Die Gläserne Klinge

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Die Gläserne Klinge
Klingenwappen.png
Motto: Kampf- und Magierorden zur Sammlung und Wahrung von Wissen
Mitglieder: ca. 10.000
Oberhaupt: Großmeister Aranothan Agamos
Führung: Hoher Rat aus Großmeister und Kastenvorstehern
Struktur: Sechs Kasten
Kasten:
  • Kriegerkaste
  • Magierkaste
  • Wirkerkaste
  • Alchemistenkaste
  • Heilerkaste
  • Gelehrtenkaste
Niederlassungen:
  • Der Große Turm
  • Turm in Raethien/Mithrasperas
  • zahlreiche Büros und Außenposten in Balamar
  • diplomatische Vertreter in fast allen Ländern Altragerias

Beschreibung

Die Gläserne Klinge ist ein weltlicher Orden, der sich der Sammlung und Wahrung von Wissen verschrieben hat. Ihr Sitz ist "Der große Turm", ein gewaltiges Bauwerk in der Nachbarschaft der balamarischen Reichsstadt Anur'Thal. Die unterhält Schulen im ganzen Reich Balamar, die für die Schüler kostenlose Allgemeinbildung anbieten, und betreibt Forschung in allen Fachrichtungen. Sie hat dementsprechend Mitglieder verschiedenster Fachrichtungen, die in den sechs Kasten der Krieger, Magier, Spiritisten, Alchemisten, Heiler, und Gelehrte unterteilt sind. Sie baut mit Hilfe von Magie Kakao an, aus dem Balamade hergestellt, und nach ganz Altrageria und darüber hinaus verkauft wird.
Sie ist sehr objektiv, was die Wahl ihrer Mitglieder anbelangt, so spielen Rasse und Religion keine Rolle, lediglich die Eignung ist wichtig.

Geschichte

Der große Turm
  • 8n - Gideon Atriun gründet den Magierorden "Die Gläserne Kugel"
  • 11n - Die Gläserne Kugel hat jetzt 100 Mitglieder.
  • 13n - Die Gläserne Kugel lässt die ersten Gebäude auf einer Insel im Anur errichten.
  • 53n - Die Gläserne Kugel hat jetzt 1000 Mitglieder.
  • 55n - Verheerender Brand in der Bibliothek. Nahezu alle Aufzeichnungen gehen, leider oft unwiederbringlich, verloren. Neue Regeln für Bibliotheken werden aufgestellt, und fachbereichsbezogene, räumlich getrennte Bibliotheken werden eingerichtet. Diese Reglung hat auch nach der Bibliotheksreform 472n noch Bestand.
  • 98n - Die Gläserne Kugel hat jetzt 3000 Mitglieder, es wird ein Heer zum Schutz angeheuert.
  • 112n - Die Soldaten werden als Mitglieder des Ordens neu definiert (nicht mehr nur als Söldner).
  • 118n - Mit dem Heer hat die Kugel jetzt 5000 Mitglieder.
  • 120n - Der Bau des großen Turms beginnt. Die Insel bekommt dafür eine künstliche Landverbindung, und ist daher heute eine Halbinsel.
  • 138n - Die Gläserne Kugel beginnt, auf ihrem Gelände das Wachstum von Pflanzen mit Magie zu begünstigen.
  • 140n - Erstmals wird Kakao angebaut.
  • 141n - Balamade wird erfunden.
  • 142n - Die gläserne Kugel verkündet den Tod Gideon Atriuns am Lenzmond-8-142n. Daher rührt der heutige Atriuns-Tag.
  • 190n - Das Kastensystem wird eingeführt (zunächst nur Magier- und Kriegerkaste, mit Option auf mehr).
  • 191n - Die Heilerkaste wird eingeführt.
  • 193n - Der Orden wird in "Die Gläserne Klinge" umbenannt.
  • 201n - Die Gelehrtenkaste wird eingeführt.
  • 221n - Der große Turm wird nach 101 Jahren Bauzeit fertig gestellt.
  • 226n - Die Alchemistenkaste wird eingeführt
  • 229n - In ganz Balamar werden Schulen zur kostenlosen Volksbildung durch die Klinge errichtet.
  • 230n - Es entbrennt Streit über die Finanzierung der Schulen. Die Städte wollen die Kosten nicht alleine tragen, das Projekt droht zu scheitern.
  • 231n - Die Markgrafschaften verweigern den Städten Hilfe bei der Finanzierung. König Hagebolt II besteht auf der Errichtung der Schulen.
  • 232n - Stutzberg geht mit gutem Beispiel voran und beteiligt Städte, Markgrafschaften und Lehen zu gleichen Teilen an den Kosten. Das System wurde anschließend in ganz Balamar übernommen.
  • 239n-241n - Mitgliedschaft des Großmeisters der Klinge im Interregnumsrat.
  • 250n - Die Wirkerkaste wird eingeführt.
  • 342n - Die Klinge erreicht erstmals 10.000 Mitglieder. Seit dem bleibt diese Zahl relativ stabil.
  • 472n - Grundlegende Umstrukturierung und Neuaufbau der Bibliothek und des Bibliothekswesens der Klinge, zum durchbrechen von Vorteilnahme und Kungelei, sowie in Bezug auf Verleihung von Büchern, Brandschutz und Geheimhaltung.
  • 492n - Die Magierakademie zu Elros schließt erstmals seit ihrer Unabhängigkeit von der balamarischen Armee einen losen Kooperationsvertrag mit der Klinge, zur gegenseitigen Unterstützung und als Grundlage gemeinsamer Projekte. Kooperation gab es vereinzelt schon vorher, allerdings meist nur inoffiziell.
  • 501n - Die Freie Gruppe №23 wird aufgestellt. Die Klinge bekommt Land in Mithrasperas und errichtet dort einen befestigten Außenposten.
  • 502n - Teile des 4. Regiments des Heeres begleiten eine Abteilung des balamarischen Heeres in den Krieg nach Ruwenien. Dieser Einsatz ist für die Klinge der verlustreichste seit den Orkkriegen 118n. Ende des Jahres beginnen einige Adelige aus Neid auf deren Privilegien, gegen die Klinge zu hetzen.

Struktur

Die Gläserne Klinge ist in Sechs Kasten unterteilt, die jeweils eine Hierarchie mit je vier Rangstufen, aber teils unterschiedlicher Ausprägung haben. Die Führung der Klinge obliegt dem hohen Rat, bestehend aus dem Großmeister der Klinge, und den Kastenvorstehern.

Der hohe Rat

Der hohe Rat ist das Führungsorgan der Gläsernen Klinge. Er besteht aus dem Großmeister der Klinge und den sechs Kastenvorstehern. Zwar kann der Großmeister die Kastenvorsteher übergehen, es wird aber traditionell versucht, stets einen Konsens zu finden. Dabei betrachtet jeder Kastenvorsteher ein Thema zunächst neutral aus Sicht des Fokus seiner Kaste, und trägt seine Erkenntnisse dem Rat vor, so das alle Ratsmitglieder alle Blickwinkel der Sache aus fachlicher Sicht kennen gelernt haben, um anschließend ihre Sicht anhand der der anderen Fachrichtungen neu zu bewerten, und mit dieser neuen Erkenntnis ihre Ansicht zu korrigieren. Der Prozess der Betrachtung, Bewertung und Neuausrichtung der Sichtweise erfolgt durchaus mehrmals, so das am Ende jeder Kastenvorsteher ein Bild der Sache hat, das unter Berücksichtigung aller Faktoren aus Sicher seiner Fachrichtung optimiert ist. Aus der Summe dieser Erkenntnisse formuliert anschließend der Großmeister ein Ergebnis, über welches der Rat abstimmt, und das meist einstimmig angenommen wird. Durch diesen, zwar langwierigen, aber sehr genauen, Lösungsfindungsprozess wird die Qualität der Lösung auf ein Maximum erhöht. Kompromisse sind stets sehr ausgewogen und weise, da jedes Ratsmitglied seine eigene Sicht als fehlbar betrachtet, und anhand der Eingaben der Anderen neutral korrigiert, unter Berücksichtigung seiner Fachkennniss.

Wird ein neuer Posten als Kastenvorsteher frei, wählen die Mitglieder der Kasten einen neuen Anführer. Die Kandidaten müssen zuvor von den anderen Ratsmitgliedern genehmigt werden, und bedürfen einer absoluten Mehrheit, wobei Praetoren teils mehrfaches Stimmgewicht haben. Die Wahlprozedur weicht von Kaste zu Kaste erheblich ab.

