand nahm Einfluss auf meinen Willen!

Aurum, die Schuld ist mein!

Kein anderer fasste für den Entschluss,

niemand verleitete mein Handeln!

Aurum, die Schuld ist mein!

Ich alleine stehe zu meiner Schuld, ich bin es, der die Verantwortung trägt!

Ich bin es, der Buße tut, ich bin es, dem Strafe gebührt.


Die Gebetsperlen

Die Perlen zu beten ist in teils eine beliebte Alternative zum gemeinsamen Morgen- und Abendgebet, wenn das Gebet alleine gesprochen wird. Dazu wird eine Kette mit Perlen, meist aus Holz, verwendet.
Auf der Kette befinden sich meist drei oder fünf Sätze zu je zehn einfachen und einer besonderen Perle. Meist werden Holzperlen verwendet, die einfachen sind schlicht und oft weiß oder unbehandelt, während die besonderen größer oder farbig sind. An den Enden werden Quasten angebracht. Die Ketten sind entweder offen, mit eine Quaste an jeder Seite, oder geschlossen, mit zwei weiteren einfachen und einer besonderen Perle und einer Quaste abgehend.

Der Betende spricht bei jeder Perle ein Gebet und zieht die Kette dann eine Perle weiter. An jeder einfachen Perle spricht der Betende:

Ehr und Preis sei Aurum und den Ahnen

An jeder besonderen Perle das Dankgebet:

Aurum, gepriesen seist du und Dank sei dir.
Lasse dein strafendes Auge auf uns scheinen um uns zu richten,
und lasse dein gütiges Auge über uns leuchten um uns zu beschützen.
Du, der du uns bei dir wohnen lässt, in dem Reich aus dem du bist.
Du, der du bei unseren Ahnen wohnst, und herrscht über das himmlische Balamar.
Du hältst deine Hand über uns wenn wir schlafen, und wachst über uns bis wir erwachen.
Und du fängst uns auf wenn wir einst sterben, und trägst uns zu unseren Ahnen.
Gelobt seist du Aurum, in Ewigkeit.

Diese Gebete können durch den Betenden beliebig ausgetauscht werden, es ist aber üblich, an der besonderen Perle ein mindestens sechszeiliges Gebet zu sprechen.

Bei einer gewöhnlichen fünfsätzigen, geschlossenen Kette spricht der Betende also sechs lange und 52 kurze Gebete. Die Perlen werden zumeist auf dem Boden sitzend, der Sonne zugewandt, gebetet. Es wird empfohlen, dabei eine Kapuze aufzusetzen, um sich nicht von der Umgebung ablenken zu lassen.