Kastensystem

Die Klinge ist in sechs, Kasten genannte, Fachbereiche unterteilt, die ihrerseits eigene Aufgaben, Organisation und teils Struktur haben:

  • Kriegerkaste
  • Magierkaste
  • Wirkerkaste
  • Alchemistenkaste
  • Heilerkaste
  • Gelehrtenkaste

Da viele Mitglieder der Klinge ein weit gefächertes Spektrum an Fähigkeiten haben, passen sie in mehrere Kasten, zum Beispiel Geweihte und Paladine, die sowohl in die Krieger- als auch Wirkerkaste passen würden. Hier kann der Betreffende selbst entscheiden, welcher Kaste er angehören möchte. Obwohl jede Kaste mehrere Ausprägungen hat, haben nur die Krieger- und die Heilerkaste mehr als einen Rang einer Stufe.

Meist arbeiten die Mitglieder einer Kaste unter sich, Magiervorlesungen werden also hauptsächlich von Magiern besucht, wenn auch zumindest die Grundlagen allen Klingen offen stehen. Forschungsprojekte der Alchemistenkaste werden üblicher weise nicht von nicht-Alchemisten begleitet. Und an fortgeschrittenen Schwertfechtkursen nehmen keine Wirker teil. Ausnahmen bilden dabei kastenübergreifende Gruppierungen wie Freie Gruppen, das Heer und Expeditionen, die allerdings nur für einen begrenzten Zeitraum aufgestellt werden.

Die Kriegerkaste
Die Kriegerkaste selbst ist zweispartig aufgestellt. Sie besteht aus dem Weg der Hüter, und dem der Wächter. Während erstere für das Erforschen der Wissenschaft des Kampfes und des Krieges, sowie den Schutz anderer Klingen zuständig sind, ist es die Aufgabe der Wächter, die Liegenschaften, und ortsfesten Einrichtungen der Klinge zu schützen, und Ermittlungen im Falle von Verbrechen durch oder gegen Klingenmitglieder durchzuführen.
Eine Besonderheit ist das Heer, das zwar organisatorisch der Kriegerkaste angehört, aber für sich eine eigene Struktur hat, und eingeschränkt kastenübergreifend ist.
Die Kriegerkaste entstand 190n aus dem Heer der Klinge, die bis dahin keinen Unterschied zwischen den Professionen der Mitglieder gemacht hatte. Weil sie keine besondere Forschung betreibt, und körperliche Fähigkeiten bei ihr meist wichtiger sind, als Intelligenz und Geisteskraft, wird auf die Kriegerkaste von den anderen Kasten bisweilen herabgesehen, wenngleich die Kriegerkaste auch viele universell Gebildete enthält, die sich dort wohler fühlen, als in der der Gelehrtenkaste.

Die Magierkaste
Hautpartikel: Magierkaste
Zusammen mit der Kriegerkaste stellt die Magierkaste die älteste Sparte der Klinge dar. Obwohl sie sich gerne als Wurzel der Klinge betrachtet, existiert sie doch erst seit der Einführung des Kastensystems 190n. Vorher gab es keine Unterscheidung nach Magier oder nicht, lediglich waren die Krieger im damaligen Heer organisiert.
In der Magierkaste sind all jene Mitglieder, die der Magie mächtig sind, und ihr Potential nicht aus dem Zutun von Entitäten beziehen, sich also "klassischer" astraler Magie befleißigen. Magier, die ihre Energie aus einer Elementarebene, oder der Anrufung eines Elements beziehen, sind bisweilen auch in der Wirkerkaste. Der Magierkaste obliegen Lehre und Forschung in allen Bereichen der Magie, außer Dämonologie, die bei der Klinge geächtet ist. Oberflächlich betrachtet, ähnelt ihre Struktur der einer Akademie, wenn auch die Strukturen und Regularien längst nicht so streng gesehen werden, wie an vielen Akademien. Sie hat vier Forschungsbereiche, Kampf-, Natur-, Metamagie und Magietheorie. Böse Zungen sagen der Magierkaste Machtgier nach, doch offiziell wird keine Kaste bevorzugt.

Die Wirkerkaste:
Die Wirkerkaste besteht aus Zauberwirkern, die sich nicht der klassischen Magie bedienen, sondern ihr Potential bzw. ihre Fähigkeiten durch Götter, Geister oder andere Entitäten erlangen. In ihr kommen Anhänger verschiedener Götter und Glaubensrichtungen zusammen, darum sind gemeinsame Forschungsprojekte oder eine gemeinsame Ausbildung sehr schwierig. Neben allgemeingültigen Fachkursen über Magietheorie und Theorie über spiritistisches Wirken, haben sie vor allem Arbeitsgruppen zu Themen der Philosophie. Die meisten Forschungsgruppen bilden sich aus Angehörigen der gleichen Glaubensrichtung oder Philosophie. Von allen Kasten ist die Wirkerkaste die chaotischste, mit der geringsten Struktur, und den wenigsten Pflichtkursen. Ebenso war auch ihre Bildung sehr schwierig, wegen höchst unterschiedlicher Interessen, und gelang nur, weil letztendlich mit dem Zuwachs aus dem Ausland, mehr und mehr Anhänger fremder Glaubensrichtungen zur Klinge kamen, die sich bei der akademieartigen Magierkaste nicht gut aufgehoben fühlten.

Alchemistenkaste:
In der Alchemistenkaste sind all jene zusammengefasst, die sich hauptsächlich mit der Alchemie beschäftigen. Hier sei zu erwähnen, das die Alchemistenkaste trotz der offensichtlichen Nähe zur Pflanzenkunde keine naturkundliche Fachrichtung hat. Vielmehr hat die Alchemistenkaste lediglich Fachbereiche, die Wirkungsarten und Eigenschaften ihrer Produkte entsprechen. Entgegen der landläufigen Meinung, Alchemie beschränke sich darauf, Tränke und Gifte zu brauen, befasst sich die Alchemistenkaste auch mit der Wechselwirkung unterschiedlicher Ausgangsstoffe aufeinander, seinen das Pflanzen- oder Tierteile, Erde, Mineralien, Metalle oder andere Stoffe, sowie der Einfluss der Magie darauf. Angeblich kennt die Alchemistenkaste das Geheimnis um die Herstellung von Gold, was allerdings offiziell als Unfug abgetan wird.

Heilerkaste:
Ziemlich genau ein Jahr nach der Einführung des Kastensystems, separierten sich die profanen Heiler der Kriegerkaste und die Heilmagier der Magierkaste, um die Heilerkaste zu bilden. Aus diesen beiden Strömungen, und der unterschiedlichen Praxis der Anwendungsgebiete der Heiler, die seit je her auch Teil des Heeres sind, bildeten sich die beiden heutigen Fachbereiche der Heilerkaste, die nicht etwa nach profaner und magischer Heilung unterteilt sind, sondern nach Anwendungsgebiet. So sind die Feldscher, wie ihr Rang vermuten lässt, auf schnelle Heilung im Feld und unter Stress spezialisiert, oftmals mit einer Mischung aus magischer und profaner Heilung. Die Medici befassen sich eher mit der Langzeittherapie von Krankheiten, körperlichen und geistigen Gebrechen, Wahnsinn, Erbkrankheiten, und allgemein mit der Anatomie des Menschen und anderer Rassen.
Mit der Kriegerkaste besteht eine enge Bindung, gerade durch den Fachbereich der Feldscher. Feldscher und Hüter bzw. Heer sind in ihrer Praxis vom jeweils Anderen abhängig, während auf die übrigen Kasten weitgehend verzichtet werden könnte.

Gelehrtenkaste:
Die Gelehrtenkaste entstand 201n, nachdem die Klinge nach der Einführung der Kasten immer stärker wuchs, da sie auch nicht-Magier und nicht-Krieger vermehrt anlockte, und das Personal zur Verwaltung der Klinge, und nicht-magische Gelehrte eine eigene Organisationsmöglichkeit bedurften. Die Gelehrtenkaste ist bei anderen Kasten als Auffangbecken für alle, die nicht in andere Kasten passen, verschrienen. Das ist aber nicht der Fall. Die Gelehrtenkaste umfasst die Bereiche Organisation und Allgemeinwissenschaft. Der Bereich Organisation ist in die Fachrichtungen Diplomatie, Administration und Bibliothekswesen unterteilt. Die Fachrichtung des Bibliothekswesens umfasst auch die klassischen Schreiber. Der Bereich Allgemeinwissenschaft unterteilt sich in Pflanzenkunde, Tierkunde, Mathematik, Linguistik, Astronomie, Historie und Archäologie, und Spezielle Wissenschaft. Letztere Fachrichtung versammelt all jene Gelehrten, die nicht in einer andere Fachrichtung passen, wie Wahrsagerei.
Die Zugehörigkeit zur Gelehrtenkaste schließt eine magische Begabung nicht aus. Allein der Fokus auf eine Fachrichtung der Gelehrtenkaste genügt als Grund für einen Magier, zu wechseln.

Ränge

Anstelle einer komplexen Hierarchie, hat die Klinge Ranggruppen, die vielmehr den Status eines Mitglieds anzeigen, als dessen Position in einer Hackordnung. Die Befehlskette hängt vielmehr vom Einsatzbereich des Mitglieds ab. So hat das Heer eine militärische Hierarchie, Freie Gruppen haben eine vereinfachte militärische Struktur, Expeditionen und Forschungsgruppen hingegen haben meist eine nach Fachgebieten geordnete, einfache Struktur.

Die Klinge hat sechs Rangruppen:

Oberhaupt der Klinge: Der Anführer der Klinge ist der Großmeister (nicht zu verwechseln mit dem akademischen Grad). Er führt die Klinge als Vorsteher des hohen Rates, und hat bei allen Entscheidungen das letzte Wort. Der Großmeister der Klinge stammt traditionell stets aus der Magierkaste, ein letzter Wunsch Atriuns. Bestreben anderer Kasten, die Wahl des Großmeisters zu reformieren sind bislang auch an der Verehrung Atriuns gescheitert. Steht die Wahl eines neuen Großmeisters an, wählt der hohe Rat aus den akademischen Großmeistern der Magierkaste würdige Kandidaten aus, aus denen dann alle Klingenmitglieder einen neuen Großmeister wählen. Das dabei der Vorsteher der Magierkaste gewählt wird, ist eher selten.

  • 7. Draco Archomagus Primus Inter Pares - Aranothan Agamos


Kastenvorsteher: Die Mitglieder jeder Kaste wählen einen der ihren zu ihrem Kastenvorsteher. Die Details zur Wahl sind von Kaste zu Kaste sehr unterschiedlich. Die Kastenvorsteher führen ihre Kaste, und haben in Belangen ihre Kaste betreffend Entscheidungsfreiheit, vorbehaltlich eines großmeisterlichen Vetos.

  • Marschall der unzerbrechlichen Klinge und Beschützer des freien Wissens - Anthonas de Myrmidon (Kriegerkaste)
  • Erhabene Spectabilität der Klinge und Beherrscher der astralen Netze - Gerion benNain (Magierkaste)
  • Askerian der Klinge und Mediator zu den Göttern und Geistern - Veit Skaaronsen (Wirkerkaste)
  • Beschützer der sieben verbotenen Rezepturen - Prof. Dr. Alch. Theron von Lilienstein (Alchemistenkaste)
  • Besitzerin der Weisheit des Lebens - Delia von Eschenbach (Heilerkaste)
  • Hüter der Schriften des Allwissens - Johan Friedrich von Goetenberg (Gelehrtenkaste)


Praetoren: Die höchste, durch Beförderung zu erreichende, Stufe in der Klinge ist die des Preatorus (nicht zu verwechseln mit den Praetoren der Aurumkirche). Praetoren sind Mitglieder, die Herausragende Leistungen für die Klinge vollbracht haben. Sie sind Champions und Helden der Klinge und ihrer Kaste, und werden nicht selten erst posthum befördert. Ihre Zahl ist relativ niedrig, momentan in keiner Kaste mehr als zweistellig. Ein hoher akademischer Rang alleine berechtigt nicht zur Beförderung zum Praetorus. Leistungen, die zur Beförderung zum Praetorus berechtigen sind eher heldenhafte Taten auf dem Schlachtfeld oder revolutionäre Entdeckungen.
Sie haben Sonderrechte, in Bezug auf Zugang zu sensiblen Informationen, und leiten oftmals große freie Gruppen, Expeditionen oder Forschungsgruppen. Kein Preatorus, der an einer Expedition teilnimmt, würde die Leitung einem Adepten überlassen.

Adepten: Die größte Gruppe der Klingenmitglieder ist die der Adepten. Sie sind Vollmitglieder des Ordens, mit allen zugehörigen Rechten und Pflichten. Sie dürfen uneingeschränkt die Farben der Klinge tragen, für die Klinge sprechen, eigenständig Forschen, und haben sich fortzubilden, Wissen zu sammeln und weiter zu geben.

Initiaten: Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren, gehören bis zu ihrer Aufnahme als Adept (ab 16) den Initiaten an. Sie sind noch keine Vollmitglieder, und dürfen nicht für die Klinge sprechen, haben aber bereits die Pflicht, sich zu bilden. Außerdem haben sie oft noch andere Aufgaben, wie Botengänge, Hausarbeit und dergeleichen, und können bereits als Lehrling eines Meisters angenommen werden. Sie sollen die Grundlagen für den Dienst als Adept lernen, und sich mit dem Handwerk ihrer Kaste vertraut machen. Diejenigen unter ihnen, die nicht Lehrling eines Meisters sind, werden in Klassen zusammengefasst, in deren Verbund sie ihre Kurse besuchen, lernen und Arbeiten erledigen.

Wer bei seinem Beitritt zur Klinge bereits 18 ist (in manchen Fällen auch jünger), dem wird unterstellt, bereits eine gewisse Grunderfahrung zu haben, so dass ihm der gewöhnliche Initiatendienst erspart wird, und wird Anwärter. Der Sinn der Anwärterschaft ist es, Wissenslücken zu schließen, die Eignung als Klingenmitglied zu prüfen (bei Erwachsenen ist die Eignung nicht mehr durch Erzieherische Maßnahmen herzustellen), und die geeignete Kaste zu ermitteln. Die Anwärterschaft ist für alle erwachsenen Neuling Pflicht, unabhängig vom akademischen Rang, wenn auch dieser den Prozess beschleunigen mag.

Novizen: Kinder unter 8 Jahren, die zur Klinge kommen sind Novizen. Sie bekommen grundlegendes Allgemeinwissen, und Basiswissen über die Klinge, und bei Bedarf weiterführendes Wissen in bestimmten Kategorien vermittelt. Die Klinge ist kein Weisenhaus, die Novizenschaft ist für Kinder gedacht, die bereits früh durch magisches Potential, Mutationen oder Hochbegabtheit auffallen.

Ränge der freien Gruppen:
Die freien Gruppen haben eine vereinfachte, militärisch angelehnte Führungsstruktur:

  • Offizier - Anführer der freien Gruppe
  • Unteroffizier - Stellvertretender Anführer
  • Korporal - Anführer kleiner Abteilungen innerhalb großer freier Gruppen


Meistertitel:
Bei der Klinge kann jeder Adept und höher eine Meisterprüfung in seinem Fach ablegen. Wer diese Prüfung besteht, darf Lehrlinge annehmen und/oder Kurse und Lehrgänge leiten. Der Meistertitel der Klinge ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit dem akademischen Meistertitel. Akademische Großmeistertitel sind nur in der Magierkaste von Belang.

Freie Gruppen

Eine besondere Form der Organisation sind die Freien Gruppen. Das sind Gruppierungen innerhalb der Klinge, die für sich autonom sind. Das heißt, sie agieren eigenständig innerhalb ihres Auftrags, können selbstständig neue Mitglieder anwerben, Forschungsgelder vergeben, und in gewissem Rahmen Bündnisse eingehen und Diplomatie und Handel betreiben.

Offizier und Unteroffiziere der Freien Gruppe №23

Bekannte Freie Gruppen:

  • Freie Gruppe №1 - Der hohe Rat der Klinge.
  • Freie Gruppe №3 - Auch bekannt als Innenrevision. Die Klingeninterne Strafverfolgung. Viele ihrer Mitglieder agieren inkognito.
  • Freie Gruppe №4 - "Die alten Hasen". Erste Freie Gruppe mit weltweitem Auftrag: Erkunden, helfen, Wissen sammeln.
  • Freie Gruppe №7 - Feldlazarett mit Spezialisierung auf Katastrophen, Krieg und Epidemien. Gebildet 211n nachdem ein Erdrutsch in den Mittenbergen eine Stadt zerstörte.
  • Freie Gruppe №11 - Magiergruppe, Erforschung magischer Phänomene in Altrageria, derzeit, nach den Ereignissen in Burgess, in der Eiswüste eingesetzt.
  • Freie Gruppe №16 - Kriegergruppe, Niederschlagung von Unruhen und Bedrohungen für Balamar, in dessen Nachbarländern.
  • Freie Gruppe №23 - Zunächst gebildet um Mithrasperas zu erkunden, inzwischen Auftrag wie Freie Gruppe №4, allerdings mit kürzeren Einsätzen.


Das Heer

Wappen des Heeres der Gläsernen Klinge

Das Heer der Gläsernen Klinge ist eine Sparte der Kriegerkaste. Ihr Ursprung geht auf die Gründung der Klinge zurück. Bereits bevor Atriun begann, Schüler für den, damals noch Gläserne Kugel genannten, Magierorden zu suchen, heuerte er Krieger der Barbaren zum Schutz des Ordens an. Mit der Zahl der Mitglieder, wuchs auch die Zahl der Krieger, die sich 98n als Heer organisiert wurden, das noch immer selbstständig, und mehr ein Söldnerheer war. Da sich immer mehr abzeichnete, das das Söldnerheer unkontrollierbar werden würde, wurde 112n beschlossen, das das Heer in die Gläserne Kugel integriert werden, und seine Söldner Mitglieder des Ordens werden sollten. In dieser Form bestand das Heer, bis 190n die Kasten eingeführt wurden. Das Heer wurde aufgelöst, und die Kriegerkaste in die Sparten der Hüter und Wächter unterteilt. Die relativ lose, und nicht-militärische Organisation der Wächter, die nun für den Schutz zuständig waren, reichte Eskorten, und den Schutz von Expeditionen, der einer höheren Stufe der Organisation bedurfte, nicht aus, weshalb nur acht Jahre nach Einführung der Kasten, das Heer neu gebildet wurde. Das neue Heer sollte spezialisierter sein, und mehr die Struktur einer Streitmacht haben, als die einer Wachtruppe. So wurden nach und nach die vier Regimenter des Heeres aufgestellt, und seine Größe auf ca. 2.000 Mann festgelegt. Jedes Regiment ist ungefähr 500 Mann stark und in je vier Kompanien unterteilt, die ihrerseits aus Zügen zu je 30 Mann bestehen. Die Regimenter sind jeweils auf definierte Aufgabenbereiche spezialisiert:

  • 1. Regiment: Eskorte von Personen
  • 2. Regiment: Schutz von Expeditionen
  • 3. Regiment: Schutz der Klinge im Ausland
  • 4. Regiment: Auslandsoperationen und Spezialisten

Außergewöhnlicher Weise folgt das Heer nicht den üblichen Ranggruppen, sondern hat eigene Ränge und Funktionen, die eher denen in einem gewöhnlichen Heer entsprechen. Da in einem Heer nicht nur Krieger dienen, sondern auch Angehörige anderer Proffessionen, wie Heiler, Magier, Priester, Alchemisten, Handwerker, Schreiber und andere, ist das Heer die einzige Sparte einer Kaste, der auch Kastenfremde angehören.

Das 4. Regiment
Das 4. Regiment erfüllt eine Sonderrolle. Als einziges Regiment nimmt es in Friedenszeiten an Kriegen im Ausland teil, wobei es verbündete Truppen mit Spezialaufträgen unterstützt. So zum Beispiel die drei Jagdkompanien, die im Ruwenienkrieg 501n an der Seite der Abteilung des balamarischen Heers kämpften, die dort als Unterstützung der verbündeten Ruwenier eingesetzt wurden. Das 4. Regiment hat eine etwas abweichende Struktur. So hat es nur drei Kompanien, Jagdkompanien, deren Aufgabe nicht etwa die Beschaffung von Nahrung ist, sondern die abseits der Schlachtfelder und der Lager der Armeen aktiv sind, um aufzuklären, und die Flanken frei zu halten. Zum Beispiel Vorposten auszulöschen, Hinterhalte unschädlich zu machen, Banditenlager zu zerstören, flankierende Feindeinheiten und Hinerhalte während Schlachten aufzuklären und gegebenenfalls abzufangen.

Neben den Jagdkompanien gibt es Spezialeinheiten, die unter Kompaniestärke sind, und direkt dem Regiment unterstehen. Eine dieser Einheiten sind die Igel. Sie sind mit tragbaren Palisaden ausgestattet, übermannshoch und so breit, das zwei Mann dahinter in Deckung gehen können, und wie ein Schild getragen werden. Diese riesigen Schilde haben Dornen an der Unterseite, um sie in den Boden zu rammen, ausklappbare Stützen, um nicht so leicht umgeworfen werden zu können, und Riegel, mit denen sie zu einer mobilen Festung verbunden werden können. Als Träger der Schilde kommen aufgrund deren Gewichts nur besonders starke Soldaten in Frage, die meist noch magisch oder mit Tränken unterstützt werden, und die Schilde, so sie aufgestellt sind, zusätzlich stützen. Die Schilde haben Luken oben und unten, durch die Pikeniere, oder Armbrustschützen kämpfen können. Die Igel werden besonders dazu eingesetzt, einzelne Personen, zum Beispiel befreihte Geiseln, oder gefangene gegnerische Offiziere, aber auch Artefakte, durch eine Schlacht zu eskortieren.

Eine weitere bemerkenswerte Einheit sind die Scharfschützen. Eine kleine Truppe, die mit besonderen schweren Armbrüsten ausgestattet sind, die in Sachen Reichweite und Durchlagskraft an Ballisten heran reichen, deren Genauigkeit aber so groß ist, das sie nur magischen Ursprungs sein kann. Die genaue Herkunft der Armbrüste wird geheim gehalten, Gerüchte besagen allerdings, es soll sich um besonders meisterhaftes Zwergenhandwerk handeln. Allein ihre Zielapparaturen sind so stark und genau, das eine gewöhnliche Fertigungstechnik ausgeschlossen scheint. Die Stärke der Armbrüste reicht aus, um auf eine Meile einen voll gerüsteten Reiter präzise in die Brust zu treffen, den Panzer zu durchschlagen, und den Reiter fünf Schritt weit vom Pferd zu schleudern. Dabei zerbersten die Bolzen im Körper des Getroffenen, so das dieser von innen völlig zerfetzt wird. Angeblich können auch spezielle Bolzen verschossen werden, die Gift, Säure oder brennendes Öl verspritzen, beim Aufprall explodieren oder massives Holz durchdringen können. Obwohl das 4. Regiment Informationen über die Ausrüstung mit Enthusiasmus beantwortet, werden Informationen über Einsätze geheim gehalten.

Über die Sappeure ist wenig bekannt. Es handelt sich um Belagerungs- und Sprengstoffexperten. Details über ihre Ausrüstung und Arbeit sind geheim.

Eine vierte Spezialeinheit sind die Infiltratoren, über die aber kaum mehr bekannt ist, als ihre Existenz. Es ist anzunehmen, das es sich um Soldaten handelt, die Inkognito in Feindeinheiten eindringen, um Sabotage zu verüben. Ob noch weitere, geheime, Einheiten existieren ist nicht bekannt. Die Größe des 4. Regiments wird von offizieller Seite geheim gehalten.

Wappen

Wappen der Gläsernen Klinge

Das Wappen der Gläsernen Klinge ist Schwarz mit grauem Rand, in welchem der Leitspruch der Klinge "Kampf- und Magierorden zur Sammlung und Wahrung von Wissen" in elfischer Schrift (vermutlich einer aus der Heimat Gideon Atriuns) in Silber geschrieben steht. Im Schwarzen Feld ist ein hellblauer Kreis, darauf eine, den Kreis überragende, silberne Feder, schräg von hinten nach vorn.

Dieses Wappen hält sich nicht an die in Balamar üblichen Regeln der Heraldik. Allein die Schildform ist höchst ungewöhnlich. Der Kreis steht für die Gläserne Kugel, den ursprunglichen Namen der Gläsernen Klinge, und soll angeblich auf eine tatsächlich existierende bläuliche Glaskugel, unbekannten Ursprungs, zurück gehen, die Atriun von den Barbaren geschenkt bekommen haben soll. Die Feder steht für das Bewahren von Wissen, größtenteils in Schriftform. Zwar steht schwarz in der Heraldik für Beständigkeit, es ist aber anzunehmen, das es hier eher als Kontrast zu den balamarischen Wappen gewählt wurde, denn die Farbe Schwarz kommt in keinem Wappen des Reiches und der Markgrafschaften vor. Ebenso wie das Grau des Randes.

Mitgliedschaft

Aufnahme und Werdegang

Neue Mitglieder werden bei der Klinge stets zunächst als Initiaten aufgenommen. Dabei soll Grundwissen vermittelt, und die Eignung sichergestellt werden. Kinder und Jugendlich mögen durch entsprechend Erziehung während ihrer Initiatenzeit noch "formbar" sein, erwachsene Bewerber haben aber bereits eine Persönlichkeit und Neigungen entwickelt, weshalb Bewerber ab 18, manchmal auch ab 16, als Anwärter aufgenommen werden. Daber sollen ebenfalls Wissenslücken gefüllt, und die Eignung festgestellt werden, eine Erziehung wie bei Kindern findet aber nicht statt. Wird die Eignung als gegeben festgestellt, findet eine Aufnahme als Adept statt, und der Bewerber wird entgültig einer Kaste zugeteilt. Die einzelnen Kasten bedienen sich dabei eigener Begriffe für die Rangstufen, mit Außname der Novizen, Anwärter und des Großmeisters.

Die Klinge hat nur wenige Anforderungen an Kandidaten, und ist in Sachen Rasse, Religion und Weltanschauung sehr tolerant:

  • Magische Unbedenklichkeit 1
  • Körperliche und geistige Eignung für mindestens eine Kaste
  • Nicht steckbrieflich in Balamar gesucht
  • Mehr Nutzen als Last für die Klinge

1: Zum Beispiel keine drei mal täglich stattfindende magische Entladung, keine magischen Nebenwirkungen verheerenden Ausmaßes, keine dämonische Besessenheit, keine Chaos-Hexerei und dergleichen.

Die meisten Klingenmitglieder bleiben den Rest ihrer Mitgliedschaft Adepten. Als solche sind sie relativ frei in der Entfaltung ihrer Fähigkeiten und Forschung. Lediglich besonders herausragenden Persönlichkeiten der Klinge wird die Ehre zuteil, in den Preatorenrang ihrer Kaste erhoben zu werden. Als solche übernehmen sie die Leitung von Fachbereichen, Forschungsgruppen, Expeditionen oder andere Führungsaufgaben. Was nicht bedeutet, das Forschungsgruppen nicht auch von Adepten geleitet werden können.

Rechte und Pflichten

Die zwei obersten Pflichten jedes Klingenmitglieds lauten:

  • Wissen sammeln
  • Wissen bewahren

Diese Grundsätze werden Gideon Atriun zugeschrieben. Sie bedeuten, Wissen aller Art zu erlangen, sei es durch Forschung, Studien, oder externe Quellen, wie Reisende, oder eigene Reisen, wie viele Freie Gruppen sie unternehmen. Dieser Wissensgewinn gilt aber nicht nur für die Klinge als Solche. Jedes Mitglied hat die Pflicht, sich selbst zu bilden und sein Wissen im Rahmen von deren Ausbildung anderen Mitglieder weiterzugeben.

Zunächst wird dabei keine Unterscheidung gemacht, welches Wissen gesammelt wird. Erst im Bewahrungsprozess wird unterschieden, welches Wissen es nicht wert ist, bewahrt zu werden.

Im Einzelnen hat jedes Klingenmitglied folgende allgemeine Pflichten, auf die jede Kaste und jede Ranggruppe für sich noch detailierter und spezifischer eingeht:

  • Eigne dir Wissen an und bilde dich.
  • Trage Wissen zusammen. Mache dir Notizen.
  • Übermittle der Klinge dein Wissen. Schreibe Berichte, Protokolle und Aufsätze.
  • Teile Wissen mit deinen Ordensbrüdern und -schwestern, wenn daraus keine Gefahr entsteht.
  • Schütze Wissen. Das Wissen der Klinge ist ihr höchstes Gut. Lass es nicht unbedacht Außenstehenden zuteil werden.
  • Wissen ist Macht. Missbrauche sie nicht.
  • Sei loyal und gehorche deinen Vorgesetzten.
  • Begehe kein Verbrechen gegen deine Ordensbrüder und -schwestern, und das Reich Balamar.
  • Begehe kein Verbrechen gegen die Toten.


Neben den Pflichten, oder daraus resultierend, hat jedes Klingenmitglied auch gewisse Rechte:

  • Kein Mitglied der Klinge darf wegen seiner Rasse, seines Glaubens, seines Geschlechts, seiner Weltanschauung, seines Standes und Besitzes, oder körperlichen oder geistigen Merkmalen bevorzugt oder benachteiligt werden.
  • Adepten und höher dürfen für die Klinge sprechen, und in gewissem Rahmen Verträge im Namen der Klinge abschließen.
  • Keinem Klingenmitglied darf Wissen verwehrt werden, zu dessen Kenntnis es qualifiziert ist, und das zu kennen keine unmittelbare Gefahr darstellt.
  • Jedes Klingenmitglied darf, so seine Pflichten dies zeitlich zulassen, nach Belieben Forschung betreiben, sofern aus dem Forschungsobjekt oder mangelnder Qualifikation keine unmittelbare Gefahr entstehen kann.
  • Adepten und höher haben einen Anspruch auf eigene Räumlichkeiten, eine Ausnahme stellen Angehörige des Heeres dar.
  • Kein Mitglied der Klinge darf ohne Gefahr für Leib und Leben zur Teilnahme an Forschung, Ritualen oder ähnlichem gezwungen werden.
  • Jedes Mitglied der Klinge kann sich von seinen Rechten und Pflichten für eine bestimmte oder unbestimmte Zeit beurlauben lassen. Dabei erlischt die Mitgliedschaft zur Klinge nicht, es wird aber kein Sold gezahlt, und etwaige Privilegien und Ansprüche gegenüber der Klinge verfallen. Eine übermäßig lange Beurlaubung kann Anlass zum Ausschluss aus dem Orden sein.
  • Die Mitgliedschaft bei der Klinge kann beiderseitig jederzeit aufgelöst werden. Nachdem der Austritt oder Ausschluss verkündet wurde, haben beide 10 Tage Zeit, ihre Entscheidung zurückzuziehen. Ehemalige Mitglieder können nur unter Angabe guter Gründe wieder aufgenommen werden, und beginnen dann wieder als Anwärter.


Wirtschaft

Die Haupteinnahmequelle der Klinge ist der Ertrag aus dem Handel mit Balamade. Weit im Süden werden zwar ähnliche Süßspeisen hergestellt, dort wo die Balamadepflanze ursprünglich her stammt, allerdings wird sie dort nicht in großem Umfang vertrieben. Ein weiteres Handelsgut der Klinge ist Tabak, der allerdings außerhalb Balamars längst nicht solchen Absatz findet, wie Balamade.

Balamade
Bei der Balamadepflanze handelt es sich ursprünglich um Kakaopflanzen, die magisch und alchemistisch verändert wurden, um im kalten und rauen Klima Balamars zu gedeien. In südlichen Gefilden würden diese Pflanzen eingehen. Daneben wachsen Balamadepflanzen schneller, und tragen mehr, und größere Bohnen, ohne dabei an gesundheitlicher Unbedenklichkeit einzubüßen, wie das sonst bei derart veränderten Pflanzen der Fall sein mag. Aus den Bohnen lassen sich eine Vielzahl von Produkten herstellen, das häufigste Produkt ist allerdings Balamade. Daneben ist auch die Verwendung als gesüßtes Getränkepulver, Zutat für Backwaren und - in ungesüstem Zustand - als Kochzutat bekannt, wenn auch längst nicht so verbreitet. Der Genuss von Produkten der Balamadepflanze gilt allgemein als gesundheitsfördernd, stimmungsaufhellend und anregend, soll außerdem verschiedenen Krankheiten vorbeugen und wirkt gerüchtehalber aphrotisierend. Übermäßiger Genuss kann allerdings, wegen dem Fettgehalt, und dem oftmals zugegebenen Zucker, zu Magenverstimmung, Fettleibigkeit und schlechten Zähnen führen. Interessanter Weise ist Balamade für Haustiere, zum Beispiel Hunde, Katzen und Pferde, höchst giftig.

Die Herstellung von Balamade ist ein höchst defizieler Prozess, der viel Erfahrung bedarf.
Zunächst werden die Balamadebohnen geröstet und geschält, anschließend zu einer zähen Rohmasse gemalen. Diese Masse wird gepresst, woraufhin eine feste Masse entsteht, die zu Balamadepulver gemalen wird, und Balamadebutter gewonnen wird. Die Balamadebutter ist ein Fett und wird später wieder für die Herstellung von Balamadeprodukten benötigt, zu Weißer Balamade oder Nougat, oder vielen anderen Produkten, die nicht zum Verzehr geeignet sind, verarbeitet.
Um nun Balamade herzustellen, wird dieses Pulver mit Zucker und gegebenenfalls Balamadebutter und Milch vermischt, und fein gemalen, damit die Zuckerkristalle sehr fein werden, sonst wirkt die Balamade "sandig" im Mund. Daraufhin wird die Balamademasse erwärmt und bis zu 90 Stunden mit Walzen gerieben, wodurch das Aroma erschlossen, und unerwünschte Stoffe entfernt werden.
Anschließend wird die Masse temperiert, das heißt gekühlt und wieder erwärmt, um [GEHEIM]. Um ein angenehmes Verzehrvergnügen zu bereiten, ist dieser Schritt unerlässlich.
Nun wird die flüssige Balamade in Formen gegossen. Dabei haben diese meist einen Schriftzug der Balamademanufaktur, und sind oftmals über Kreuz gerillt, so das sich die erstarrte Balamade besser, und ohne Werkzeug, zerteilen lässt.

Soll die Balamade mit einer Creme, Gelee, Paste oder derlgeichen gefüllt werden, wird die Form zunächst mit flüssiger Balamade gefüllt, anschließend umgekehrt, sodass die Balamade wieder hinaus läuft, aber eine Schicht an den Wänden der Form anhaftet. Nach der Erstarrung dieser Hülle, wird dieselbe gefüllt, und mit einem "Deckel" aus Balamade verschlossen. Um Zutaten wie Nüsse, und andere Feste Füllungen hinzu zu geben wird [GEHEIM]. Abhängig des Verhältnisses von Balamademasse, Balamadebutter und Milch wird zwischen Bitterbalamade, Milchbalamade und weißer Balamade (welche gar keine Balamademasse enthält) unterschieden.

Lehre und Forschung

Sammlung und Wahrung von Wissen

Für ihre Hauptaufgabe scheut die Klinge keine Kosten und Mühen. Sie unterhält zahlreiche Bibliotheken zu verschiedensten Fachbereichen, manche offen zugänglich, manche, die nur mit entsprechenden Genehmigungen besucht werden dürfen, und geheime Bibliotheken, deren Zugänge magisch verborgen, der Inhalt geheim und von bewaffneten Wachen gesichert ist. Ihre Schreiber und Bibliothekare kopieren, sortieren und katalogisieren, was die anderen Mitglieder zusammentragen. Gesammelte Literatur, Notizen, Protokolle, Forschungsberichte, Manuskripte. Was immer die Klinge an Wissen ergattert, und für bewahrenswert erachtet, wird der Sammlung zugeführt.

Um das gesammelte Wissen vor Schaden, und die Welt vor gefährlichem Wissen zu beschützen, hat die Klinge ein ausgeklügeltes System. In der Anfangszeit der gläsernen Kugel gab es nur eine zentrale Bibliothek. Als diese in den 50ern des 1. Jahrhunderts fast vollständig den Flammen, die eine umgestürzte Kerze verursachte, zum Opfer fiel, begann die Kugel ein dezentralisiertes Bibliothekswesen zu entwickeln, das seit dem weiterentwickelt wird, doch noch immer fern der Perfektion ist.
Der wichtigste Schritt war das Verbot, ungeschützter Flammen und flüchtiger Brennstoffe. So sind neben Tageslicht und magischen Lichtern (die nicht auf Feuer basieren) nur Kerzen in einem Windlicht mit Metallkorb und bruchsicherem Glas zugelassen, die, wenn sie herunterfallen, nicht zerbrechen, und deren Flamme weder das Glas noch das Metall besonders erhitzt.
Angeblich gab es Experimente mit antielementarer Magie, mit der magisches und natürliches Feuer magisch gelöscht werden können soll, mögliche Ergebnisse sind dem Autor dieser Zeilen aber nicht bekannt.

Grundsätzlich gibt es drei Arten von Bibliothek, die sich in Sachen der Sicherheit und des aufbewahrten Materials unterscheiden. Zum Einen die Leihbibliothek. Das sind jene Bibliotheken, die die meisten Klingenmitglieder als einzige zu Gesicht bekommen. Sie enthalten Kopien, Abschriften und Nachdrucke des Großteils an Wissen, das die Klinge besitzt. Da der Verlust von Kopien im Vergleich zum Verlust der Originale nicht sonderlich schwer wiegt, werden dem gemeinen Klingenmitglied niemals Originale zugänglich gemacht, wenn es irgend vermeidbar ist, sondern stets Kopien.
Die Originale werden in bewachten Bibliotheken aufbewahrt. Kommt ein neues Werk hinzu, wird es katalogisiert und eine oder mehrere initiale Kopien hergestellt, bevor es an seinen Platz gebracht wird. Je nach Zustand wird es gepflegt, eingekapselt oder isoliert, so das es möglichst lange erhalten bleibt. Für Vervielfältigungen wird stets eine initiale Kopie herangezogen, um das Original so gut wie möglich zu schonen. Insbesondere bei sehr alten Dokumenten - die ältesten Stücke sollen über ████ Jahre alt sein - ist Schonung angebracht, da derart alte Dokumente bei jedem Kontakt mit der Luft, und bei der kleinsten Berührung zu Staub zerfallen könnten. Einige Stücke sind allerdings derart brisant, das keine Kopien hergestellt werden, sei es, das die Kenntnis dessen nur ausgewähltem Personal zuteil werden darf, oder das eine Kopie nicht möglich ist, etwa weil der Inhalt von Betrachter zu Betrachter unterschiedlich ist, oder als Gedanken in das Bewusstsein des Betrachters projiziert werden, und das sind nur zwei Beispiele.
Ist ein Werk katalogisiert, wird dessen Eintrag in einer Register-Bibliothek aufbewahrt, wo die Register jedes Dokuments wiederum kategorisiert und katalogisiert werden. Sie dienen vor allem dazu, bestimmte Werke schneller zu finden, da Register-Bibliotheken oftmals das gesamte nicht-geheime Arsenal eines Fachbereichs umfassen. Aus Sicherheitsgründen - Brandschutz, Fälschungs und Verlustsicherheit - gibt es jedoch stets zwei parallel geführte Zentralregister jedes Fachbereichs, deren Register kopiert, und in die frei zugänglichen Register verbracht werden, die wiederum meist nur die Dokumente eines einzelnen Fachgebiets eines Fachbereichs umfassen. Artefakte und als Artefakt geltende Dokumente, █████████ und dergleichen, werden ebenfalls registriert, und mit einer kurzen Beschreibung in einer zentralen Artefakt-Registratur katalogisiert.

So hat jede Forschungsgruppe, jede Expedition und jedes Fachgebiet eine oder mehrere eigene Bibliotheken, die ortsnah Fachliteratur und Wissen in anderen Formen, dort bereitstellen, wo es benötigt wird. Zudem hat jede Kaste eine zentrale Bibliothek, die alles nicht in erhöhtem Maße konfidentielles Wissen der Kaste beinhaltet, die meisten Abschnitte jedoch bewacht sind, und eine Zugangskontrolle stattfindet, da hier auch Wissen aufbewahrt wird, das gewisse Vorkenntnisse erfordert.

Lehre und Studium

Siehe auch: Liste der Kurse

Um ihre Mitglieder zu bilden, halten die einzelnen Kasten und Fachbereiche Kurse ab. Einige Kurse sind Pflicht, andere optional. Welche Kurse angeboten werden, und welche Pflicht sind, hängt von der jeweiligen Kaste ab. So werden, gerade allgemeine Kurse, kastenübergreifend gehalten. Grundsätzlich sind die ersten Kurse, die jedes Klingenmitglied absolvieren muss, Lesen und Schreiben, Zählen und Rechnen, sowie erste Wundversorgung. Anschließend folgen kastenspezifische Kurse. So hat jedes Klingenmitglied das Basiswissen über die Fachbereiche der anderen Kasten zu lernen, so lernt zum Beispiel jeder Krieger die Grundlagen der Magie.
Alle Kurse enden mit einer Prüfung, die bestanden werden muss, um darauf aufbauende Kurse lernen zu können. Wird die Prüfung nicht bestanden, kann der Kurs beliebig oft wiederholt werden. Mehrfaches Nichtbestehen von Pflichtkursen kann allerdings zu Anhörungen durch Vorgesetzte führen, um die Lernbereitschaft zu prüfen und geeignete Lernhilfen zu stellen bzw. Sanktionen zu erlassen.
Grundsätzlich dürfen optionale Kurse nur besucht werden, wenn dadurch der Besuch und das ablegen von Prüfungen in Pflichtkursen nicht behindert werden.

Neben Kursen, die von wenigen Stunden bis zu einem Jahr dauern, werden Lehrgänge angeboten, die gänzlich optional sind, und der Vertiefung von Wissen aus den Kursen dienen, oder zur Betrachtung von Themen, die in den Kursen nicht abgedeckt werden. Gerade bei den Freien Gruppen ist es üblich, jährlich stattfindende Exkursionen durchzuführen, bei denen Wissen aufgefrischt, überprüft, und Meisterprüfungen abgenommen werden sollen. Darüber hinaus steht es auch solchen Mitgliedern, die keinen Meisterstatus haben, frei, Vorträge zu halten, etwa wenn sie bestätigter Maßen Experten auf einem Gebiet sind, oder um Forschungsergebnisse und philosophische Erkenntnisse zu teilen.

Dozenten von Kursen und Lehrgängen können all jene Mitglieder der Klinge sein, die bei ihr eine Meisterprüfung abgelegt haben, und somit auch zum unterhalten von Lehrlingen berechtigt sind. Ein weiterer, wesentlicher Unterschied zwischen Kursen und Lehrgängen ist, das Kurse in Lerneinheiten von eineinhalb Stunden, ein oder mehrmals pro Woche, gahalten werden, wärend Lehrgänge oftmals als Block über einen oder mehr Unterrichtstage stattfinden.

Grundsätzlich darf keinem Klingenmitglied der Zugang zu nicht konfidentialem Wissen verwehrt werden. Da manches Wissen zu dessen Verständnis, sowie zu dessen Anwendung und Sicherheit von Personen und Material gewisses Vorwissen erfordert, ist alles Wissen, das über die Grundkurse hinaus geht an Bedingungen geknüpft. Obwohl die Lehrpläne gleich sind, werden die Grundkurse, die auch für Kastenfremde Pflicht, oder optional aber gut besucht sind, für Kastenmitglieder und Kastenfremde getrennt gehalten, um den Kurs besser an die Bedürfnisse und Lerngeschwindigkeit des Auditoriums anpassen zu können.

Forschung

Neben der Lehre ist die Forschung das zweite Standbein der Gläsernen Klinge. Grundsätzlich begrüßt die Klinge jede Forschung, und jedes Vollmitglied hat das Recht, ungehindert in jeder Richtung zu forschen, sofern ihre Vorkenntnisse die Sicherheit von Personen und Material gewährleisten. Darum muss jedes Forschungsprojekt angemeldet werden, um Voraussetzungen zu prüfen und Gelder zu bewilligen. In der Regel werden mit der Anmeldung auch Geldmittel in gewissen Rahmen zur Verfügung gestellt, um die Forschung zu finanzieren. Das Interesse der Klinge ist unabhängig von der Größe des Forschungsprojektes. Expeditionen und Forschungsgruppen, die lange im Voraus geplante und durchorganisierte Forschungen durchführen, werden als ebenso wichtig betrachtet, wie Forschungen kleiner Gruppen oder einzelner Personen. Erst wenn die Forschung abgeschlossen ist, wird das Projekt und dessen Ergebnis bewertet.

Gefährliches Wissen

Die Klinge besitzt neben dem frei zugänglichen Wissen auch hoch gefährliches Wissen. Die Kenntnis dieses Wissens durch Unbefugte besitzt das Potential, weltuntergangsähnliche Szenarien herauf zu beschwören, oder zumindest eine existentielle Gefahr für die Klinge und Balamar darzustellen. Die Klinge betreibt jeden Aufwand, dieses Wissen zu bewahren, zu schützen und einzudämmen. Üblicherweise wird selbst die Existenz dieser Stücke geheim gehalten, und nur so viel Personal wie unbedingt nötig darf mit der Aufbewahrung eines Solchen betraut werden. Die geheimen Bibliotheken der Klinge sind in der Regel vor den Blicken und dem Zugang gemeiner Mitglieder verborgen, sei es durch magisch getarnte Türen, Geheimgänge oder gar die Notwendigkeit der Teleportation oder die Aufbewahrung außerhalb des Realraums.

Die Klinge als Teil Balamars

Status der Klinge in Balamar

Rechtlich gesehen hat die Klinge einen Sonderstatus in Balamar, der durch ein Reichsgesetz definiert ist.
Ihre Liegenschaften gelten als autonome Gebiete, dennoch gelten dort uneingeschränkt die Reichsgesetze, in deren Rahmen die Klinge eigenes Recht verabschieden kann, wie eine Markgrafschaft. Ihre Mitglieder haben keine Befugnisse gegenüber der balamarischen Bevölkerung, wenngleich die Klinge überall in Balamar Forschungen und Expeditionen durchführen darf, sich aber mit dem Lehnsherrn des fraglichen Gebietes einig werden muss (die Expeditionen nicht grundsätzlich verhindern dürfen), und keine unzumutbare Belastung für die Bevölkerung daraus entsteht.
Der wichtigste Paragraf des Klingenrechts (also des Rechts der Klinge im Rahmen der Reichsgesetze) lautet: Die Klinge strebt keine politische Macht in Balamar an.


Mitglieder der Klinge haben in Balamar einige Privilegien, so gehören alle ihre Mitglieder ab Adeptenstufe automatisch dem Bürgertum an, dürfen also Grund erwerben. Zudem dürfen Mitglieder der Klinge überall Waffen tragen, auch dort wo gemeine Bürger ihre Waffen am Eingang abgeben müssen, zum Beispiel in Ämtern, Regierungsgebäuden und dergleichen, eigentlich ein Privileg des Adels. Mitglieder der Klinge dürfen und müssen auf Bedrohungen für die Klinge oder das Reich in angemessener Form reagieren, selbst wenn dadurch unbeteiligte Balamaren zu schaden kommen, wenn es unvermeidbar ist, ebenfalls eigentlich eine Angelegenheit des Adels. Mitglieder der Klinge haben aber nicht die Pflicht, Schaden von einzelnen Balamaren abzuwenden oder diesen Hilfe zu leisten.

Die Klinge ist außerdem berechtigt ein Militär zu unterhalten, das sich, anders als Gardeeinheiten, auch in Friedenszeiten außerhalb der Grenzen der Klinge aufhalten, und seinem Dienst nachgehen darf.

Die Klinge entsendet sechs Berater an den Königshof, einen von jeder Kaste. Im Falle eines Interregnums gehört der Großmeister der Klinge dem Interregnumsrat an. Nicht nur als Berater, sondern auch als stimmberechtigtes Mitglied des Rates, wie auch der Bote Aurums.

Vollmitglieder der Klinge sind stets verpflichtet, sind in der Öffentlichkeit als solche zu kennzeichnen, sofern ihre Sicherheit dadurch nicht gefährdet wird, oder ihre Mission ein Inkognito erfordert.

Liegenschaften der Klinge

Der Hauptsitz der Klinge ist der große Turm, nordöstlich Anur'Thals auf einer Halbinsel des Anur gelegen. Alle Forschung und Lehre findet hier statt, hier befindet sich ebenso die Verwaltung der Klinge und die Kaserne des Heeres. Sämtliche Mitglieder, die nicht in einem Außenposten der Klinge stationiert sind, haben hier ihren Sitz.

Daneben unterhält die Klinge in den Hauptstädten der Markgrafschaften und in der Königsstadt diplomatische Büros, die auch als Anlaufstellen für Bewerber fungieren.
Ebenso befinden sich diplomatische Büros der Klinge in den meisten Botschaften Balamars im Ausland. In einigen Reichen ohne diplomatische Beziehungen zu Balamar unterhält die Klinge eigene kleine Botschaften.

In Gebieten, in denen permanente Forschung, oder häufige Expeditionen stattfinden, errichtet die Klinge Außenposten, in denen Planung und gegebenenfalls Untersuchungen durchgeführt werden, und die bisweilen auch als Zwischenstation für den Handel der Klinge dienen. Dazu werden von der Klinge Grundstücke gekauft, niemals in Städten, weil es dort mit der Autonomie der Klinge Schwierigkeiten gäbe, aber sofern der Zweck es zulässt, meist in der unmittelbaren Nähe von Städten. Diese werden zur Liegenschaft der Klinge erklärt und damit autonomes Gebiet. Darauf errichtet die Klinge dann in aller Regel einen Außenposten nach dem gleichen Muster.
Allen Außenposten gemein ist, das sie aus einem runden Turm bestehen, Durchmesser und Höhe abhängig vom angestrebten Zweck, dazu eine kreisrunde hohe Mauer, worin Nebengebäude errichtet werden. Bisweilen steht der Turm inmitten der Mauer, manchmal aber auch an deren Rand oder außerhalb, mit einem Durchgang verbunden, je nach dem, was die Örtlichkeit hergibt. Die Größe der Außenposten variiert stark abhängig vom Einsatzzweck.
Der älteste Außenposten der Klinge ist der Turm bei den Feenseen, der sowohl Ausgangspunkt für die Beobachtung der lokalen Flora, Fauna und magischer Absonderlichkeiten ist, als auch, mit seinem Leuchtfeuer an der Spitze, Landmarke für Verirrete. Der jüngste Außenposten ist gerade im Bau befindlich, und wird nahe der Grenzstadt Brina in der Westmark errichtet, um als Ausgangsbasis für zahlreiche anstehende Expeditionen zu den dortigen Ruinen zu dienen.

Die Schulen der Klinge werden zwar auf Grundstücken oder in Gebäuden errichtet, die die Klinge kauft, die aber keine Liegenschaften im Sinne eines autonomen Gebietes sind.

Entsendet die Klinge eine Expedition, kann diese das Gebiet auf dem sie forscht, sichtbar markieren, woraufhin dieses für die Dauer der Expedition als autonome Liegenschaft der Klinge betrachtet wird.

Die Klinge aus Sicht der Aurumkirche

Trotz des ungefähr 500-jährigen Bestehens sowohl der Klinge als auch der Aurumkirche, hat sich die Kirche bislang nicht dazu hinreißen lassen, eine Stellungnahme zum Wirken der Klinge und deren Methoden abzufassen.
Die Aurumkirche wird wissen, das die Klinge teils unorthodoxe und nicht ungefährliche Wege der Magie geht, und das sie gefährliche Artefakte und Wissen bewahrt, das in den falschen Händen katastrophal wäre. Da die Kirche sich bislang nie (zumindest nicht bekannter Maßen) dagegen ausgesprochen, oder gar die Überlassung von Artefakten und Wissen in die Hände ihrer Inquisition gefordert hat, kann wohl davon ausgegangen werden, das sie die Methoden der Klinge zumindest duldet.

Diejenigen Priester, die das Heer der Klinge begleiten, sind keine Mitglieder der Klinge, bekommen aber gewisse Privilegien eingeräumt, um beim Heer ihrem Tagwerk nachgehen zu können. Da das Heer in aller Regel aus der Bevölkerung mit ähnlichen Voraussetzungen wie Gardeeinheiten rekrutiert wird, sind dessen Soldaten meist gläubiger als andere Klingenmitglieder. Die Masse der Gläubigen, die auch aus anderen Bereichen der Klinge dazu kommen, würde den Bau eines Doms nötig machen, weshalb die Aurumdienste bei der Klinge in der Regel, und in Ermangelung von Kapellen am großen Turm, bei den einzelnen Einheiten des Heeres, oder bei gutem Wetter unter freiem Himmel stattfinden.

Kooperation mit anderen Institutionen

Mit der Aurumkirche findet offiziell keine Kooperation statt. Es gibt zwar Aurumpriester in den Reihen des Heeres, und bisweilen kommen Aurumpriester zum großen Turm, wenn einzelne Mitglieder einen persönlichen Aurum- oder Ahnenschrein geweiht haben möchten, der Interessenkonflikt der aus einer Mitgliedschaft bei Kirche und Klinge entstehen würde, macht dies aber unmöglich. Da die Aurumkirche selbst Magier hat, wird nur höchst selten die Klinge zur Untersuchung von Phänomenen hinzu gezogen.

Die Magierakademie zu Elros hat sich lange Zeit auf Abstand von der Klinge gehalten, vor Allem um nicht vereinnahmt zu werden. Ein 492n verfasster Kooperationsvertrag, der die Wahrung der Unabhängigkeit beider Institutionen regelt, ermöglicht erstmals offizielle, gemeinsame Projekte, die zwar auch früher schon des öfteren vorkamen, insbesondere weil viele Abgänger der Akademie zur Klinge gehen, allerdings stets nur inoffiziell.

Eine direkte Kooperation zwischen Klinge und Staatsorganen Balamars existiert nicht, die Klinge entsendet allerdings sechs Berater zum König. Außerdem wird sie bisweilen um Hilfe gebeten, wenn in Ermittlungen und Gerichtsverfahren magische oder wissenschaftliche Analysen von Nöten sind.

Das Heer der Klinge kopperiert seit langem mit der balamarischen Armee, so ist in einem Kriegsvertrag festgelegt, das bei einem Einsatz der balamarischen Armee im Ausland, Teile des Heeres der Klinge die Truppen begleiten, um Spezialeinsätze zu unternehmen.

Politische Gegner

Die Privilegien der Klinge rufen seit eh und je Unmut bei manchem Adeligen und auch gerade bei betuchten Bürgerlichen hervor. Seit die Klinge Berater zum König entsendet, wird ihr vorgeworfen, dadurch den König beeinflussen zu wollen, gar ihn mit Magie zu manipulieren. Dabei wird allerdings gern vergessen, das die Klinge schon nach ihrem eigenen Gesetz keine politische Macht anstreben darf, und das es dem König freisteht, die Berater fort zu schicken, die Ritter des Königs darüber hinaus Magier haben, die eine Manipulation des Königs aufdecken würden.

Ein häufiger Streitpunkt, insbesondere mit hohen Lehnsherrn und Markgrafen, ist die Entsendung von Expeditionen. Nicht nur, weil das oftmals zur Folge hat, das das Gebiet auf dem die Expedition stattfindet für deren Dauer nicht bewirtschaftet werden kann, sondern auch weil viele Expeditionsleiter nicht gerade gute Diplomaten sind, auch oft nicht von Stand, und dennoch Ansprüche stellen. Dabei sind die Rechte der Klinge vielen Landesherrn nicht klar, bis sie sich damit auseinander setzen müssen. Das die Klinge oftmals eigene Arbeiter und Vorräte mitbringt, anstatt Tagelöhner vor Ort einzustellen, und Vorräte lokal einzukaufen, wirkt dabei kaum positiv auf den Ruf der Klinge.

Dazu kommt, das für die Bevölkerung aller Schichten das Wirken der Klinge unklar ist, und ihre Mitglieder vielen suspekt sind. Aberglaube ist auf dem Land weit verbreitet, und Magier, die anfangen Ruinen auszugraben, und Gruppen von Bewaffneten in fremden Farben, die mit einem Mal umherziehen, sind Öl auf den Feuern der Gerüchteküche. Das die Untersuchungen der Klinge durch den König legitimiert sind, und der König der Klinge vertraut, wird dabei geflissentlich ignoriert.

Gerade Anur'Thal ist, obwohl sich die Stadt sonst weltoffen gibt, zunehmend zum Zentrum der Kritik an der Klinge geworden. Dort kommt es immer wieder zu Aufstachelung unzufriedenen Pöbels durch extremistische Klingen-Gegner.

Ihren Höhepunkt erreichten die Unruhen 502n, als es vermehrt zu Übergriffen aufgebrachten Mobs gegen Mitglieder der Klinge kam. Hinzu kamen mehrere Morde an ranghohen Klingenmitgliedern, deren Zusammenhang mit den Protesten, oder bestimmten Extremistengruppen allerdings nicht bewiesen werden konnte. Nach den Morden erließ der König eine Verordnung, in der Hetze gegen die Klinge verboten, und die Wachen zu hartem Durchgreifen aufgefordert werden. Während sich daraufhin die Lage beruhigte, sehen Kritiker die Verordnung als Beweis für vermeindliche Manipulationen durch dir Klinge. Außerhalb Anur'Thals sind Ausschreitungen gegen die Klinge nicht bekannt.

Unbestätigten Gerüchten zufolge hat eine Gruppe extremistischer Klingen-Gegner aus den niederen Adelsschichten, größtenteils aus Anur'Thal und Geistbach, einen █████ ██████████ bzw. unter ihre Kontrolle gebracht, um die Klinge in Misskredit zu bringen, wissend das dabei unbeteiligte Balamaren zu Schaden kommen werden. Ursprünglich stammt der [DATEN GELÖSCHT]. Die Klinge unternimmt das ihr mögliche, diese Gefahr einzudämmen, wenn auch dies sich als kompliziert gestaltet. Die Hintermänner dieser Verschwörung konnten bisher offenbar nicht identifiziert werden.

Siehe auch